WPA-Datei unter XP
Trotz Microsofts beharrlichem Schweigen sind nicht nur die Vorgänge während des Aktivierungsprozesses entschlüsselt, die WPA-Routine von Windows XP RC 1 lässt sich zudem leicht austricksen.
Zur Aktivierung müssen Anwender einen aus mehreren Hardware-Komponenten und dem Product-Key ermittelten Installationscode an Microsoft übermitteln. Welche Informationen sich hinter diesem Code verbergen, verrät das Tool Xpdec der Berliner Firma Fully Licensed (www.licenturion.de).
Mit dem Befehl xpdec -i plus Installationscode listet das Programm zum Beispiel die dechiffrierten Hash-Werte der abgefragten Hardware-Komponenten auf. Mit der zehnteiligen Hardware-Abfrage will Microsoft die Windows-Installation personalisieren und Raubkopien verhindern, da bei mehr als drei Hash-Wert Änderungen erneut aktiviert werden soll. Die Beta 2 zeigte sich im PCpro-Labortest (siehe Ausgabe 812001, Seite 40) jedoch äußerst tolerant gegenüber Änderungen, und auch der Release Candidate 1 gestattet einige Umgehungen.
WPA auf Dateiebene
Im Rahmen des Aktivierungsprozesses ist vor allem die Datei wpa.dbl wichtig, die Windows im Verzeichnis c:win dowssystem32 anlegt und in der die Werte der Hardware-Registrierung verschlüsselt abgelegt sind. Das Programm wpabaln.exe zeichnet lediglich für die eingeblendeten Sprechblasen zur Erinnerung an die Aktivierung verantwortlich. Der Aktivierungsprozess selbst wird dann mit msoobe.exe gestartet.
Die wpa.dbl eines nicht aktivierten Windows XP RCI ist bei den Tests im PCpro Labor stets 3 KByte groß. Nach der Aktivierung wächst die Datei dann meist auf 13 KByte. Kleinere Abweichungen toleriert die WPA jedoch. Windows XP setzt die Datei auf 3 KByte und den inaktiven Zustand zurück, wenn sich mehr als drei der ermittelten Hash-Werte ändern. Wird die aktivierte wpa.dbl aber auf einer Diskette gespeichert, kann Windows XP bei einer erneuten Installation auf dem selben System immer wieder inoffiziell aktiviert werden, indem die unter c: windowssystern32 vorhandene wpa.dbl durch jene von der Diskette ersetzt wird. Auf einem Rechner, der über andere Komponenten verfügt, funktioniert diese wpa.dbl zwar nicht, doch scheint es nur eine Frage der Zeit, bis im Internet zahl reiche Dateiversionen für unterschiedlich konfigurierte Systeme erhältlich sind. Hardware-Werte selbst bestimmen Darüber hinaus ist auch die Hardware Abfrage auszutricksen: Die Volumen- Nummer des Systems und die MAC- Adresse der Netzwerkkarte lassen sich mit Hilfe des Tools Volume ID (www.systernals.com) und des Netzkarten-Treibers anpassen. Die Seriennummer des Prozessors kann im Bios abgeschaltet werden. Die Werte für Grafikkarte, IDE-Control1er und SCSI-Host-Adapter werden durch die Konfigurierung des Rechners als Notebook mit Docking-Station hinfällig. Denn ist der Rechner als Docking-Station ausgewiesen, verzichtet Windows, auf die Ermittlung dieser drei Werte. Übrig bleiben die vier Werte für Festplatte, CD-ROM, CPU-Modell und Größe des Arbeitsspeichers. Bliebe also RAM-Wert der gleiche, könnten alle anderen Komponenten des Rechnersystems ausgetauscht werden, ohne eine neue Aktivierung zu erzwingen.
Die im PCpro-Labor ermittelte Toleranz der Beta 2 bestätigt sich auch hier:
Zu Testzwecken wird Windows XP RC1 auf zwei unterschiedlichen Rechnern wiederholt problemlos installiert. Selbst nach insgesamt zwölfmaligem Löschen der wpa.dbl funktioniert die Online-Aktivierung einwandfrei. Und falls es einmal nicht funktioniert, existiert ja noch die schon aktive wpa.dbl auf Dis kette. Die rechtliche Frage solchen Handelns ist jedoch zur Zeit noch ungelöst.
Microsoft bleibt dabei, XP in der Final- Version nur mit WPA auszuliefern. Kurz vor Redaktionsschluss erklärt ein Microsoft-Sprecher, dass die WPA-Routine überarbeitet wird. Zudem will Microsoft Anwendern, die häufig ihre Hardware wechseln, eine flexiblere Handhabung der WPA zugestehen. Die Final-Version soll nach aktuellen Plänen statt drei immerhin vier Flash-Wert-Änderungen verkraften, ohne eine neue Aktivierung zu fordern. Mit der beschriebenen Konfiguration der Hardware wäre dann jeder Anwender in der Lage, die WPA auszutricksen selbst ohne rechtliche Probleme befürchten zu müssen.
