captmcneil

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  • 22.08.24
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Black Myth: Wukong - Macher wollen keine "feministische Propaganda"

@Lofi007: Das Argument mit dem Frauenhass halte ich auch für eine hilflose Behauptung von Leuten, die ihre Schubladen nicht zukriegen und nicht verstehen wollen, worum es geht.

Das Problem ist das Writing, nicht das Geschlecht oder die Hautfarbe Darsteller. Die Schreiber von Clone Wars hatten das Glück, weitgehend machen zu können, was sie wollten, und Ahsoka ist - weiblich und nicht-weiß - eine der beliebtesten Disney-Charaktere der letzten 20 Jahre geworden. Finn ist schwarz, und die Kritik an der Figur liegt ja nicht darin, sondern dass diese Figur immenses Potenzial hatte, das einfach weggeworfen wurde - er sollte der männliche Romanzen-Sidekick bleiben, und der Protagonistin nicht im Weg stehen - kann ja nicht sein, dass eine Frau Hilfe braucht.

Das Problem ist m.E. auch erstmal nicht, dass die Bösewichte alle weiß sind.
Das Problem ist, dass die politische Message - also zu zeigen, wie feministisch und weltoffen man ist - mehr Raum bekommt, als die Handlung. Es wurde ja offen zugegeben, dass man die letzte Star Wars-Trilogie vorher nicht durchstrukturiert hat, und man sich bei den folglich auftretenden offensichtlichen Plot-Holes mit so Schwachsinn wie "hat XY halt vergessen" behelfen musste. Dazu die gottgleiche Stärke jeder Hauptdarstellerin, die halt einfach alles vorhersehbar und eindimensional macht.

Natürlich gibt es auch Leute, die wirklich ein Problem mit Frauen in bestimmten Hauptrollen haben, oder Frauen absprechen wollten, Helden sein zu können, weil der Archetyp dies historisch nicht zulässt, Ripley und Connor keine klassischen "Helden" sind, blabla... so what, dann nenn es halt anders. Ändert nix daran, dass es beliebte Frauen in Hauptrollen gab und gibt.

Klar kann Politik oder Sozialkritik eine Rolle in Filmen spielen. Wenn in Dune Dr. Kynes entgegen der Buchvorlage eine schwarze Frau ist, stört das die wenigsten, weil es eine Nebenrolle ist, und es für die Handlung keine weitere Rolle spielt - es sorgt passiv für etwas mehr Diversität. Und ich fand die Rolle sehr gut gespielt. Nervig ist, wenn jeder zweite gottverdammte Blockbuster dieselben beiden Themen - Sexismus und Rassismus - einem wie den nackten A* ins Gesicht drückt, ohne, dass man das vorher wissen kann. Insbesondere, wenn man bestehende Geschichten dafür kapert und modifiziert, nur damit sie eine solche Message tragen können, obwohl sie das ursprünglich gar nicht getan haben - und dann die Sexismuskarte zieht, wenn Leute das nicht gut finden.

  • 21.04.23
  • 15:21
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SpaceX: Start ist geglückt, doch dann kam es zu spektakulärer Explosion

@flatsch: Hängt ein Erfolg nicht davon ab, was die (primären) Ziele waren? Solche Missionen haben immer primäre und sekundäre Ziele. Sie hatten z.B. eine Anzeige im Livestream dafür, welche Triebwerke noch leben. Warum sollte man das tun, wenn man davon ausgeht, dass alle funktionieren? Das, was Du als "Erfolg" bezeichnest, war denke ich nicht sehr wahrscheinlich. Wenn Erfolg so definiert ist, dass er nicht erwartet wird, und auch dann nicht eintritt, wenn Primärziele erreicht werden, ist die Definition nicht geeignet m.E.

Ein Beispiel: Ein Triebwerkstest ist auch nicht automatisch gescheitert, nur weil das Triebwerk Schaden genommen hat, oder sogar explodiert ist: Wenn beispielsweise das primäre Ziel war, eine bestimmte Zeit durchzuhalten, und man danach geschaut hat, wie lange es überlebt, kann man von einem "vollen Erfolg" sprechen. In der Raumfahrt gehen beim Testen einfach Sachen kaputt.

