Algorithmus "sabotiert" 39 Prozent aller Abitur-Noten in Großbritannien
@Lobesanft: auch hier muss ich leider sagen, dass man Deutschland nicht mit GB vergleichen kann. In GB geht es nunmal ganz anders ab. Ganz grob: Man kann sich bis zum 15 Januar fürs kommende WS bewerben, also für September Start (Ausnahme Oxford/Cambridge und Medizin, da ist es sogar schon 15 Oktober). Dabei bewirbt man sich mit "predicted grades", also mit ihren geschätzen Abschlussnoten, bei maximal fünf Studiengängen. Nun bekommt man Rückmeldung von diesen Unis, im besten fall eine Zusage von allen fünf, aber hier ist der Haken, diese Zusage kommt meist mit einer Condition - dass man eben diese predicted grades auch einhällt, maximal eine Note schlechter abschneidet. Nun müssen sich die Bewerber für zwei der fünf entscheiden, bei welchen sie auch weiterhin im Rennen bleiben möchten bis sie ihre Noten bekommen, die anderen Bewerbungen werden dann zurückgezogen. Nun sind es aber genau diese predicted grades, die die Lehrer eben auch hier Ofqual gemeldet haben und welche dann nun in vielen Fällen um mehr als nur diese eine Note heruntergestuft wurde. Und damit haben diese Schüler dann erst einmal ihren Platz an der Uni verloren. Nun erfahren alle Schüler*innen davon am Donnerstag morgen, haben dann gefühlt 6 Stunden Zeit einen neuen Studiengang/Uni zu finden sonst sind die besten noch freien Plätze weg. Der Stress den diese dabei empfinden ist in normalen Jahren schon immens, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie stressig es dieses Jahr ist (bis vor zwei Jahren habe ich in GB an einer Uni gearbeitet und das alles live miterlebt, die Uni hat über 10000 Anrufe an diesem Donnerstag bekommen).
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Ermittlungen gegen IT-Dienstleister: Vorwürfe gegen Dattenretter ResQ
@hrodd: in der Tat, das einzig richtige, also Vorsorge betreiben. Nur, hier hapert es bei Normalsterblichen leider. Entweder kennt man sich nicht gut genug aus, weiß nicht der Gefahren oder man wird falsch beraten. Hatte mal einen Kunden, der aus diesem Grund und auf anraten eines Bekannten ein RAID-System verwendete. Problem nur, er hat ein RAID 0 mit 2 HDDs bei sich aufgesetzt und alles, wirklich alles, da drauf gehabt und drüber laufen lassen (Systemdateien, Dokumente, etc.). Es kam wie es kommen musste und eine HDD ging hinüber und war nicht mehr zu retten, dank des RAID 0 war damit so ziemlich alles eigentlich weg und er hat sich gewundert wieso, wo er doch ein RAID verwendete... (und ja, eigentlich ist ein RAID-System egal welches, auch kein richtiges oder zumindest vollständiges Backupsystem).
Ermittlungen gegen IT-Dienstleister: Vorwürfe gegen Dattenretter ResQ
Hab nach meinem Studium auch mal kurz für so eine Datenrettungsfirma gearbeitet, sind ganz ähnlich vorgegangen. Kunde wurde weiß gemacht, dass man zuerst eine Fehleranalyse durchführt, dann bekommt er ein Angebot was die Datenrettung kostet und erst dann wird die Datenrettung durchgeführt. In Wahrheit geht man aber gleich an die Datenrettung ran. Je nach Datenträger und Ursache hat man hier auch gleich Hand angelegt und nicht nur per Software (damals gab es noch mehr normale HDDs, also hat man die auch mechanisch geöffnet). Sprich nach Abschluss der Analyse und bei Vorlage des Angebots, ist die Arbeit schon erledigt gewesen. Wenn der Kunde jetzt mit dem Angebot nicht einverstanden war, dann bekam er den bereits bearbeiteten Datenträger im entsprechenden Zustand zurück. Spannend wird es, wenn man Ersatzteile brauchte, um die Datenträgerrettung durchzuführen. Hier wurden dann die HDDs der anderen Kunden ausgeschlachtet. Hatte man keine passenden Ersatzteile vorrätig, so wurde dem Kunden ein Angebot gemacht, dass man diese einkauft und dann die Datenrettung versucht. Erst in diesem Schritt wurde dem Kunden mitgeteilt, dass der Datenträger im worst case Szenaria danach nicht mehr funktionsfähig ist. Wenn alles glatt ging, hat der Kunde die Daten auf einem neuem Datenträger erhalten. Den alten Datenträger hat man einbehalten.
