Forscher erschaffen Rekord-Magnet - und weg war das Labor
Rekord-Versuche in der Physik haben schon mehrfach in spektakulären Fehlschlägen geendet. Der jüngste Fall ist ein Experiment, bei dem japanische Wissenschaftler das stärkste Magnetfeld aller Zeiten erzeugen wollten - beziehungsweise dies auch schafften, wenn auch nur sehr kurzzeitig. Denn die dafür gebaute Maschine hielt den dabei entstandenen Kräften nicht einmal für Sekundenbruchteile stand.
Der Leiter des Forschungsteams von der Universität Tokio, Shojiro Takeyama, konnte mit seinen Leuten zwar letztlich nur noch auf einen Trümmerhaufen blicken, der einst das Labor war. Aber man hatte es geschafft: Das stärkste jemals von Menschen erzeugte Magnetfeld brachte es auf 1200 Tesla. Man hatte die Maschine allerdings lediglich für Feldstärken bis 700 Tesla konzipiert. Das war aber nicht unbedingt ein Fehler - das Problem besteht eher darin, dass selbst diese Werte außerhalb der meisten Erfahrungswerte liegen und man in diesem Bereich schlicht nicht besonders gut planen kann. Daher liefert selbst solch ein Experiment, das nach völliger Katastrophe aussieht, für Wissenschaftler wertvolle Erkenntnisse.
Die Erforschung so starker Magnetkräfte ist die Voraussetzung, um eines Tages vielleicht einmal einzelne Elektronen außerhalb ihrer natürlichen Umgebung studieren zu können, indem man die Elementarteilchen also aus einem Atom "herausreißt" und im Magnetfeld einschließt. Das könnte dann irgendwann zu einer neuartigen Elektronik führen oder auch helfen, Fusionskraftwerke zu bauen.
Der Leiter des Forschungsteams von der Universität Tokio, Shojiro Takeyama, konnte mit seinen Leuten zwar letztlich nur noch auf einen Trümmerhaufen blicken, der einst das Labor war. Aber man hatte es geschafft: Das stärkste jemals von Menschen erzeugte Magnetfeld brachte es auf 1200 Tesla. Man hatte die Maschine allerdings lediglich für Feldstärken bis 700 Tesla konzipiert. Das war aber nicht unbedingt ein Fehler - das Problem besteht eher darin, dass selbst diese Werte außerhalb der meisten Erfahrungswerte liegen und man in diesem Bereich schlicht nicht besonders gut planen kann. Daher liefert selbst solch ein Experiment, das nach völliger Katastrophe aussieht, für Wissenschaftler wertvolle Erkenntnisse.
MRT mal Hundert
Im Alltag begegnen uns sehr viel geringere Magnetkräfte. In Lautsprechern geht es mal bis zu 3 Tesla. Und in stärkeren Magnetresonanztomographen werden 12 Tesla erzeugt. Weiterhin zeigten andere Forscher vor einigen Jahren, das 16 Tesla ausreichen, um kleine Tiere wie beispielsweise Frösche schweben zu lassen - die Arbeit brachte ihnen immerhin den Ig-Nobelpreis ein. Die nun erzeugten 1200 Tesla sind also eine Feldstärke, die wirklich weit über allem liegt, womit umfangreichere Erfahrungen bestehen. Um dahin zu kommen, erzeugten die Forscher erst einmal ein lediglich 3,2 Tesla starkes Feld und ließen dieses von einer Phalanx an Kondensatoren und einer Energiemenge von 3,2 Megajoule komprimieren.Die Erforschung so starker Magnetkräfte ist die Voraussetzung, um eines Tages vielleicht einmal einzelne Elektronen außerhalb ihrer natürlichen Umgebung studieren zu können, indem man die Elementarteilchen also aus einem Atom "herausreißt" und im Magnetfeld einschließt. Das könnte dann irgendwann zu einer neuartigen Elektronik führen oder auch helfen, Fusionskraftwerke zu bauen.
Verwandte Videos
- Video von Blue Ghost: Erstmals wurde eine Mondlandung in HD gefilmt
- M Concept Neue Klasse: BMW zeigt Ausblick auf kommende M-Klasse
- Llano V12 Ultra: Ein Notebook-Lüfter für heiße Tage im Test
- Pixel 10 vs. iPhone 17e: Die beiden Budget-Premiumgeräte im Vergleich
- Geekom A7: Vielseitiger Mini-PC mit AMD-Ryzen-CPU im Test
Verwandte Tags