Und darauf rumzureiten, ob "Erfolg" jetzt im Allgemeinen näher an "voller Erfolg" als an "Teilerfolg" ist, find ich bissel dämlich ehrlich gesagt.

Ich find den Elon auch doof, aber sie sind hier weiter gekommen, als ich gedacht habe. Für mich war es eine Riesen-Leistung, dass eine so große Anzahl an hocheffizienten Closed-Cycle Triebwerken - die sich vor nicht allzu langer Zeit noch bei Testflügen selber aufgefressen haben - beim Defekt nicht eine Kettenreaktion auslöst, und sich z.B. die Turbopumpen total zerlegen. Das haben die Russen in ihrer N1 selbst nach mehreren Versuchen nicht hingekriegt, obwohl die Triebwerke an sich später serienreif wurden. Die NASA hat von solchen Designs aus gutem Grund immer Abstand genommen, und lieber wenige, große Triebwerke gewählt, obwohl die ihre eigenen Probleme haben.

  • 03.01.23
  • 16:17
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Elektro-Boom 2022: In Norwegen kauft fast niemand mehr Verbrenner

@Schnoog: Es ist natürlich schon wohlfül-bequem, Rückständigkeit und Versäumnisse in diversen Bereichen immer auf "die da oben" und "die Lobby" zu schieben, die das arme Volk in der Steinzeit halten - allerdings ist es auch etwas eindimensional.

Viele junge Leute haben damals über Merkels "Neuland"-Kommentar gelacht, und es vermutlich als unfreiwillige Selbstreflexion der Politik verstanden. Wer in der realen Welt lebt, weiß, dass das durch die Gesellschaft geht. Es war leider einfach die Wahrheit.

Und m.E. hat das nicht nur was mit Konservativität zu tun; die Skandinavier sind auch ganz schön konservativ. Wenn das nur ein paar CDU'ler und die von der AFD wären, wäre das das eine. Ich würde es eher als "Technologiefeindlichkeit" bezeichnen - das ist typisch Deutsch, und geht durch die Lager, überall halt etwas anders. Auch die Grünen sind da nicht besser, halt in anderen Bereichen - teilweise begnügt man sich auch nicht, einfach gegen etwas zu sein, nein - man verbietet nachhaltig Forschung und Entwicklung zu den Themen und verbreitet Angst, damit man hinterher sagen kann "die Leute wollen es einfach nicht". Die einen machen das bei Windrädern und E-Autos, die anderen bei Gentechnik, Pflanzenschutz oder, wie kürzlich, CCS. Diese Denke kommt schon aus der Basis, und nicht von oben.

Ich muss nur bei mir im Haus schauen, da bin ich mit einem PHEV der Ausreißer. Es besteht einfach kein Interesse. Ich bin mit der Lademöglichkeit beim AG einer von ganz wenigen, und die einzige öffentliche Lademöglichkeit, die ich auf meinen regelmäßigen Strecken gehabt habe, wurde wieder abgebaut.

Wie heißt es so schön? In einer Demokratie hat das Volk die Regierung, die es verdient.

  • 14.12.22
  • 18:50
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Reddit ist voll: Mehr als 2 Milliarden Kommentare erfordern Anpassung

@Dnice: Klar, machen kann man alles.

Der Catch-22 ist, dass es einfach ein riesen Vorteil ist, wenn man sich für jede Kategorie Daten auf möglichst einen Datentyp festlegt, und nicht überall einen anderen verwendet - Datentypen mixen führt zu Umwandlungsoperationen, zwar teils implizit, aber das kann negative Effekte haben.

Und daher geht es halt nicht nur um den Datentyp der ID-Spalte für Kommentare - man muss auch jeden Foreign Key darauf umstellen, jede Stelle anpassen oder zumindest prüfen, wo diese Werte verwendet, exportiert oder repliziert werden, alle Schnittstellen, und so weiter, und so fort. Jede Hashtable, in der IDs als Key drinstehen, muss geändert werden. Jede Schleife, in der über IDs iteriert wird, jede Query, jeder Report wo diese Spalte vorkommt, muss zumindest mal angeschaut werden.

