Samyang AF 16 mm f/2.8 P FE: leichtes und günstiges Objektiv im Test

Die Kollegen von ValueTechTV haben das Samyang AF 16 mm f/2.8 P FE für Sonys E-Mount-Vollformat unter die Lupe genommen. Das nur 207 Gramm leichte Weitwinkelobjektiv richtet sich vor allem an Anwender, die ein möglichst kompaktes Setup bevorzugen. Technisch bietet es eine Brennweite von 16 Millimetern, eine Lichtstärke von f/2.8, eine Naheinstellgrenze von 12 Zentimetern, ein 62-Millimeter-Filtergewinde, einen AF/MF-Schalter sowie einen USB-C-Anschluss für Firmware-Updates. Laut Hersteller ist das Gehäuse wetterfest. Der Listenpreis liegt bei 399 Euro.

Im Praxistest zeigt das Samyang im Bildzentrum bereits bei Offenblende ordentliche Schärfe, die durch leichtes Abblenden noch etwas zulegt. Schwächer präsentieren sich die Bildecken, die auch bei f/8 nicht das Niveau hochwertigerer Weitwinkel erreichen. Die Auflösung fällt in den Randbereichen ungleichmäßig ab, was sich mit Korrekturprofilen nur teilweise ausgleichen lässt.

Besonders gelungen ist die sehr kurze Naheinstellgrenze, die ungewöhnlich nahe Weitwinkelaufnahmen ermöglicht. Damit lassen sich kreative "Makro-Weitwinkel"-Effekte erzielen, bei denen das Motiv groß im Bild erscheint und dennoch viel Umfeld sichtbar bleibt. Für Astrofotografie oder Architekturaufnahmen ist das Objektiv hingegen weniger geeignet, da die Randunschärfe in diesen Disziplinen stärker ins Gewicht fällt. Die Abbildung von Blendensternen wird als solide, aber nicht herausragend bewertet.
Samyang AF 16mm f/2.8 P FE Samyang AF 16mm f/2.8 P FE Samyang AF 16mm f/2.8 P FE
Für Videoeinsätze punktet das Samyang mit einem zuverlässigen Autofokus und nahezu keinem Fokus-Breathing, was gerade für Vlogger und bewegte Aufnahmen von Vorteil ist. Die Lichtstärke von f/2.8 bietet dabei nur begrenztes Potenzial für Freistelleffekte, was bei dieser Brennweite jedoch selten ausschlaggebend ist.

Andere Objektive sind schwerer oder teurer

Im Vergleich zu Alternativen liefern Objektive wie das Sigma 17 mm f/4 oder das Sony 16 mm f/1.8 G eine bessere Eckschärfe, sind jedoch schwerer oder deutlich teurer. Das Samyang bleibt vor allem wegen seines geringen Gewichts und der kompakten Bauform attraktiv.

In der Gesamtbewertung überzeugt das Objektiv durch seine hohe Mobilität, die solide zentrale Bildqualität, die praxisgerechte Naheinstellgrenze und die gute Videotauglichkeit. Die klarste Schwäche ist die mäßige Auflösung in den Bildecken. Für Reisefotografen, Vlogger und Freunde kreativer Nahaufnahmen ist es daher eine interessante Option, während Nutzer mit höchsten Ansprüchen an Randauflösung oder Lichtstärke besser zu Alternativen greifen sollten.

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