Quelle: PC-Professional
Vielen Dank an unseren User Bull88 für den Artikel!!
Zur Aktivierung müssen Anwender einen aus mehreren Hardware-Komponenten und dem Product-Key ermittelten Installationscode an Microsoft übermitteln. Welche Informationen sich hinter diesem Code verbergen, verrät das Tool Xpdec der Berliner Firma Fully Licensed (www.licenturion.de).
Mit dem Befehl xpdec -i plus Installationscode listet das Programm zum Beispiel die dechiffrierten Hash-Werte der abgefragten Hardware-Komponenten auf. Mit der zehnteiligen Hardware-Abfrage will Microsoft die Windows-Installation personalisieren und Raubkopien verhindern, da bei mehr als drei Hash-Wert Änderungen erneut aktiviert werden soll. Die Beta 2 zeigte sich im PCpro-Labortest (siehe Ausgabe 812001, Seite 40) jedoch äußerst tolerant gegenüber Änderungen, und auch der Release Candidate 1 gestattet einige Umgehungen.
WPA auf Dateiebene
Im Rahmen des Aktivierungsprozesses ist vor allem die Datei wpa.dbl wichtig, die Windows im Verzeichnis c:win dowssystem32 anlegt und in der die Werte der Hardware-Registrierung verschlüsselt abgelegt sind. Das Programm wpabaln.exe zeichnet lediglich für die eingeblendeten Sprechblasen zur Erinnerung an die Aktivierung verantwortlich. Der Aktivierungsprozess selbst wird dann mit msoobe.exe gestartet.
Die wpa.dbl eines nicht aktivierten Windows XP RCI ist bei den Tests im PCpro Labor stets 3 KByte groß. Nach der Aktivierung wächst die Datei dann meist auf 13 KByte. Kleinere Abweichungen toleriert die WPA jedoch. Windows XP setzt die Datei auf 3 KByte und den inaktiven Zustand zurück, wenn sich mehr als drei der ermittelten Hash-Werte ändern. Wird die aktivierte wpa.dbl aber auf einer Diskette gespeichert, kann Windows XP bei einer erneuten Installation auf dem selben System immer wieder inoffiziell aktiviert werden, indem die unter c: windowssystern32 vorhandene wpa.dbl durch jene von der Diskette ersetzt wird. Auf einem Rechner, der über andere Komponenten verfügt, funktioniert diese wpa.dbl zwar nicht, doch scheint es nur eine Frage der Zeit, bis im Internet zahl reiche Dateiversionen für unterschiedlich konfigurierte Systeme erhältlich sind. Hardware-Werte selbst bestimmen Darüber hinaus ist auch die Hardware Abfrage auszutricksen: Die Volumen- Nummer des Systems und die MAC- Adresse der Netzwerkkarte lassen sich mit Hilfe des Tools Volume ID (www.systernals.com) und des Netzkarten-Treibers anpassen. Die Seriennummer des Prozessors kann im Bios abgeschaltet werden. Die Werte für Grafikkarte, IDE-Control1er und SCSI-Host-Adapter werden durch die Konfigurierung des Rechners als Notebook mit Docking-Station hinfällig. Denn ist der Rechner als Docking-Station ausgewiesen, verzichtet Windows, auf die Ermittlung dieser drei Werte. Übrig bleiben die vier Werte für Festplatte, CD-ROM, CPU-Modell und Größe des Arbeitsspeichers. Bliebe also RAM-Wert der gleiche, könnten alle anderen Komponenten des Rechnersystems ausgetauscht werden, ohne eine neue Aktivierung zu erzwingen.
Die im PCpro-Labor ermittelte Toleranz der Beta 2 bestätigt sich auch hier:
Zu Testzwecken wird Windows XP RC1 auf zwei unterschiedlichen Rechnern wiederholt problemlos installiert. Selbst nach insgesamt zwölfmaligem Löschen der wpa.dbl funktioniert die Online-Aktivierung einwandfrei. Und falls es einmal nicht funktioniert, existiert ja noch die schon aktive wpa.dbl auf Dis kette. Die rechtliche Frage solchen Handelns ist jedoch zur Zeit noch ungelöst.
Microsoft bleibt dabei, XP in der Final- Version nur mit WPA auszuliefern. Kurz vor Redaktionsschluss erklärt ein Microsoft-Sprecher, dass die WPA-Routine überarbeitet wird. Zudem will Microsoft Anwendern, die häufig ihre Hardware wechseln, eine flexiblere Handhabung der WPA zugestehen. Die Final-Version soll nach aktuellen Plänen statt drei immerhin vier Flash-Wert-Änderungen verkraften, ohne eine neue Aktivierung zu fordern. Mit der beschriebenen Konfiguration der Hardware wäre dann jeder Anwender in der Lage, die WPA auszutricksen selbst ohne rechtliche Probleme befürchten zu müssen.
Quelle: PC-Professional
Vielen Dank an unseren User Bull88 für den Artikel!!
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