Und in letzter Konsequenz müsste man eigentlich JEDE ID-Spalte jeder Tabelle in der ganzen Datenbank auf long/int64 umstellen. Alles andere ist einfach inkonsequent und führt potenziell dazu, dass irgendjemand in der Zukunft doch mal an der falschen Stelle "int id" schreibt.

Ich war mal in einer Software-Firma, wo immer die größten Varianten von Datentypen verwendet wurden, also long statt int, double statt float und BigDecimal (in Java dann). Begründung war, in Enterprise-Anwendungssoftware spielt der Speicherbedarf für solche Daten keine Rolle - stimmt auch. Es macht halt nur Spaß, wenn man das durchzieht, also auch konsequent statt int eben long für seine lokalen Variablen verwendet.

Spätestens wenn man mit anderen Libraries arbeitet, kommt man aber auch so an Grenzen. Es ist einfach immer ein Kompromiss, die Dinge anders zu machen als der Rest der Welt. Ich erinnere mich an eine technische Analyse, wo allen ernstes geprüft wurde, ob "long" als Zählvariablen in for-Schleifen negatives Laufzeitverhalten auf der speziellen JVM von uns haben. Das ist halt auch Zeit, die andere nicht investieren müssen.

  • 24.09.22
  • 13:37
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Microsoft: Chefs halten Mitarbeiter im Home-Office für weniger effizient

@Gast86666: Glückwunsch, so sollte es sein. Man sollte nur vorsichtig damit sein, davon auszugehen, dass dies im Allgemeinfall so ist. Es gibt so viele Faktoren, die da reinspielen (Berufsgruppe, persönliche Umstände und auch in der IT die Art der Arbeit), dass ich schon glauben kann, dass bezüglich Homeoffice gerade die Wahrnehmung etwas verzerrt dargestellt wird.

Ich denke, man sieht hier schön, dass oft Eigen- und Fremdwahrnehmung nicht zusammen passt. Immer dann, wenn es um Themen geht, die schön für einen selbst sind, schlägt Kahnemann zu, und man übertreibt es dann ein bisschen mit den positiven Effekten. Und dann gibt es die Extremfraktion, die andere zu ihrem Glück zwingen möchte, in der Hoffnung, dass so die Diskussion weg geht (aber das ist ein allgemeines Problem).

Viele Mitarbeitende denken halt, sie sind im Homeoffice produktiver, sind es aber einfach nicht. Es geht halt nicht nur darum, seinen Schreibtisch/Posteingang leer zu räumen, und weniger "nervige Sachen" zu bekommen. Bei manchen schlägt m.E. etwas die "Boomer-Attitüde" zu: "ich schlau, alle anderen doof" - also, "der Chef" (tm) hat sowieso keine Ahnung, und im Büro hält mich jeder nur von "der Arbeit" ab.

Natürlich ist die Gegenposition zuweilen genauso falsch, micromanagende Vorgesetzte sind genauso kacke, wie Tratschkollegen. Und das Pendel-Argument stimmt natürlich. Aber diese vokale "nie wieder Büro"-Fraktion ist einfach m.E. eine Minderheit, die derzeit sehr laut versucht, für ihre Privilegien zu kämpfen, und nur an sich denkt.

Kurzum: bedenke, dass die meisten Leute einfach nicht so großartig sind, wie sie es von sich denken. Die ganze Quote Leute, über die man sich täglich aufregt, weil sie vor einem an der Kasse ewig brauchen, auf der Straße die Vorfahrt nehmen oder Globuli nehmen, arbeiten alle auch irgendwo.

In sofern wundern mich die Zahlen in dem Artikel überhaupt nicht.

