Deutschland-Portal geht online

Deutschland mit offizieller Adresse im Internet vertreten

Die Bundesrepublik hat seit Dienstag eine offizielle Adresse im Internet: Bundespräsident Johannes Rau schaltete im Berliner Schloss Bellevue das Deutschlandportal - die virtuelle Visitenkarte Deutschlands im World Wide Web - online. Unter der Domain "www.deutschland.de" besitzt die Bundesrepublik damit als einer von wenigen Staaten weltweit ein nichtkommerzielles, werbefreies und unabhängiges Landesportal.

Anfang mit Schwierigkeiten

Die moderne Technik sorgte beim Staatsoberhaupt allerdings für Anlaufschwierigkeiten. "Also, außer `Escape` darf ich alles drücken", stellte Rau nach kurzer Unschlüssigkeit fest, bevor er vor zahlreichen Gästen das Deutschlandportal startete, das Informationen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Staat, Tourismus, Sport und Kultur bereitstellt. Dazu gehören sowohl Datenbanken als auch Landkarten. Daneben gibt es Links zu Internetseiten von Bundesländern und Einrichtungen und sogar zum Live-Ticker der Fußball-Bundesliga.

Dem Projekt war ein fast zweijähriger Rechtsstreit um die Adresse "deutschland.de" vorausgegangen. Erst nach einem gerichtlichen Vergleich übertrug die Frankfurter Firma Medianet den von ihr belegten Namen an das Bundespresseamt.

Bis zu 2000 Links in fünf Sprachen

Das Portal, das in den fünf Sprachen deutsch, englisch, französisch, spanisch und russisch darstellbar ist, bietet eine repräsentative Sammlung von Links auf deutsche Internetangebote. Die Zahl der Links solle im Endstadium nicht über 2000 liegen, dabei solle die Aufnahme in das Deutschlandportal als Qualitätsmerkmal gelten. Die etwa eine halbe Milliarden Nutzer des globalen Netzes sollen die Chance bekommen, sich hier über Deutschland informieren können, meinte Rau bei der Eröffnungszeremonie.

Deutschland-Portal soll unabhängige Plattform sein

Nach Angaben von Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye soll das vom Bundespresseamt realisierte Portal unabhängig, werbefrei, nichtkommerziell und regierungsfern arbeiten. Das solle durch die Redaktion, das Betreiberkonsortium und den Portalbeirat erreicht werden. "www.deutschland.de" vermittle ein "wirklichkeitsgetreues" Bild der Bundesrepublik als "aufgeschlossenes und tolerantes" Land, sagte er weiter. Die Marke "deutschland.de - Das Deutschland-Portal" ist nach Angaben des Bundespresseamtes markenrechtlich geschützt und gelte fortan als Qualitätssiegel und Marketinginstrument für das In- und Ausland.

Betreiber von Deutschlands neuer Visitenkarte ist ein Zusammenschluss des Multimedia-Dienstleisters Ponton-Lab aus Hannover und der Frankfurter Telekom-Tochter T-Systems.

Quelle: elias.e, N24 NachrichtenRedaktion
(N24.de, dpa, ddp, AFP)





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