Tschramme86

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Tschramme86

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EU-Prüfung enthüllt: Jeder dritte Onlineshop trickst seine Kunden aus

"Gesetze nützen nichts"? "Die Kommission behält sich rechtliche Schritte gegen die entsprechenden Online-Händler vor."?
Ja, wenn man mit der Einstellung an die Sache rangeht, ist das wohl kein Wunder. Warum behält man sich rechtliche Schritte nur vor? Warum nicht direkt "Von den 314 untersuchten Shops verstießen etwa 100 gegen geltende Gesetzte, gegen diese wurden deshalb direkt Gerichtsverfahren eingeleitet".
Und dann bitte in einem Jahr in einem weiteren Artikel darüber berichten, wie die Verfahren ausgegangen sind, wie viel Strafe im Schnitt jeder zahlen musste und dass parallel nun die nächste Untersuchung von Onlineshops gestartet wurde.
Ich glaube, damit ließe sich durchaus die Motivation des ein oder anderen Betreibers steigern, sich besser einfach an die Gesetze zu halten.

  • 13.03.26
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Photoshop & Co gegen Monatsgebühr: Architekt des Abomodells geht

@teddy4you: Du hast ja schon angedeutet, dass es schwierig ist, bei dem Thema zu verallgemeinern. Ich verstehe ja die Sicht der Anbieter. Die meisten Kunden erwarten heute regelmäßige Updates, nicht nur alle zwei Jahre. Dazu haben viele Produkte heute verknüpfte Onlinedienst oder zumindest Backends in der Cloud, die auch laufende Kosten verursachen. Ob das immer so sein müsste, sei mal dahingestellt. Aber als Anbieter bin ich dann auf regelmäßige Einnahmen angewiesen.
Als Privatkunde sehe ich das ambivalent. Einerseits nervt es natürlich, wenn man die regelmäßigen Abbuchungen auf seiner Kreditkarte sieht und weiß, wenn man diese stoppt, kann man die Software nicht mehr nutzen.

Andererseits darf man aber auch nicht vergessen, was Software früher mal gekostet hat. Um beim Beispiel Adobe zu bleiben: Ne Photoshop Vollversion lag früher bei 700 - 1000$, ein Update bei 300$. Gerade für Privatkunden war das schon ne riesige Investition, wo viele dann doch zu illegalen Angeboten gegriffen haben. Heute dagegen kauf ich mir den Jahrespass für Photoshop + Lightroom immer am Black Friday, waren zuletzt 89 EUR. So eine Ausgabe kann ich schon deutlich besser stemmen und vor mir selbst rechtfertigen. Am Ende kann ich so ca. 10 Jahre die Produkte nutzen, bevor der Punkt kommt, wo der damalige Preis einer Vollversion günstiger gewesen wäre. Im Abo bleiben die Produkte aber immer aktuell (und gerade bei Photoshop hat sich ja schon sehr viel getan bzgl. neuer Features) - wohingegen ich bei der Vollversion dann ein 10 Jahre altes Programm hätte, was im schlimmsten Fall gar nicht mehr auf meinem aktuellen System läuft oder voller Sicherheitslücken ist, wenn ich nicht zwischendurch nochmal 300$ für nen Update ausgegeben hätte.
Und wenn ich nach 5 Jahren merke, dass meine Leidenschaft für Bildbearbeitung nachgelassen hat, pausiere ich erstmal das Abo und zahle nicht weiter. Früher hätte ich immer die 1000$ für die Vollversion bezahlen müssen, egal ob ich sie dann 1 Jahr oder 10 Jahre nutze.

Anderes Beispiel Microsoft 365: Da hole ich mir immer das Family-Paket, im Angebot 12+3 Monate lag das zuletzt so bei 60-70 EUR. Das kann ich noch mit 5 anderen Nutzern teilen, was ich auch mache. Gibt mir jeder nen 10er pro Jahr und hat dafür die Office-Programme immer aktuell und noch 1 TB OneDrive-Speicher. Auch hier wieder: Schau dir an, was früher ne Office Vollversion gekostet hat.