  • 27.08.22
  • 13:08
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Gebaut in China: Tesla Model Y Basismodell startet jetzt in Deutschland

@pbecker: "Das schlechteste beider Welten"... bei Dir, aber bei anderen vielleicht nicht. Es ist ein Nischenprodukt, aber man kann ja mündig sein, für sich selbst das richtige Produkt auszuwählen. Und in einem Markt, wo es zu einem ordentlichen Anteil um persönlichen Geschmack und Fahrspaß geht, kannst Du nicht objektiv darüber urteilen, was lächerlich ist und was nicht. Ich bin mir z.B. nicht ganz sicher, ob sich Daimler mit seiner aktuellen Motorenpalette (z.B. kein V8 mehr im W214, AMGs mit Vierzylindern) einen Gefallen tut. Ich gebe für sowas keine 80 Steine aus.

Hier geht es nicht um Vernunft, ging es noch nie.

PHEV ist attraktiv in schweren, teuren Karossen für Leute, die noch einen Verbrenner benötigen oder einfach wollen, und ein Mini-Akku am Gewicht nicht mehr viel ausmacht. Die Möglichkeit, rein elektrisch zu fahren, ist immer gut.

Ich fahre meinen ca. 65% rein elektrisch bei ca. 50km Reichweite, und das ohne private Lademöglichkeit. Ohne kommt ein reines Elektrofahrzeug für mich einfach nicht in Betracht. Im Büro haben wir eine stattliche Elektroflotte (ich habe also auch Berührung damit, und bin auch viele Modelle schon selbst gefahren), aber ich stelle meinen durchaus so 2x im Jahr für Langstreckeneinsätze zu Verfügung, was auch genutzt wird. So hat jeder was davon.

Für Freunde von V8-Motoren könnte der PHEV im Mustang die Rettung sein - Spaß, wenn man will, aber wenn man einfach pendelt oder einkauft, muss man nicht mit 20l durch den Ort blubbern. Klingt nach etwas, was ich haben möchte.

Jetzt kommen natürlich wieder die "aus-der-Zeit-gefallen"-Leute, die meinen, man rettet die Umwelt damit, wenn man ein paar Dinosauriern den Spaß verbietet. Aber wir leben halt noch in einer Gesellschaft, in der man akzeptieren muss, dass manche Leute komische Hobbies haben. Das mit dem Fliegen, oder Leute mit 30.000€-Küchen versteh ich auch nicht so ganz, aber ich gönn's den Leuten trotzdem.

Klar, das Konzept muss nicht mehr finanziell gefördert werden. Aber nur weil es eine Nische ist, heißt es ja nicht, dass es diese nicht gibt, oder die Fahrzeuge nicht sinnvoll einsetzbar wären, oder manchen Leuten einfach mehr Spaß machen als ein E-Fahrzeug. Wer sich so ein Teil holt, nicht auflädt und sich dann beschwert dass die Kiste einfach teuer war und trotzdem genauso viel Sprit wie ein Verbrenner braucht (hier gab's mal so einen), war halt zu doof für sich das richtige Produkt rauszusuchen.

Mein nächstes Auto wird möglicherweise wieder ein Verbrenner, und wenn ich mal alt bin und es keine mehr neu gibt, wird es vielleicht ein Oldtimer. Wenn das Deinen Blutdruck nach oben treibt und Hass + Unverständnis auslöst, dann sind Deine Ansichten vielleicht einfach etwas radikal.

  • 03.06.22
  • 17:16
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Musk hat 'super-schlechtes Gefühl', 10 Prozent bei Tesla müssen gehen

@take1: @take1: Mir geht der Musk ja auch aufn Sack. Und das Model 3 ist definitiv nicht für jeden was. Und der Service ist beschissen.

Dass es aber nicht nur zu teuer, sondern sogar "viel zu teuer" sei, halte ich nicht nur in Bezug auf die Wertstabilität für eine komische Ansicht. Tesla deckt ein spezielles Anforderungsprofil ab: IT Nerds, die ein einigermaßen normal aussehendes Fahrzeug mit sehr sportlichem Handling suchen. Wer das nicht will, der muss ein anderes Produkt wählen (gilt für mich ja genauso). Aber für 50k (minus 7k Prämie) findest Du vermutlich nichtmal auf dem Verbrennermarkt etwas Vergleichbares - selbst eine Alfa Giulia kostet effektiv ein paar Steine mehr, und m.E. kommt selbst da die Lenkung nicht ans Model 3 ran - das einzig bessere, was ich in die Richtung gefahren bin, kam von Porsche.

