- 13.10.26
- 08:27
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Alle wollen schnelles Internet, aber nicht unbedingt Glasfaser
Wenn man diesen Artikel und die dazugehörige Kommentarseite liest, greift die Debatte mal wieder viel zu kurz. Viele klammern sich hierzulande nicht nur aus reiner Bequemlichkeit an ihr altes VDSL, sondern hängen genauso starr im DOCSIS-Kabelnetz fest. Solange da noch ein paarhundert Megabit durchs Koaxialkabel rauschen, wird das Problem verdrängt – völlig verkannt, dass DOCSIS im Upload extrem limitiert ist und bei starker Auslastung im Segment regelmäßig einknickt.
​Wer – so wie ich – nach einer etwas längeren Ausbauphase inzwischen echtes Glasfaser im Haus hat, kann über dieses Zögern nur mit dem Kopf schütteln. Der Betrieb läuft absolut stabil, störungsfrei und zukunftssicher.
​Dass der Ausbau hier oft so schleppend läuft, liegt aber nicht nur an den Bürgern, sondern vor allem an der Politik. Hier ist die Politik massiv in der Pflicht, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, statt den Markt unkoordiniert wurschteln zu lassen. Ein Blick über den Tellerrand nach Spanien zeigt doch, wie es richtig geht: Dort hat man die Zeichen der Zeit längst erkannt, das komplette alte Kupfernetz konsequent abgeschaltet und flächendeckend auf Glasfaser gesetzt.
​Zudem wird völlig unterschätzt, was das alte Netz im Unterhalt kostet. Die gigantischen Wartungs- und Energiekosten für all die aktiven Kupfer- und Koaxial-Verteilerkästen im Straßenbild fressen langfristig Summen auf, die bei einer passiven Glasfaserinfrastruktur im Bruchteil liegen. Wer jetzt aus Angst vor Baustellen oder falscher Technik-Treue (VDSL/DOCSIS) auf die Bremse tritt, schadet der Digitalisierung und zahlt am Ende doppelt.
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Alle wollen schnelles Internet, aber nicht unbedingt Glasfaser
Wenn man diesen Artikel und die dazugehörige Kommentarseite liest, greift die Debatte mal wieder viel zu kurz. Viele klammern sich hierzulande nicht nur aus reiner Bequemlichkeit an ihr altes VDSL, sondern hängen genauso starr im DOCSIS-Kabelnetz fest. Solange da noch ein paarhundert Megabit durchs Koaxialkabel rauschen, wird das Problem verdrängt – völlig verkannt, dass DOCSIS im Upload extrem limitiert ist und bei starker Auslastung im Segment regelmäßig einknickt.
​Wer – so wie ich – nach einer etwas längeren Ausbauphase inzwischen echtes Glasfaser im Haus hat, kann über dieses Zögern nur mit dem Kopf schütteln. Der Betrieb läuft absolut stabil, störungsfrei und zukunftssicher.
​Dass der Ausbau hier oft so schleppend läuft, liegt aber nicht nur an den Bürgern, sondern vor allem an der Politik. Hier ist die Politik massiv in der Pflicht, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, statt den Markt unkoordiniert wurschteln zu lassen. Ein Blick über den Tellerrand nach Spanien zeigt doch, wie es richtig geht: Dort hat man die Zeichen der Zeit längst erkannt, das komplette alte Kupfernetz konsequent abgeschaltet und flächendeckend auf Glasfaser gesetzt.
​Zudem wird völlig unterschätzt, was das alte Netz im Unterhalt kostet. Die gigantischen Wartungs- und Energiekosten für all die aktiven Kupfer- und Koaxial-Verteilerkästen im Straßenbild fressen langfristig Summen auf, die bei einer passiven Glasfaserinfrastruktur im Bruchteil liegen. Wer jetzt aus Angst vor Baustellen oder falscher Technik-Treue (VDSL/DOCSIS) auf die Bremse tritt, schadet der Digitalisierung und zahlt am Ende doppelt.