Lapdock macht Smartphone zum PC, lädt es auch & kann noch viel mehr

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Laptop-Docks für Smartphones waren bisher meist eher behelfsmäßig zusammengeschusterte Konstrukte, doch die chinesische Firma Colorii will dies ändern. Das auf USB-C-Docks spezialisierte Unternehmen plant derzeit gleich zwei Varianten eines neuen, deutlich vielseitigeren und gut durchdachten Laptop-Docks, die nicht nur in Verbindung mit dem Desktop-Modus verschiedener Smartphones, sondern auch zusammen mit Entwickler-Boards, USB-C-Sticks und natürlich Windows-basierten Kleinstrechnern genutzt werden können. Colorii LapdockLapdock: Praktisches Multifunktions-Laptop-Dock für Smartphones & Co Das Colorii Lapdock 14.1 und das Colorii Lapdock 11.6 werden seit kurzem auf IndieGoGo per Crowdfunding zum Kauf angeboten. Für nur 150 bzw. 100 Dollar sollen die ersten 100 Kunden jeweils ein im klassischen Laptop-Design gehaltenes Gerät erhalten, das als Display, Ladestation und Eingabegerät für extern angeschlossene Geräte dienen soll. USB-C spielt dabei die Hauptrolle, soll der neue USB-Standard doch für die Verbindung mit dem jeweiligen Host-System herhalten. Anders als bei anderen Anbietern derartiger Produkte, kann das Colorii Lapdock jedoch nicht nur Tastatur und Bildschirm für Smartphone-Desktops sein.

DIe Geräte sind jeweils mit Full-HD-Displays ausgerüstet und stecken in einem vollständig aus Aluminum gefertigten Gehäuse, das normalerweise von hunderten chinesischen Herstellern in gleicher Form für ihre günstigen Intel-Laptops mit Windows 10 verwendet wird. Das Intel-basierte Mainboard wird hier jedoch zugunsten einer alternativen Hauptplatine mit einem ARM Cortex-M0-SoC ausgetauscht, die dank einiger Anpassungen die beiden USB-C-Ports des Lapdocks effektiv nutzt.

Schnelles Laden des Smartphones inklusive

So kann das Lapdock mit seinem voraussichtlich 10.000mAh großen Akku auch zum Laden des angeschlossenen Smartphones dienen, wenn der Nutzer dies wünscht. Dabei wird sogar schnelles Laden mit mindestens 18 Watt unterstützt. Genau diese Ladefunktion fehlt vielen ähnlichen Produkten bisher, so dass meist nach 3-4 Stunden der Desktop-Nutzung der Smartphone-Akku leer ist. Zum Lieferumfang gehört grundsätzlich ein 45-Watt-Netzteil mit USB-C-Port, das auch USB Power Delivery unterstützt und somit genug Leistung mitbringt, um bei Bedarf auch die am Lapdock angeschlossenen Geräte zu laden oder zumindest dauerhaft mit Energie zu versorgen.

Colorii LapdockColorii LapdockColorii LapdockColorii LapdockColorii LapdockColorii Lapdock

Das Lapdock verfügt außerdem über einen USB-3.0- und einen USB-2.0-Port, wobei letzterer so konfiguriert ist, dass er genügend Leistung bietet, um bei Bedarf eine externe Festplatte ohne eigenes Netzteil zu betreiben. Wer möchte, kann also an sein Smartphone oder Dev-Board sogar eine externe HDD anschließen, um darauf abgelegte Inhalte abzurufen oder Backups zu erstellen. Hinzu kommt, dass das Lapdock auch noch Zwei-Finger-Scrolling unterstützen soll, schließlich hat es auch ein Trackpad integiert.

Das Lapdock kann natürlich mit fast jedem Gerät verwendet werden, das per USB-C anschließbar ist - und sei es ein Windows-PC oder Laptop. Wer also zum Beispiel einen Kleinst-PC betreibt oder ein Headless-System, kann auch dieses an das Lapdock anschließen. Colorii bietet zusätzlich auch noch diverse USB-Adapter an, mit denen sich auch Geräte ohne eigenen USB-C-Anschluss mit dem Dock verbinden lassen dürften. Auch für Firmenkunden könnte das Projekt somit interessant sein - auch wegen der geringen Preise ab 100 Dollar.

Das IndieGoGo-Projekt rund um das Colorii Lapdock versucht derzeit, zunächst 100.000 Dollar zusammenzubekommen, um die Entwicklung abzuschließen und die Massenfertigung vorzubereiten. Gelingt dies, soll ab ungefähr Ende März zunächst das größere Lapdock 14.1 an die Unterstützer ausgeliefert werden, bevor dann im April das kleinere 11,6-Zoll-Modell folgen soll. Sollte die erhoffte Summe nicht zusammenkommen, erhalten die Unterstützer ihr Geld zurück.
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Technisch hoch interessant. Aber preislich einfach zu teuer! Für 150 € krieg ich schon ein Netbook was für die Arbeiten ausreichend wäre. Somit vom Preis schonmal ein Fail.
 