Dass dieser Markt nun plötzlich bedient sein soll, musst Du mir genauer erklären. Das Volksauto für den Deutschen Biedermann sollte das Ding nie sein. Dazu ist es erstens in der ganz falschen Fahrzeugklasse, und auch zu unkomfortabel. Dieser Markt bietet keine gute Marge und wird bedient, wenn alles andere abgeschöpft ist. Vielleicht traurig, aber normal.

  • 27.03.22
  • 11:07
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Zu früh gefreut: Volkswagen muss Marktstart von ID.5 verschieben

@L_e_X_e_r: Stimmt nicht, und durch permanentes Wiederkauen wird diese Behauptung auch nicht wahrer. Selbst mit polnischem Kohlestrom wird der Verbrenner nicht sauberer. Da sind sich seriöse Whitepaper und Studien seit Jahren einig, egal ob Nature, der ADAC oder sogar Shell.

Man müsste hoffen, das die letzten von Deiner Sorte langsam aufwachen, aber nach 2 Jahren Pandemie bin ich überzeugt, dass bei manchen Leuten auch mit Logik und Wissenschaft nix zu machen ist.

  • 26.03.22
  • 13:40
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Renault verhängt Bestellstopp für alle E- und Hybrid-Modelle

@Stefan1979: Erstens: Lithium ist ebenfalls natürlich. Anthrax ist auch ein vollkommen biologisches Produkt. Biologisch /natürlich hat nix damit zu tun, dass es unschädlich oder gesund ist.

Zweitens: Wenn Du etwas verbrennst, geht es bei der klimaneutralität darum, ob es einen sinnvollen Kreislauf gibt. Wenn Du z.B. Holz verbrennst, kannst Du argumentieren, dass Du nur so viel CO2 freisetzt, wie es vorher während des Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Ein Baum braucht keine million Jahre zum wachsen. Bei Erdöl zieht aber genau das nicht - jedes Gramm CO2 wird dem Kreislauf hinzugefügt und muss zusätzlich wieder gebunden werden.

@knuddelchen: ja, man kennt sie, Aussagen von Top Gear & Co. der Art "ein Toyota Prius zerstört die Umwelt mehr wie ein Landrover Discovery". Oder die Ifo-Studie vor ein paar Jahren. Problem ist nur: stimmt halt nicht. Ja, die Akkuproduktion verbraucht viel Energie, aber auch nicht soo viel, wie die Leute immer tun. Die Entscheidung, sich z.B. ein Fahrzeug der oberen Mitteklasse oder einen größeren SUV anstatt einen Kleinwagen zu kaufen, ist in der selben Größenordnung.
Nichtmal mehr Erdölkonzerne wie Shell schaffen es heute, den Verbrenner in ihren Studien besser dastehen zu lassen. Selbst wenn Du mit polnischem Energiemix (das ist so ziemlich der Worst Case in EU) fährst, bist Du nach 5-6 Jahren deutlich besser dran als mit einem Verbrenner. Dazu kommt ja, dass die Akkus nach ihrer Lebenszeit nicht einfach weggeschmissen werden.

Aber genug davon, wem man das heute noch erklären muss, ist selbstgewählt unmündig.

- https://www.transportenvironment.org/wp-content/uploads/2020/04/TEs-EV-life-cycle-analysis-LCA.pdf (Bilder auf S. 11 und 12)
- https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/elektroautos_bf.pdf
- https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/info/elektroauto-batterie/
- https://www.shell.de/promos/media/shell-passenger-car-scenarios-to-2040/_jcr_content.stream/1455700315660/c4968e7f206e1dfe72caf825eceb1fb472487d4e/shell-pkw-szenarien-bis-2040-vollversion.pdf
- https://www.spiegel.de/auto/aktuell/e-auto-schlechtgerechnet-die-ifo-studie-zur-co2-bilanz-a-1263622.html

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