- 16.06.26
- 15:04
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Nach rassistischen Pogromen: Elon Musk will das ZDF verklagen
@topsi.kret: Was du persönlich für richtig hältst, ist am Ende deine Meinung. Die darfst du natürlich haben. Aber sie anderen aufzwingen zu wollen, macht die eigene Position nicht automatisch richtiger.
Das Verrückte an der aktuellen politischen Lage in Deutschland ist aus meiner Sicht, dass die AfD gar nicht so viel richtig machen muss. Viele Wähler haben einfach das Gefühl, dass die etablierten Parteien zu wenig liefern oder an den eigentlichen Problemen der Menschen vorbeireden. Deshalb wandern Stimmen ab, mal zur AfD, mal zu anderen Parteien.
Als neutraler Beobachter wirkt es oft so, als würden Politik und Bevölkerung bei manchen Themen aneinander vorbeireden. Die Umfragen zeigen seit Jahren, dass viele Menschen bei Themen wie Migration, Sicherheit, Wirtschaft oder Energiepolitik einen anderen Kurs wollen. Gleichzeitig haben viele Wähler den Eindruck, dass ihre Sorgen entweder nicht ernst genommen oder sofort in eine politische Ecke gestellt werden.
Am Ende ist das wahrscheinlich weniger eine Geschichte über die AfD als vielmehr eine über das Vertrauen in die etablierten Parteien. Wenn die Menschen mit der Politik zufrieden wären, hätten Protestparteien deutlich weniger Zulauf. Die Wähler ändern sich nicht plötzlich über Nacht oft ist es eher eine Reaktion auf das, was sie von der Politik wahrnehmen.
Und wenn jemand jahrelang eine Partei aus der politischen Mitte gewählt hat, aber das Gefühl bekommt, dass diese seine Positionen nicht mehr vertritt, sucht er sich irgendwann eine Alternative. Ob man das gut findet oder nicht, spielt dabei erst einmal keine Rolle. Wer verstehen will, warum Menschen anders wählen als früher, muss sich die Ursachen anschauen und nicht nur das Wahlergebnis.
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@topsi.kret: Im Grunde wirkt dein ganzer Kommentar auf mich nicht wirklich objektiv, sondern eher abwertend gegenüber Menschen, die eine Partei wählen, die dir persönlich nicht gefällt. So kommt es zumindest bei mir an.
Mein Punkt ist gar nicht, die AfD zu verteidigen. Ich finde nur, dass man nicht ständig mit dem Finger auf die Wähler zeigen sollte. In einer Demokratie wählen Menschen nun mal die Partei, von der sie sich am ehesten vertreten fühlen.
Statt die Wähler pauschal als das Problem darzustellen, sollte man vielleicht eher die Politik in die Verantwortung nehmen. Wenn Millionen Menschen über Jahre hinweg ihr Wahlverhalten ändern, dann passiert das meistens nicht grundlos. Gut hier waren es jetzt paar Monate.
Und offenbar sind aktuell viele Menschen der Meinung, ihren Unmut über die politische Entwicklung durch die Wahl der AfD auszudrücken. Das muss man nicht gut finden, aber man sollte versuchen zu verstehen, warum das passiert, statt jeden Wähler sofort in eine bestimmte Ecke zu stellen.
Idealerweise würden die Menschen ihren Unmut natürlich durch friedliche Demonstrationen, politische Beteiligung und öffentliche Debatten zum Ausdruck bringen. Aber solange viele das Gefühl haben, dass ihre Anliegen von den etablierten Parteien nicht gehört werden, werden sie weiterhin nach Alternativen suchen und genau das sieht man derzeit an den Wahlergebnissen.
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@jo-007: Na ja, die AfD direkt mit der NSDAP zu vergleichen, halte ich schon für etwas übertrieben. Die NSDAP hatte in ihren Anfangsjahren durchaus auch Strömungen, die man heute teilweise als sozialistisch oder antikapitalistisch links bezeichnen würde.