Klar sollte man sich bei jedem Abo fragen, ob es einem das Geld wirklich wert ist oder ob es nicht auch ne kostenlose Alternative tut. Gibt Alternativen für MS Office, für Photoshop und man kann sich anstatt nem Cloud Storage auch nen Homeserver hinstellen (kostet aber auch Geld und Zeit). Dieses Argument zieht aber nicht so wirklich um gegen Abos zu argumentieren, denn solche alternativen Programme gab es auch früher schon, als man sich noch Vollversionen kaufen musste.
Die Frage ist doch eher, ob man sich früher wirklich eine Vollversion gekauft hatte ;-) Wenn ich mal ehrlich zurückdenke an meine Schul- und Studienzeit: Klar hatte eigentlich jeder MS Office auf seinem PC installiert, aber die wenigsten hatten dafür ne legale Lizenz. Bei den meisten kam irgendwann einfach mal der gute Freund aus der Nachbarschaft mit ner gebrannten CD vorbei und hat das schnell installiert. Weil die wenigsten bereit waren, mehrere hundert Euro für ne Lizenz einer Vollversion auszugeben.

Ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung in den Raum, dass damals unter Privatleuten der Anteil an Nutzern mit einer legalen Lizenz gegenüber der Gesamtanzahl an Installationen von Programmen wie Office oder Photoshop doch sehr überschaubar war.
Heute dagegen ist der Anteil legaler Nutzer deutlich höher, weil sich eben mehr Leute auf den gegenüber der Vollversion deutlich geringeren Abo-Preis einlassen.

Etwas sarkastisch könnte man auch sagen: Früher hat der eine Depp mit der teuren legalen Vollversion die 9 Raubkopierer mitfinanziert - heute dagegen bezahlt jeder seinen fairen Anteil über das Abo-Modell.
Und bei dem Gedanken kann ich mich dann doch auch als Privatperson recht gut mit dem Abomodell anfreunden :-)

  • 21.02.26
  • 00:00
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Windows 11 27H2: Microsoft hat wohl die Arbeit am Update gestartet

@dancle00001: Und was würde es Microsoft bringen, so ein System für dich zu entwickeln? Du willst alles aus dem System rauswerfen, über das Microsoft vielleicht noch anderweitig Geld verdienen kann - gleichzeitig unterstelle ich dir jetzt mal, dass du (wie fast alle heute) nicht mehr bereit bist, für ein Betriebssystem Geld zu bezahlen. Aber Microsoft ist nicht die Wohlfahrt. Am Ende möchten dort viele angestellte Entwickler jeden Monat etwas Geld auf ihr Konto überwiesen bekommen. Also muss es ein Geschäftsmodell geben.
Bei Microsoft ist es das Ökosystem, bei Apple die Hardware, bei Google die Werbung.
Da Microsoft schon lange nicht mehr über Windows-Lizenzen Geld verdient, sondern über sein Ökosystem, wollen sie auch schon längst nicht mehr jeden von Windows überzeugen.
Du lehnst ihr Ökosystem ab? Das ist ok - dann ist Windows aber wohl auch nicht mehr das richtige OS für dich und es ist niemand traurig drum, wenn du ihm keine Chance mehr geben willst.

  • 26.10.25
  • 20:31
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Ryzen 9 9950X3D2: AMD soll Monster-CPU mit Dual-X3D-Cache planen

@miranda: Und doch gab es bestimmt mal eine Zeit, wo du einen langsameren Prozessor hattest und ebenfalls gesagt hast "der ist mir schnell genug". Und es wird der Tag kommen, wo du merkst, dass dein 9950X eben nicht mehr schnell genug sein wird. Ist ja ok, wenn DU gerade kein Upgrade für deine CPU brauchst. Aber soll AMD deshalb aufhören, die nächste Generation zu entwickeln?

