- 06.11.12
- 14:41
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Kaspersky: Microsoft nicht mehr in 'Lücken-Top-10'
Winfuture verbreitet hier Übertreibungen und Falschinformationen!!!!!
Es kann keineswegs davon die Rede sein, dass die aufgelisteten Programme die "schwerwiegendsten Lücken aufweisen" und "einfach nur schlechte Software" seien.
Nach welchen Kriterien wurde die Liste erstellt? Kaspersky hat die Festplatten der KSN-Nutzer (Kaspersky Security Network) gescannt und nach ungepachter Software gesucht.
Am häufigsten zu finden waren ungepatchte Java-Versionen (bei 35 bzw. 22 % der untersuchten Systeme), danach kam Adobe Flash. Verschiedene Updates dieses Programmes fehlten bei 2 mal 19 % und 10 % der KSN-Nutzer.
Die primäre Voraussetzung, um in dieser Liste aufzutauchen, ist also keineswegs schlechte Programmierung, sondern möglichst weite Verbreitung. Java, Flash und der Adobe PDF-Reader werden auf fast jedem PC vorinstalliert, Media-Player wie WinAmp und iTunes sind ebenfalls weit verbreitet.
Neben weiter Verbreitung ist allen Programmen zudem gemeinsam, dass Updates jeweils ein Minimum an Nutzer-Interaktion erfordern: Man muss auf die Schalflächen "OK" oder "Installieren" drücken, damit die Software auf den neusten Stand gebracht wird.
Dies ist aber auch bei den allermeisten anderen Programmen der Fall. Diese anderen Programme (zb. VLC, alternative PDF-Reader und Co.) sind allerdings nicht weit genug verbreitet, um in der Liste aufzutauchen.
Automatische Updates wie bei Chrome, Apple-Programmen für Macs oder Microsoft-Programmen für Windows-PCs sind eben noch die Ausnahme.
Die Schwere der Schwachstelle und ihre Ausnutzbarkeit ist entgegen der Behauptungen von Winfuture in keinster Weise maßgebend für diese Liste. (Zwischen "highly" und "extremely critical" macht die Liste keinen Unterschied.)
Zudem unterschlägt Winfuture die andere, für MS deutlich weniger ruhmreiche Liste, nämlich die Liste der tatsächlich durchgeführten Angriffe über das Internet: 56% der "web exploits" richteten sich gegen Java-Schwachstellen, 25 % gegen Schwachstellen des Acrobat Readers, 4 % betrafen Windows und IE, 3 % Adobe Flash, 2 % Android und 11 % der Angriffe alle anderen. Apple taucht in dieser Liste (als Einzelposten) gar nicht auf, weder mit OSX noch mit iOS oder Safari. Auch das herrlich antiquierte und häufig ungepatchte QuickTime ist kein relevantes Malware-Opfer.
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Kaspersky: Microsoft nicht mehr in 'Lücken-Top-10'
Winfuture verbreitet hier Übertreibungen und Falschinformationen!!!!!
Es kann keineswegs davon die Rede sein, dass die aufgelisteten Programme die "schwerwiegendsten Lücken aufweisen" und "einfach nur schlechte Software" seien.
Nach welchen Kriterien wurde die Liste erstellt? Kaspersky hat die Festplatten der KSN-Nutzer (Kaspersky Security Network) gescannt und nach ungepachter Software gesucht.
Am häufigsten zu finden waren ungepatchte Java-Versionen (bei 35 bzw. 22 % der untersuchten Systeme), danach kam Adobe Flash. Verschiedene Updates dieses Programmes fehlten bei 2 mal 19 % und 10 % der KSN-Nutzer.
Die primäre Voraussetzung, um in dieser Liste aufzutauchen, ist also keineswegs schlechte Programmierung, sondern möglichst weite Verbreitung. Java, Flash und der Adobe PDF-Reader werden auf fast jedem PC vorinstalliert, Media-Player wie WinAmp und iTunes sind ebenfalls weit verbreitet.