Das berühmte 25-Punkte-Programm von 1920 enthielt beispielsweise Forderungen wie Gewinnbeteiligungen, die Bekämpfung von Großkapital oder die Verstaatlichung bestimmter Wirtschaftsbereiche. Dinge, die heute viele eher auf der linken Seite des politischen Spektrums verorten würden.
Dazu kamen Leute wie die Strasser-Brüder, die innerhalb der Partei einen deutlich stärkeren antikapitalistischen Kurs vertreten haben. Das macht die NSDAP natürlich nicht zu einer linken Partei, zeigt aber, dass die Geschichte etwas komplizierter ist, als es oft dargestellt wird.
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@topsi.kret: Was du persönlich für richtig hältst, ist am Ende deine Meinung. Die darfst du natürlich haben. Aber sie anderen aufzwingen zu wollen, macht die eigene Position nicht automatisch richtiger.
Das Verrückte an der aktuellen politischen Lage in Deutschland ist aus meiner Sicht, dass die AfD gar nicht so viel richtig machen muss. Viele Wähler haben einfach das Gefühl, dass die etablierten Parteien zu wenig liefern oder an den eigentlichen Problemen der Menschen vorbeireden. Deshalb wandern Stimmen ab, mal zur AfD, mal zu anderen Parteien.
Als neutraler Beobachter wirkt es oft so, als würden Politik und Bevölkerung bei manchen Themen aneinander vorbeireden. Die Umfragen zeigen seit Jahren, dass viele Menschen bei Themen wie Migration, Sicherheit, Wirtschaft oder Energiepolitik einen anderen Kurs wollen. Gleichzeitig haben viele Wähler den Eindruck, dass ihre Sorgen entweder nicht ernst genommen oder sofort in eine politische Ecke gestellt werden.
Am Ende ist das wahrscheinlich weniger eine Geschichte über die AfD als vielmehr eine über das Vertrauen in die etablierten Parteien. Wenn die Menschen mit der Politik zufrieden wären, hätten Protestparteien deutlich weniger Zulauf. Die Wähler ändern sich nicht plötzlich über Nacht oft ist es eher eine Reaktion auf das, was sie von der Politik wahrnehmen.
Und wenn jemand jahrelang eine Partei aus der politischen Mitte gewählt hat, aber das Gefühl bekommt, dass diese seine Positionen nicht mehr vertritt, sucht er sich irgendwann eine Alternative. Ob man das gut findet oder nicht, spielt dabei erst einmal keine Rolle. Wer verstehen will, warum Menschen anders wählen als früher, muss sich die Ursachen anschauen und nicht nur das Wahlergebnis.
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@Superia: Richtig. Das Problem vieler Diskussionen hier ist dieses Schubladendenken: rechts gegen links, gut gegen böse. Das mag aufgrund der deutschen Geschichte verständlich sein, aber andere Länder ticken oft anders und haben andere politische Konfliktlinien.
Und was viele vergessen: Ein großer Teil der Briten blickt durchaus nostalgisch auf die Zeit zurück, als Großbritannien noch eine Weltmacht mit einem riesigen Empire war. Natürlich gilt das nicht für alle, aber dieses Denken ist in großen Teilen der Gesellschaft durchaus noch vorhanden.
Ob das manchen hier gefällt oder nicht, spielt für die Leute vor Ort oft keine Rolle. Die schauen eher darauf, was sie als ihre nationalen Interessen sehen, und nicht darauf, wie ihre Positionen im Ausland bewertet werden.
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@Superia: Ah, das geht dort schon seit Jahren und hat nicht erst jetzt angefangen. Der Brexit war für viele der erste große Wendepunkt. Ein wichtiger Teil der Brexit-Kampagne war die Kontrolle der Einwanderung, und genau damit wurden viele Wähler abgeholt. Die Britten wollten keine EU Bürger (Polen, Rumänen...) mehr in Ihrem Land haben.
Die aktuelle Debatte dreht sich vor allem um die Migration über den Ärmelkanal und die Integration von Zuwanderern. Dadurch hat sich die Stimmung im großen Teilen der Bevölkerung weiter aufgeheizt.