@MancusNemo: naja, aktuelle Smartphones sind ja dann doch was fixer und man hat seine Daten immer auf einem Gerät, nicht jeder packt alles in irgendwelche Clouds.
 
@Cosmic7110: Sie mögen schneller Reagieren, das macht die miese Usability von Crapdroid aber wieder wett.
 
@Bautz: Gehts dir besser wenn du Dinge verunglimpfst die dir persönlich nur nicht gefallen?

Man munkelt, dass dies dem ein oder anderem ausreicht, der rest nutzt halt ein klassisches Notebook.
 
@Cosmic7110: Ja, tuts. Das nennt sich meckern, und ist ne deutsche Paradedisziplin ;-)

Allerdings mag ich Crapdroid wirklich nicht und wünsche mir jeden Tag mein Lumia 820 zurück.
 
@Bautz: Mir ist das ziemlich egal geworden solange die Dinger funktionieren, hampel mit einem Android und Ios herum
 
@Cosmic7110: Ich reg mich da halt einfach nonstop drüber auf, wenn man wieder was nicht so geht wie es logisch wäre, oder es sich trotz SD845 einfach mal wieder ne Denkpause gönnt.
Und dass das S in Android für Sicherheit steht macht es nicht besser.
 
@Bautz: Jemals Sicherheitsprobleme gehabt? So persönlich? Ich nicht und ich surfe bestimmt nicht nur auf Amazon herum ;)

Was die Hänger angeht ist das sehr Herstellerbezogen.
 
@Cosmic7110: Samsung, Huawai, Xiaomi - alle in der 300-400€-Klasse. Jedes davon mit Performance-Problemen.

Ich nicht, aber das LG meiner Freundin hat neulich angefangen für irgendwen Bitcoins zu minen. Mit ner App aus dem Store. Nach der Beschwerde hat es immerhin noch 6 Wochen gedauert bis die App aus dem Store verschwand.
 
@Bautz: ja unnu? Beschwer dich beim Hersteller, meine Erfahrungen sind andere.

Die App ist doch verschwunden, also was möchste du noch? alles in Lichtgeschwindigkeit?
 
@Cosmic7110: Wenn ich einen auditierten Appstore habe, erwarte ich dass das zeug darin auch sauber ist.
Ich selbst nutze den Appstore nicht, sondern ziehe meine Apps via FDroid und APKPure.
 
@Bautz: Die Erwartungshaltung entspricht der gleichen, wie Facebook ohne Hetze und Dummes zeug... Schlichtweg unmöglich in Echtzeit, versteht man wenn man die Dimensionen einordnen kann.

Zumal Online die letzte SChranke immer noch Brain 1.0 ist. Wir können ja mal wettern was deine Freundin da so runtergeladen hat ;)
 
@Cosmic7110: Ein Icon-Set, recht ähnlich wie Whitecons. Wollte auch keinerlei verdächtige Berechtigungen. Sah auch für das kritische Auge einwandfrei aus, zumal die Icons wirklich dabei waren und gut aussahen.
 
@Bautz: ok, das ist natürlich mies dann, stimme ich dir zu. ABER! Alles richtig gemacht!
 
@Cosmic7110: Auch nicht nötig, SSD mit 250 GB eingebaut und fertig ist der Lack. Hab noch nicht gesehen das einfache Nutzung mehr benötigt hat. Selbst die Größten E-Mail Archive belegen hier nur 2-4 GB. Textdokumente a la LibreOffice oder Word sind auch nicht wirklich größer geworden in letzter Zeit. Das geht mit nem blligen Netbook super. Nerfig ist nur wenn die irgendwann selbst zu langsam für Lubuntu sind, dann muss was schnelleres her.
 
@MancusNemo: ähm... Speicher kostet nix mehr, die wenigsten nutzen Cloud dienste aus Speichergründen sondern viel mehr weil sie von überall drauf zugreifen könnten und das war auch eher der Grund warum ich es erwähnt hab.

Ich check grad nicht was du mir sagen willst.

EDIT: achso, auf die Geschw. bezogen. Naja mir sind sie zu träge und ich rede nur noch von Hardware mit Flashspeicher als Arbeitsplatte... wer sich noch klassische HDDs antut ist da wirklich selbst schuld.
 
@Cosmic7110: Die Cloud ist nicht nötig. SSDs sind mittlerweile billig genug. Umbau mit größerer SSD bei Netbooks mach ich selber! Da ist die heute schon geklaute cloud unnötig, unsicher und gefährlich.
 