  • 16.10.25
  • 16:23
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Open Source: Schleswig-Holstein hat MS Outlook erfolgreich verbannt

@Smolo: Genau, der Server kommuniziert erstmal einfach per IMAP/POP3 und du kannst einen Client deiner Wahl verwenden. Soweit ich das überblicke, haben die Kollegen hier im Verein alles mögliche im Einsatz, Outlook Desktop/App, Thunderbird, Apple Mail, ... und es gibt keinerlei Probleme mit dem Server. Einen Webclient habe ich jetzt nicht zusätzlich noch bereitgestellt, sollte aber eigentlich auch kein Problem sein. Gerade mal nachgeschaut, z.B. Roundcube sieht doch ganz brauchbar aus und könntest du dann auch über nen separaten Docker-Container deployen.

  • 16.10.25
  • 13:59
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Open Source: Schleswig-Holstein hat MS Outlook erfolgreich verbannt

@Smolo: Ne günstige Linux-VM bei Strato (gabs da mal im Angebot für 3 EUR/Monat), darauf dann Docker installiert und dann den Docker Mailserver deployen (-> https://docker-mailserver.github.io/).

  • 16.10.25
  • 09:16
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Open Source: Schleswig-Holstein hat MS Outlook erfolgreich verbannt

@Smolo: Heute einen eigenen Mailserver zu betreiben ist die Pest. So lange du nur Mails empfangen willst, geht es noch halbwegs. Wenn du aber auch Mails versenden willst, musst du dich mit dem Thema "Reputation" auseinandersetzen. D.h. wie bringst du das restliche Internet dazu, deinem Mailserver zu vertrauen, damit die damit verschickten Mails nicht einfach als vermeintlicher Spam abgelehnt werden?
Neben Maßnahmen auf Domain-Ebene (DKIM, SPF, DMARC) läuft hier vieles leider immer noch darüber, wie vertrauenswürdig die IPv4-Adresse ist, über die dein Server kommuniziert. Und dieses Vertrauen baust du dir langsam auf, d.h. dein Server versendet erst wenige E-Mails von seiner IP, die bei den Empfängern NICHT als Spam markiert werden - dadurch steigt gleichzeitig das Vertrauen auf der Empfängerseite in deine IP. So lange du also zu Hause keine statische IPv4 hast, vergiss diese Option.
Eine VM irgendwo bei 1&1/Strato/Ionos/... kannst du nehmen. Manche Spam-Listen werden dich dann zwar immer noch in Sippenhaft nehmen, weil die IP der VM zu einem Block gehört, aus dem schonmal Spam verschickt wurde (hat halt ein Idiot da auch ne VM gemietet und darauf bewusst nen Mailserver zum Spam-Versand installiert). Aber das lässt sich i.d.R. in den Griff bekommen.
Du wirst dann trotzdem bald merken, dass bestimmte Empfänger deine Mails ablehnen, während bei anderen Empfängern alles ok ist. Bei mir war es T-Online. Dann musst du mit der Abteilung dort Kontakt aufnehmen und sie bitten, deinen Mailserver/IP bei sich auf die Whitelist zu setzen. Ggf. wollen sie dann noch weitere Informationen von dir, einmal wollten sie von mir sogar, dass ich auf der Domain meines Mailservers eine kleine Informationswebseite deploye, damit Empfänger sich informieren können, welcher Mailserver da am Werk ist...
Kurz: Es ist nervig und macht sehr viel Arbeit. Ein paar Monate später stellst du dann fest, dass du nun auf einmal von nem anderen Anbieter abgelehnt wirst und du fängst wieder an mit der Fehlersuche und Verhandlungen.
Die reine Technik dagegen ist sehr einfach. Hol dir irgendwo ne günstige Linux-VM, installier Docker und dann "docker-mailserver". Ein bisschen konfigurieren, dann die DNS-Einstellungen deiner Domain darauf anpassen und die Sache läuft. Das ist mit etwas Linux/Docker-Erfahrung gut an einem Abend machbar.