Gleichzeitig haben sich Gruppen rund um Tommy Robinson in den letzten Jahren deutlich vergrößert und können mittlerweile große Menschenmengen mobilisieren. z.B. Letztes Jahr im August, wo eine Million Menschen in London auf der Straße waren. Das zeigt, dass es in Großbritannien ein erhebliches Protestpotenzial gibt, das man nicht unterschätzen sollte.
Dazu kommt, dass die Regierungen der letzten Jahre viele Probleme nicht überzeugend gelöst haben. Großbritannien kämpft mit Wohnungsmangel, steigenden Lebenshaltungskosten und Obdachlosigkeit. Wenn gleichzeitig Migranten in Hotels untergebracht werden, sorgt das bei vielen Menschen für Unmut, unabhängig davon, wie man politisch dazu steht.
Auch Themen wie Gewaltkriminalität, Messerangriffe oder einzelne schwere Straftaten werden in der öffentlichen Debatte stark wahrgenommen. Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Politik ihre Sorgen nicht ernst nimmt. Wenn dann Personen wie Tommy Robinson diese Themen aufgreifen, sieht man die Folgen auf der Straße und später in den Nachrichten.
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@insert.name.here: Kein Ding. Kleiner Nachtrag noch: Es verwundert eigentlich niemanden, dass es ausgerechnet in Nordirland schneller Eskaliert ist.
Nordirland hat innerhalb des Vereinigten Königreichs historisch eine besondere Stellung. Die Sicherheitslage und auch der Umgang der Behörden mit bestimmten Situationen unterscheiden sich teilweise sehr von anderen Teilen Großbritanniens, was natürlich mit der Geschichte des Landes zusammenhängt.
Die Zeiten der IRA und der sogenannten "Troubles“ sind zwar lange vorbei, und die Lage hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv verbessert. Trotzdem sind die politischen und gesellschaftlichen Spannungen zwischen den verschiedenen Lagern nicht komplett verschwunden.
Von einem großen Aufstand sind wir heute weit entfernt, aber wer die Region kennt, weiß, dass unter der Oberfläche an manchen Stellen noch immer Konfliktpotenzial vorhanden ist. Deshalb werden Entwicklungen dort oft deutlich sensibler betrachtet als in vielen anderen Teilen des Vereinigten Königreichs.
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@insert.name.here: Hier geht es nicht um den Film, in UK nehmen sie The Purge wörtlich. Egal ob Engländer, Irren, Schotten oder Walieser. Sie wollen das gesamte Königreich wort wörtlich säubern. Ich bin Schotte und bekomme einiges mit was hier im TV nicht gezeigt wird und kenne die Stimmung auf den Inseln.
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@Superia: Einfach mal nach Dublin googeln. Seit dem Vorfall, bei dem ein Somalier auf offener Straße jemanden mit einem Messer den Kopf abschneiden wollte, ist die Stimmung dort komplett gekippt. Es geht längst nicht mehr nur um Proteste. Teilweise werden Menschen aus ihren Häusern vertrieben, Häuser, Autos und Geschäfte angezündet. Es werden sogar Straßensperren errichtet und Autos kontrolliert, um nach Migranten zu suchen.
In Irland und auch in Teilen Großbritanniens ist die Stimmung inzwischen deutlich aufgeheizter als viele hier wahrhaben wollen. Mit ein paar "Omas gegen Rechts“-Demos bekommt man diese Probleme jedenfalls nicht mehr gelöst.
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@ckahle: The Purge?
Nach rassistischen Pogromen: Elon Musk will das ZDF verklagen
@Desoxyribonuklein: Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich hoffe, Musk verklagt das ZDF. Vielleicht fangen sie dann mal wieder an, vernünftigen Journalismus zu machen und sauber zu recherchieren. Wie du schon sagst: Es war nicht das erste Mal. Wenn das ZDF dafür nicht mal ordentlich Gegenwind bekommt, werden sie es auch in Zukunft nicht anders machen.
In der Hinsicht ist das ZDF für mich ehrlich gesagt nicht viel besser als Nius. Am Ende sollte für alle Medien das Gleiche gelten: Fakten prüfen, sauber recherchieren und fair berichten.