Integral: Wie die ESA binnen Stunden einen alten Satelliten rettete
@Stefan1979: Hallo, ich klinke mich hier mal kurz in die Diskussion ein da ich mit den Mission etwas mehr vertraut bin. Leider werden in den Artikel von WinFuture (und auch in dem ESA-Beitrag) die wirklichen Probleme der Mission nicht ganz klar, daher hier eine paar Ergänzungen:
-Integral ist im 19ten Jahr seiner ursprünglich 5-jährigen Mission und hat keinen Treibstoff mehr. Dieser wird unter anderem im Safe Mode verwendet damit der Satellit automatisch seine Rotation stoppen und sich mit den Solarzellen Richtung Sonne drehen kann. Bei der Anomalie musste man die Rotation daher manuell durch das Beschleunigen und Abbremsen aller Räder stoppen - also quasi mit dem ?Joystick?. Der Satellit war hierfür nicht ausgelegt und es gab keinen Automatismus.
-Erschwert wurde das ganze durch den immer wieder auftretenden Kontaktverlust da die Antenne durch die Rotation verdeckt wurde. Gleichzeitig sind die Sensoren zur Lagebestimmung auf den Stand der Technik von vor mehr als 20 Jahren...
-Das Einschalten des ?Ersatzrades? war eine sehr kritische Aktion - bei einem so alten Satelliten dauert das etwas länger, insbesondere im Safe Mode. Zudem hätte genau diese Aktion auch durch den erhören Energieverbrauch die Mission beenden können...
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Integral: Wie die ESA binnen Stunden einen alten Satelliten rettete
@Stefan1979: Hallo, ich klinke mich hier mal kurz in die Diskussion ein da ich mit den Mission etwas mehr vertraut bin. Leider werden in den Artikel von WinFuture (und auch in dem ESA-Beitrag) die wirklichen Probleme der Mission nicht ganz klar, daher hier eine paar Ergänzungen:
-Integral ist im 19ten Jahr seiner ursprünglich 5-jährigen Mission und hat keinen Treibstoff mehr. Dieser wird unter anderem im Safe Mode verwendet damit der Satellit automatisch seine Rotation stoppen und sich mit den Solarzellen Richtung Sonne drehen kann. Bei der Anomalie musste man die Rotation daher manuell durch das Beschleunigen und Abbremsen aller Räder stoppen - also quasi mit dem ?Joystick?. Der Satellit war hierfür nicht ausgelegt und es gab keinen Automatismus.
-Erschwert wurde das ganze durch den immer wieder auftretenden Kontaktverlust da die Antenne durch die Rotation verdeckt wurde. Gleichzeitig sind die Sensoren zur Lagebestimmung auf den Stand der Technik von vor mehr als 20 Jahren...
-Das Einschalten des ?Ersatzrades? war eine sehr kritische Aktion - bei einem so alten Satelliten dauert das etwas länger, insbesondere im Safe Mode. Zudem hätte genau diese Aktion auch durch den erhören Energieverbrauch die Mission beenden können...