Algorithmus "sabotiert" 39 Prozent aller Abitur-Noten in Großbritannien
@sav: An der gleichen Hochschule werden die gleichen Prüfungen im Fach geschrieben, dafür sorgt eigentlich der Studiendekan dieses Fachs, welchen es ja auch in Deutschland geben sollte. Zuzätzlich werden Kursinhalte und Prüfungen noch von externen Prüfern anderer Hochschulen gegengelesen. In Deutschland gibt es immer noch ein sehr gutes duales Ausbildungssystem. In GB gibt es nur vereinzelt Berufe, für die man sich mit einer Ausbildung qualifizieren kann und Ausbildungsbetriebe sind Mangelware.
Algorithmus "sabotiert" 39 Prozent aller Abitur-Noten in Großbritannien
@Lobesanft: auch hier muss ich leider sagen, dass man Deutschland nicht mit GB vergleichen kann. In GB geht es nunmal ganz anders ab. Ganz grob: Man kann sich bis zum 15 Januar fürs kommende WS bewerben, also für September Start (Ausnahme Oxford/Cambridge und Medizin, da ist es sogar schon 15 Oktober). Dabei bewirbt man sich mit "predicted grades", also mit ihren geschätzen Abschlussnoten, bei maximal fünf Studiengängen. Nun bekommt man Rückmeldung von diesen Unis, im besten fall eine Zusage von allen fünf, aber hier ist der Haken, diese Zusage kommt meist mit einer Condition - dass man eben diese predicted grades auch einhällt, maximal eine Note schlechter abschneidet. Nun müssen sich die Bewerber für zwei der fünf entscheiden, bei welchen sie auch weiterhin im Rennen bleiben möchten bis sie ihre Noten bekommen, die anderen Bewerbungen werden dann zurückgezogen. Nun sind es aber genau diese predicted grades, die die Lehrer eben auch hier Ofqual gemeldet haben und welche dann nun in vielen Fällen um mehr als nur diese eine Note heruntergestuft wurde. Und damit haben diese Schüler dann erst einmal ihren Platz an der Uni verloren. Nun erfahren alle Schüler*innen davon am Donnerstag morgen, haben dann gefühlt 6 Stunden Zeit einen neuen Studiengang/Uni zu finden sonst sind die besten noch freien Plätze weg. Der Stress den diese dabei empfinden ist in normalen Jahren schon immens, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie stressig es dieses Jahr ist (bis vor zwei Jahren habe ich in GB an einer Uni gearbeitet und das alles live miterlebt, die Uni hat über 10000 Anrufe an diesem Donnerstag bekommen).
Algorithmus "sabotiert" 39 Prozent aller Abitur-Noten in Großbritannien
@sav: Hier geht es aber um GB und nicht um Deutschland... und in GB gibt es keine Alternative zum Studium... also ist der Kommentar totaler Quatsch.
Algorithmus "sabotiert" 39 Prozent aller Abitur-Noten in Großbritannien
@Tomy Tom: es ist noch schlimmer, hier ging es nichum die Vorjahresleistung der Schüler, sondern die Vorjahresleistung der Schule. Die Schüler wurden von den Lehrern bewertet, basierend auf dem was die Lehrer von ihren Schülern in ihren Abschlußprüfungen leisten würden. Vereinfacht gesagt hat dann dieser Algorithmus diese mit den Noten dieser Schule aus den Vorjahren verglichen und diese Noten entsprechend angepasst.
Algorithmus "sabotiert" 39 Prozent aller Abitur-Noten in Großbritannien
@sav: kennst Dich ja wahnsinnig gut mit britischen Hochschulen aus, was? In GB gibt es kaum eine Alternative zum Studium, wer dort einen halbwegs gescheiten Beruf ausüben möchte muss studieren. Außerdem, ich habe dort an zwei verschiedenen Unis studiert und bei keiner Klausur durften wir Bücher dabei haben...