RAM-Klage gegen Corsair: Millionenstrafe wegen irreführender Werbung
@ZombWhat?
Wenn ich RAM mit XMP 7.000 kaufe, dann kann der RAM auch 7.000. Der ist dafür selektiert, getestet und zertifiziert.
Wenn der gleiche RAM das im realen Betrieb nicht schafft, dann liegt das zu 100% nicht am RAM.
Entweder liegt es am Memory Controller (was an sich ok ist, weil der nunmal von Intel z.B. für DDR5/5.600 spezifiziert ist, muss der auch nicht mehr können).
Oder es liegt am Mainboard (was auch ok ist, weil die Dinger grundsätzlich erstmal nach den Intel Specs für den MemController gebaut werden).
Für das Endergebniss ist das XMP deshalb erstmal egal, entscheidend sind die Intel Specs vom MemController, der ist integraler Bestandteil der CPU, konkret vom SystemAgent (aka I/O-Hub).
Wenn der MemController DRR5/5.600 spezifiert ist, dann schafft das System mit passendem RAM auch DDR5 5.600.
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@Zombiez:
"JEDEC Profile gehen bis 6400"
Ne, tun sie nicht:
DDR5-8800 4.400 MHz 8.800 MT/s 62-62-62 14,09 ns 70,4 GB/s
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@Zombiez: Wofür brauchst du denn ein Datenblatt? Das ist JEDEC👀.
Also konkret beziehen sich ja JEDEC default settings immer @4.800MT/s, also zumindest alle laufzeitabhängigen und laufzeitkritischen Parameter. Für jeden anderen DRAM-Takt muss man die modifizieren. XMP ist die Liste dieser Modifikationen. Ein Beispiel:
>Parameter (activate) "tRRD"=7.5ns (JEDEC/never exceed)
>"tRRD"_JEDEC default (@4.800MT/s)=4 cycles=7.5ns
>"tRRD"_XMP setting (@8.600MT/s)=8 cycles=7.5ns.
Zusatzbemerkung: das XMP ist dem DRAM-Controller (und dem ganzen Rest inkl. Runtime) komplett egal...die Timings und Subtimings werden komplett auf den RAM-chips ausgeführt. Für den DRAM-Controller existiert nur eins: nämlich der Takt von seinem Punkt-zu-Punkt Interface, also 1/2 DRAM-clck. Ist der zu hoch, bricht die Signalintegrität zusammen...genau das ist es was bei den Leuten passiert, wo angeblich das XMP nicht funzt. Deshalb ist auch völlig sinnlos, dann an den Timings rumzufuhrwerken...es bringt ganz einfach nichts. Ausserdem:
wenn man ein XMP modifiziert, ist es kein XMP mehr...weil es dann mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht mehr den JEDEC-Specs entspricht.
Eins noch: XMP's sind (neben JEDEC default @4.800MT/s)
für genau einen einzigen JEDEC-konformen
DRAM/Controller-Takt spezifiert [failsave] (z.B. XMP 7.200MT/s).
Das heisst: XMP funktioniert immer...mit einer Ausnahme:
wenn bei bei einem DIMM tatsächlich XMP nicht funktioniert, dann ist der RAM per definition defekt. Aber dann funktionieren logischer Weise auch die JEDEC default settings nicht.
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@Zombiez:
Ah jetzt verstehe ich, was du meinst. Da hast du zwar Recht, aber warum sollte man sowas tun?
Also RAM-OC ist ja keine Kleinigkeit, sondern (der DMA-Funktionalität geschuldet) ein potentieller Systemkiller. Da stopfe ich doch nicht auf gut Glück ein paar DIMM's in den Rechenknecht und schaue, was passiert.
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@ZombWhat?
Wenn ich RAM mit XMP 7.000 kaufe, dann kann der RAM auch 7.000. Der ist dafür selektiert, getestet und zertifiziert.
Wenn der gleiche RAM das im realen Betrieb nicht schafft, dann liegt das zu 100% nicht am RAM.
Entweder liegt es am Memory Controller (was an sich ok ist, weil der nunmal von Intel z.B. für DDR5/5.600 spezifiziert ist, muss der auch nicht mehr können).
Oder es liegt am Mainboard (was auch ok ist, weil die Dinger grundsätzlich erstmal nach den Intel Specs für den MemController gebaut werden).
Für das Endergebniss ist das XMP deshalb erstmal egal, entscheidend sind die Intel Specs vom MemController, der ist integraler Bestandteil der CPU, konkret vom SystemAgent (aka I/O-Hub).
Wenn der MemController DRR5/5.600 spezifiert ist, dann schafft das System mit passendem RAM auch DDR5 5.600.
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@mgbd0001: Das liegt dann aber nicht am XMP oder an irgendwelchen "Phantasie-Mhz", sondern an den Systemen, die du deinen Kunden zusammenstellst. Oder die du für den Betrieb mit XMP nicht korrekt konfigurierst. Wenn du Computer baust sollte dir eigentlich klar sein, dass man für Overclocking (nichts Anderes is XMP) auch die passenden Komponenten verbauen sollte. Weiterhin sollte dir klar sein: XMP heisst eben nicht "dein PC kann das". XMP heisst "dieser RAM kann das"...und zwar dann, wenn die restlichen Komponenten das auch können. Und natürlich müssen dafür eben auch die UEFI-Settings passen.
Bei mir (13.900KF (OC), ASUS Z790 Gaming Wifi) läuft GSKILL Trident Z5 (XMP 7.200) @DDR5_7.400/CL34 bei 1.25V SysAgent...das ganze läuft auch im MemTest 24h stabil und ohne Fehler.
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?Bei RaptorLake/refresh sind die Intel Specs für den DRAM-Controller DDR5/5.600.
Alles drüber (also natürlich auch XMP's) ist OC und damit (was den Mem-Controller angeht) out of Specs. Das heisst logischer Weise, dass für einen stabilen Betrieb ggf. zumindest die System Agent Voltage manuell angepasst werden muss.
Ich habe (auf guten Boards) noch keinen Raptor/refresh gesehen, der bei 1.2V(+) SysAgent nicht mindestens DDR5/7.200 geschafft hat.
ABER: am Ende ist das eigentlich egal. Weil sich XMP's nunmal ausschliesslich als Spezifikation für die RAM-Module verstehen und nicht für ein reales (und ggf. nicht dafür optimiertes) System. Die Hersteller garantieren damit nur, dass ihre RAM-Module garantiert mit den XMP-Specs getestet sind und damit stabil laufen.