Überleg dir halt gut, warum du den Weg gehen willst. Ich habe es auf mich genommen, weil ich zwei Vereine mit E-Mail-Konten versorgen wollte. ~30 Konten, dazu noch Verteilerlisten - das wäre bei ner kommerziellen Lösung schnell unverhältnismäßig teuer geworden.
Klar kann man sowas auch einfach aus Überzeugung selbst machen wollen, um Unabhängigkeit zu demonstrieren. Das wäre es mir aber den ganzen Aufwand drumherum nicht wert. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

  • 15.10.25
  • 10:06
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Abo hier, Abo da, Abo du kannst mich mal: Subscription-Society eskaliert

Ich sehe das etwas differenzierter.
Bei reiner Client-Software/Apps ohne Cloud-Funktionalität kann man die Abos sicherlich noch am ehesten in Frage stelle. Aber selbst da - bestes Beispiel ist gerade Windows 10 - ist die Empörung groß, wenn der Hersteller nach 10 Jahren den Support einstellen will und nicht mehr die monatlichen Updates liefern will. Nur diese Updates kosten Geld - da sitzen ja auf der anderen Seite auch Entwickler und Produktmanager, die am Ende des Monats gerne etwas Geld auf ihr Konto überwiesen haben wollen. Aber beim Kauf einen großen Einmalbetrag von mehreren hundert Euro bezahlen, wollen ja heute auch nur noch die wenigsten Kunden. Und selbst wenn - so ein Einmalbetrag wäre dann natürlich auf eine fest definierte Nutzungsdauer mit X Updates berechnet.
Bei vielen weiteren Diensten kann ich das Abo-Modell noch besser nachvollziehen: Cloud kostet Geld. Egal ob man ne Datenbank provisioniert, ein Backend-Service irgendwo hosted, ein LLM betreibt. Und auch die Frontend- und Backend-Komponenten selbst müssen regelmäßig aktualisiert werden. Selbst wenn keine neuen Features hinzukommen, müssen Sicherheitslücken gepatcht werden, der Service muss betrieben werden/Monitoring/.... Die Entwickler, die das tun, möchten auch gerne bezahlt werden.
Heißt, selbst bei keinen neuen Features und einer stagnierenden Nutzerzahl muss ein Dienst irgendwie Einnahmen generieren, um die laufenden Kosten zu decken.

Das heißt nicht, dass ich Abos besonders toll finde und gerne überall regelmäßig bezahle. Aber ich sehe bei vielen Diensten die Notwendigkeit eines solchen Geschäftsmodells.

Wobei natürlich auch richtig ist, dass man bestimmte Abos und deren Preise durchaus kritisch hinterfragen darf. Viele Webseiten/Backends könnte man durchaus so bauen, dass sie im Betrieb deutlich weniger Kosten verursachen. Ein Abo für 99 Ct/Monat ist schon deutlich angenehmer als 9,99 EUR/Monat. Und dann ließe sich auch wieder leichter argumentieren, dass man die Betriebskosten vielleicht doch über einen größeren Einmalbetrag am Anfang decken könnte. Funktioniert natürlich nur, wenn mit den Abokosten nichts anderes querfinanziert werden muss oder die Weiterentwicklung des Dienstes finanziert werden muss, um den Dienst konkurrenzfähig zu halten.
Also bei aller Frustration für die Kunden kann ich auch die Sicht der Unternehmen verstehen.

  • 05.10.25
  • 11:29
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Verbraucherschutz kritisiert Microsoft: Windows 10-Problem verschoben

Bei Apple mag so eine Sichtweise ja noch zutreffen, weil da Hardware und Software aus einem Unternehmen kommen. Aber Microsoft verkauft hier nur die Software (jetzt mal von den paar Surface-Geräten abgesehen). Der Kunde hingegen kauft dagegen z.B. einen PC von Dell, MSI, HP, Asus, ..., bei dem diese Hersteller ne Windows-Lizenz weiterverkaufen.

