- 12.01.26
- 13:10
- Artikel
-
+6-4
GameStop schließt Hunderte Shops, damit CEO Milliarden erhalten kann
Ich habe mich in dieser Witz-Seite extra angemeldet um diesen News Beitrag mal zu entkräften. Der ist nämlich ein absoluter Witz und klares Framing.
Die Überschrift suggeriert, GameStop schließe Filialen, damit Ryan Cohen Milliarden kassiert. Das ist sachlich falsch. Cohen bekommt gar nichts, wenn GameStop nicht erst eine Marktkapitalisierung von mindestens 20 Mrd. USD und 2 Mrd. USD kumulatives EBITDA erreicht. Keine Basisvergütung, kein Bonus, kein "goldener Fallschirm". Das wird im Text zwar erwähnt, aber bewusst klein gehalten, weil es nicht ins Narrativ passt.
Filialschließungen werden hier als moralisches Versagen dargestellt, obwohl genau dieser Schritt seit Jahren von Analysten gefordert wurde. GameStop schließt nicht "gut laufende Läden aus Gier", sondern kappt ein überdimensioniertes Filialnetz, das aus einer anderen Konsolengeneration stammt. Amazon, Best Buy, MediaMarkt, sogar Apple haben ähnliche Schritte gemacht - nur ohne empörte Schlagzeilen.
Völlig unterschlagen wird, dass GameStop inzwischen profitabel, schuldenfrei und mit einer massiven Kriegskasse ausgestattet ist. Gleichzeitig wachsen neue Geschäftsbereiche: Collectibles, TCG, Powerpacks, PSA-Kooperation, digitale Handelsmodelle. Dass diese noch nicht einzeln ausgewiesen werden (Stichwort JV, NDA, Beta-Phase), ist betriebswirtschaftlicher Standard - kein Beweis für "Austrocknung".
Besonders auffällig ist, wie zwanghaft am Narrativ des "sterbenden physischen Spielehandels" festgehalten wird, während gleichzeitig ignoriert wird, dass GameStop sich längst strategisch neu positioniert. Es geht nicht mehr um Discs, sondern um Plattform, Inventory, Zertifizierung, Handel und Kapitalallokation. Wer das nicht sehen will, will es nicht sehen.
Kurz gesagt:
Das ist kein kritischer Journalismus, sondern eine emotional aufgeladene Story, die Kostensenkung als Gier, erfolgsabhängige Vergütung als Selbstbereicherung und Transformation als Niedergang verkauft. Wer genauer hinschaut, merkt schnell: Das eigentliche Problem ist nicht GameStops Strategie - sondern dass sie nicht ins alte Bild passt.
Kommentare
1
Kommentare
geschrieben
3
Antworten
erhalten
6
Likes
erhalten
GameStop schließt Hunderte Shops, damit CEO Milliarden erhalten kann
Ich habe mich in dieser Witz-Seite extra angemeldet um diesen News Beitrag mal zu entkräften. Der ist nämlich ein absoluter Witz und klares Framing.
Die Überschrift suggeriert, GameStop schließe Filialen, damit Ryan Cohen Milliarden kassiert. Das ist sachlich falsch. Cohen bekommt gar nichts, wenn GameStop nicht erst eine Marktkapitalisierung von mindestens 20 Mrd. USD und 2 Mrd. USD kumulatives EBITDA erreicht. Keine Basisvergütung, kein Bonus, kein "goldener Fallschirm". Das wird im Text zwar erwähnt, aber bewusst klein gehalten, weil es nicht ins Narrativ passt.
Filialschließungen werden hier als moralisches Versagen dargestellt, obwohl genau dieser Schritt seit Jahren von Analysten gefordert wurde. GameStop schließt nicht "gut laufende Läden aus Gier", sondern kappt ein überdimensioniertes Filialnetz, das aus einer anderen Konsolengeneration stammt. Amazon, Best Buy, MediaMarkt, sogar Apple haben ähnliche Schritte gemacht - nur ohne empörte Schlagzeilen.
Völlig unterschlagen wird, dass GameStop inzwischen profitabel, schuldenfrei und mit einer massiven Kriegskasse ausgestattet ist. Gleichzeitig wachsen neue Geschäftsbereiche: Collectibles, TCG, Powerpacks, PSA-Kooperation, digitale Handelsmodelle. Dass diese noch nicht einzeln ausgewiesen werden (Stichwort JV, NDA, Beta-Phase), ist betriebswirtschaftlicher Standard - kein Beweis für "Austrocknung".
Besonders auffällig ist, wie zwanghaft am Narrativ des "sterbenden physischen Spielehandels" festgehalten wird, während gleichzeitig ignoriert wird, dass GameStop sich längst strategisch neu positioniert. Es geht nicht mehr um Discs, sondern um Plattform, Inventory, Zertifizierung, Handel und Kapitalallokation. Wer das nicht sehen will, will es nicht sehen.
Kurz gesagt:
Das ist kein kritischer Journalismus, sondern eine emotional aufgeladene Story, die Kostensenkung als Gier, erfolgsabhängige Vergütung als Selbstbereicherung und Transformation als Niedergang verkauft. Wer genauer hinschaut, merkt schnell: Das eigentliche Problem ist nicht GameStops Strategie - sondern dass sie nicht ins alte Bild passt.