- 26.03.21
- 12:27
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Fahrer, die in Flaschen pinkeln: Flut an Beweisen nach Amazon-Dementi
Servus, ich kann die Behauptung bestätigen. Das Problem liegt darin, wie svhon erwähnt wurde, dass man kaum die Möglichkeit hat, irgend wo pinkeln zu können. Man hat pro Tag ca zwischen 100 und 180 Stopps. Für jeden Stopp sieht Amazon vor, dass man 90 secunden benötigt (im Theorie). Dann verlangt Amazon, dass man die Pakete persönlich zustellen muss. An sich ist 90 secunden "eigentlich" ausreichend, wenn man pro Stopp nur ein Haushalt ausliefern würde. Amazon hat sich ja noch was tolles ausgedacht und denkt, dass in einem Wohngebiet mit Hochhäusern mit mehreren Parteien im Haus auch zu einem Stopp gehört. Also muss der in dieser 90 Sekunden in einem Hochhaus 5 Parteien gleichzeitig liefern. Würde man normal oder zügig arbeiten, ist es unmöglich, solche Stopps in 90 Sekunden zu verrichten. Und wenn man nur solche Stopps hat, dann ist man nur noch am Rennen. Zudem kommt, dass wir Fahrer permanent unter Beobachtung stehen durch arbeitshandy von Amazon. Alle 2 Stunden bekommen wir eine Liste, wie viele Stopps wir schon gemacht haben und wie viele noch anstehen. Wer hinterher hinkt, bei dem wird es rot angezeigt und steht z. B. 5 Stopps hinter her. Dann kommt ein netter Anruf, wo drauf hingewiesen wird, dass man zurück liegt und man soll Gas geben. Somit sind wir permanent unter Druck und Stress, so schnell wie möglich zu arbeiten. Um zum Thema zurück zu kommen, dass wir in der Flasche pinkeln, kann gut vorkommen. Doch viele Fahrer, trinken absichtlich nichts oder ganz wenig, damit sie nicht so oft oder gar nicht aufs Klo müssen. Ihr fragt euch bestimmt, warum ich die Pause nicht erwähnt habe. Nun, es gibt gar keine Pause. Es ist unmöglich eine Pause zu machen. Aber wer sich genauer ein Bild davon machen möchte, sollte sich mal als Fahrer bewerben. Man bekommt immer den Job!
Ich habe in meinem Leben viele Jobs gemacht, aber das hier ist wirklich das schlimmste und unterbezahlteste Job, denn je gemacht habe und kenne. Warum ich den Job (noch) mache? Weil ich mein Hauptjob durch Corona-Pandemie verloren habe und drauf angewiesen bin.
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Fahrer, die in Flaschen pinkeln: Flut an Beweisen nach Amazon-Dementi
Servus, ich kann die Behauptung bestätigen. Das Problem liegt darin, wie svhon erwähnt wurde, dass man kaum die Möglichkeit hat, irgend wo pinkeln zu können. Man hat pro Tag ca zwischen 100 und 180 Stopps. Für jeden Stopp sieht Amazon vor, dass man 90 secunden benötigt (im Theorie). Dann verlangt Amazon, dass man die Pakete persönlich zustellen muss. An sich ist 90 secunden "eigentlich" ausreichend, wenn man pro Stopp nur ein Haushalt ausliefern würde. Amazon hat sich ja noch was tolles ausgedacht und denkt, dass in einem Wohngebiet mit Hochhäusern mit mehreren Parteien im Haus auch zu einem Stopp gehört. Also muss der in dieser 90 Sekunden in einem Hochhaus 5 Parteien gleichzeitig liefern. Würde man normal oder zügig arbeiten, ist es unmöglich, solche Stopps in 90 Sekunden zu verrichten. Und wenn man nur solche Stopps hat, dann ist man nur noch am Rennen. Zudem kommt, dass wir Fahrer permanent unter Beobachtung stehen durch arbeitshandy von Amazon. Alle 2 Stunden bekommen wir eine Liste, wie viele Stopps wir schon gemacht haben und wie viele noch anstehen. Wer hinterher hinkt, bei dem wird es rot angezeigt und steht z. B. 5 Stopps hinter her. Dann kommt ein netter Anruf, wo drauf hingewiesen wird, dass man zurück liegt und man soll Gas geben. Somit sind wir permanent unter Druck und Stress, so schnell wie möglich zu arbeiten. Um zum Thema zurück zu kommen, dass wir in der Flasche pinkeln, kann gut vorkommen. Doch viele Fahrer, trinken absichtlich nichts oder ganz wenig, damit sie nicht so oft oder gar nicht aufs Klo müssen. Ihr fragt euch bestimmt, warum ich die Pause nicht erwähnt habe. Nun, es gibt gar keine Pause. Es ist unmöglich eine Pause zu machen. Aber wer sich genauer ein Bild davon machen möchte, sollte sich mal als Fahrer bewerben. Man bekommt immer den Job!
Ich habe in meinem Leben viele Jobs gemacht, aber das hier ist wirklich das schlimmste und unterbezahlteste Job, denn je gemacht habe und kenne. Warum ich den Job (noch) mache? Weil ich mein Hauptjob durch Corona-Pandemie verloren habe und drauf angewiesen bin.