Windows 11 gibt es heute auf den Tag genau seit 4 Jahren. Wie viele nicht Win11-kompatible PCs wurden in der Zeit noch mit Windows 10 verkauft, weil der Hersteller ein paar Euro bei der Hardware sparen wollte?
Wenn man schon etwas regulieren will, sollte man hier vielleicht mal ansetzen: "Ab der Verfügbarkeit eines neuen Betriebssystems dürfen nur noch neue PCs/Laptops verkauft werden, die dieses auch unterstützen".
Sonst könnte ich mich als OEM ja heute in 2025 noch hinstellen, nen Gerät aus Billig-Hardware zusammenschustern (Performance reicht ja heute locker aus und von Sicherheitsfeatures haben Kunden eh keine Ahnung), Windows 10 draufpacken und das an die Kunden raushauen - und morgen schreib ich dann ne E-Mail an Microsoft "ach übrigens, wir haben gestern einen 'neuen' PC mit Windows 10 rausgebracht, eure Support-Uhr für verpflichtende Sicherheitsupdates steht damit wieder bei 0 von 6 Jahren. Cheers!"

Sonst fällt mir keine gute Lösung ein. Sagt man "Jede Major-Version muss mindestens X Jahre Updates erhalten" müsste X schon ziemlich groß sein, damit Windows 10 das noch nicht erfüllt hätte. Sagt man "Jede Major-Version muss mindestens X Jahre nach Erscheinen der nächsten Major-Version noch Updates erhalten" hättest du plötzlich wieder jedes Jahr ne neue Major-Version, damit nicht ewig alte Systeme zu lange unterstützt werden müssen. Also genau der gegenteilige Effekt von "möglichst lange Nutzung der Hardware".

  • 26.09.25
  • 23:46
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OpenAI liefert die bisher klarste Analyse zu KI-Lügen - und kapituliert

@flatsch: Schonmal direkt mit KI-Modellen im Rahmen von Sw-Entwicklung gearbeitet und nicht bloß über die UI benutzt? Egal ob Modelle zur Textgenerierung, Mustererkennung, Bildklassifizierung: Das Modell "schreibt" ja keinen Text - sondern es hat für jedes mögliche Output-Token einen Output-Parameter, der die Wahrscheinlichkeit repräsentiert, dass dieses Token das richtige Ergebnis ist. Ganz platt gesprochen: Ein Modell "generiert" also keine Output-Token, sondern das System drumherum wählt als nächstes Token dasjenige, für welches das Modell die höchste Wahrscheinlichkeit berechnet hat.
Somit kannst du auf der Ebene sehr gut sehen, wie sicher sich das Modell mit seiner Antwort war. Nur diese Info wird i.d.R. nicht weiter verwendet, weil die meisten menschlichen Nutzer nicht mit Unsicherheiten umgehen können, sondern lieber eine klare Antwort haben wollen.
Und dein Beispiel "suche ähnliche Artikel zu Problem XY" ist ähnlich gelagert. Egal ob LLM oder einfache Vector Search oder eine Kombination: Auf technischer Ebene erhältst du eine Liste mit ähnlichen Artikeln inkl. Confidence zu deiner Anfrage. Das kann dann z.B. sein "(Art 1, 87%; Art 2, 4%; Art 3, 2%)" oder aber auch "(Art 4, 40%; Art 5, 30%; Art 6, 20%)". Im ersten Fall hat der Algorithmus einen Artikel mit einer Confidence von 87% zu deiner Anfrage identifiziert, alle anderen Artikel danach haben umgekehrt schon eine so niedrige Confidence, dass man sie ziemlich sicher ausschließen kann. Wohingegen das zweite Ergebnis interpretiert werden kann als "Ich habe absolut keine Ahnung, was zu deinem Problem passt, hier mal drei Artikel, die irgendwie ähnlich sein könnten".
Diese Sicherheit/Unsicherheit KÖNNTE man also durchaus dem Nutzer transparent darstellen - aktuell wird jedoch meistens einfach der jeweils erste Artikel der Liste als Ergebnis präsentiert, völlig egal wie sicher sich das Modell/die Suche war.

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