@MancusNemo: ich gebs auf, weder die SSD ist das Problem noch die Cloud, zwei Geräte sind es und die vermeide ich mit so einem Lapdock
 
@Cosmic7110: Nö, Smartphone hat man sowieso dabei du dann das Lapdock ich halt ein Netbook mit mindestens 250 GB Speicher.
 
@MancusNemo: Achso, und deine Daten syncen sich über heiße Luft? oder mitm USB Kabel? ;)
 
@Cosmic7110: Im Lan über Kabel mit Syncthing. Das hat bisher immer gereicht. Ganz ohne Cloud.
 
@MancusNemo: Wenn das Display richtig gut ist, dann scheint mir der Preis schon in einer gewissen weise, "fast" gerechtfertigt zu sein.
Interessant ist es auch als Dock für ein Surface. Direkt eine Tastatur dabei ;D
 
@CodeZero1990: Yoa, in 99 % der Fälle haben die Bildschirme aber immer ein Problem. Spiegeln, zu dunkel, nicht Blickwinkelstabiel, hitzeprobleme und dadurch sich selbst zerstörend, obscure Auflösung, ungleichmäßige Hintergrundbeleuchtung und so weiter.
 
Alter Hut, sowas gabe es 2011 schon von Motorola als Zubehör für das Android Smartphone Atrix und Atrix HD. Das Lapdock (Name erklärt schon alles)
und HD Multimedia Dock an dem man einen Monitor (HDMI), Tastatur und Maus anschließen konnte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Motorola_Atrix

Dann hatte Microsoft für ihr Phone das auch schon mal am Start.

Und jetzt kommt ein Startup und meint für diesen Preis sowas an den Mann zu bringen.
 
@Hans-DieterD: oben steht afaik nicht, dass es das noch nicht gab, oder?
 
@nim: hat er ja auch nicht behauptet. Ihm gehts wohl ehr darum warum man das Rad neu erfinden muss wenn's das schonmal gab bzw. warum man Geld da rein investieren sollte.
 
@nim: >Laptop-Docks für Smartphones waren bisher meist eher behelfsmäßig zusammengeschusterte Konstrukte, doch die chinesische Firma Colorii will dies ändern.<

Naja irgendwie schon man könnte zumindest den ersten Satz genau so Deuten das es vorher nix gab.
Denn der ist so wie ihr ihn geschrieben habt einfach Falsch es gab wie Hans-DieterD schon sagte das Motorola was garantiert nicht Behelfsmäßig war.
Sind auch Heute bei Bastlern begehrt speziell in der RaspPi Scene.
Das was die Chinesen jetzt wollen klingt sehr Interessant da es Universal wäre sei es Smartphone, Stick PC, RasPi und co. wenn ich das richtig verstehe sogar auf USB Installierte Systeme sollen Funktionieren.
Das ganze ist vom Klang schon mehr wie ein Lapdock was bisher eigentlich wenig mehr wie ein großer Bildschirm mit Tastatur und Maus war.
Das Konzept jetzt würde ich fast schon als einen Laptop mit Features verstehen hoffentlich wird der UVP am Ende nicht zu Hoch.
 
@Hans-DieterD: Also mir fallen da in meinem direktem Umfeld 3 oder 4 ein die das Kaufen würden mich selbst würde es auch Interessieren.
Aber das Konzept klingt super ist wenn man auch einen Typ C nach innen legt um einen USB "Fest" zu Installieren gerade für Unterwegs wäre das top.
Es müsste ja auch einen HDMI In haben wenn man Stick PC bzw Kleinst Rechner anschließen können soll.
Wenn man das ganze nun nur als ein Lapdock wie das von Motorola sieht erscheint es schon eher Teuer aber da es selber gewisse Technik mitbringen muss um das alles zu können relativiert sich das meiner Meinung nach direkt.
Trotzdem wenn wir davon ausgehen das es verschiedenen Konfigurationen gibt sollte es nicht mehr wie 70 bis 150 Euro Kosten nach der Vielseitigkeit abgestuft.
 
@Hans-DieterD: In dem Atrix Lapdock war aber kein weiteres Mainboard eingearbeitet. Lediglich ein zusätzlicher Akku. Quasi Powerbank mit Tastatur und Monitor in einem Gehäuse. Wobei mir das Konzept sehr gut gefallen hat.
 
genau sowas hätte Microsoft für die Lumia 950 Reihe gebraucht...
 
@b.marco: Microsoft ist halt schwerfällig und unkreativ geworden.
 
Wie sieht es bei dem Lapdock mit Samsung DeX Unterstützung aus?
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