Neben weiter Verbreitung ist allen Programmen zudem gemeinsam, dass Updates jeweils ein Minimum an Nutzer-Interaktion erfordern: Man muss auf die Schalflächen "OK" oder "Installieren" drücken, damit die Software auf den neusten Stand gebracht wird.
Dies ist aber auch bei den allermeisten anderen Programmen der Fall. Diese anderen Programme (zb. VLC, alternative PDF-Reader und Co.) sind allerdings nicht weit genug verbreitet, um in der Liste aufzutauchen.
Automatische Updates wie bei Chrome, Apple-Programmen für Macs oder Microsoft-Programmen für Windows-PCs sind eben noch die Ausnahme.
Die Schwere der Schwachstelle und ihre Ausnutzbarkeit ist entgegen der Behauptungen von Winfuture in keinster Weise maßgebend für diese Liste. (Zwischen "highly" und "extremely critical" macht die Liste keinen Unterschied.)
Zudem unterschlägt Winfuture die andere, für MS deutlich weniger ruhmreiche Liste, nämlich die Liste der tatsächlich durchgeführten Angriffe über das Internet: 56% der "web exploits" richteten sich gegen Java-Schwachstellen, 25 % gegen Schwachstellen des Acrobat Readers, 4 % betrafen Windows und IE, 3 % Adobe Flash, 2 % Android und 11 % der Angriffe alle anderen. Apple taucht in dieser Liste (als Einzelposten) gar nicht auf, weder mit OSX noch mit iOS oder Safari. Auch das herrlich antiquierte und häufig ungepatchte QuickTime ist kein relevantes Malware-Opfer.
Microsoft: Fernsehsendern droht der iTunes-Effekt
@florianwe23:
Kino und Radio gibt es immer noch. Und sie sind immer noch erfolgreich. Die TV-Infrastruktur ist sehr gut geeignet, Millionen Menschen zeitgleich zu bespaßen. Die Individualität und Interaktivität des Internets ist oftmals gar nicht nötig oder gewollt. Daher glaube ich, dass das Fernsehen in ähnlicher Form auch noch in 20 Jahren existiert.
Es gibt auch zahllose Verlage und Filmstudios, die den technischen Wandel der letzten Jahrzehnte gut überstanden haben. Warner, United Artists, Paramount und Universal wurden allesamt vor mehr als 85 Jahren gegründet.
Egal wie der Distributionsweg für Nachrichten und Filme aussieht, man muss wissen, wie man die entsprechenden Inhalte professionell und erfolgreich herstellt. Man benötigt Journalisten, Kameramänner, Schauspieler, Regisseure usw. usw.
IT-Unternehmen wie Google verstehen vielleicht das Internet besser als jeder Medienkonzern, aber das Internet ist nur ein Distributionsweg. Von den Inhalten versteht Google nichts. Es wird also zu neuen Allianzen kommen, einige Unternehmen werden vielleicht ganz verschwinden, es wird keinesfalls so sein, dass die Medienunternehmen in ihrer Gesamtheit irrelevant werden oder gar verschwinden.
Microsoft: Fernsehsendern droht der iTunes-Effekt
Microsoft-Manager Ashley Highfield hat nie gesagt, dass die Fernsehsender ebenso von APPLE (!!!) abhängig werden könnten, wie es bei der Musikbranche nun der Fall sei.
Das wäre auch fast gleichbedeutend mit der Aussage, dass das eigene Unternehmen, also MS, den Wettbewerb mit Apple im Bereich der bewegten Bilder bereits aufgegeben habe.
Gesagt hat er laut Guardian:
Highfield said he believed the reluctance advertisers feel to advertise on sites such as Facebook will soon be a "non-issue", putting more pressure on broadcasters' advertising revenues.
"Once this happens the shift of spending from TV to web will accelerate even more," he said...
Die Gefahr für die Fernsehsender geht also nicht speziell von Apple aus, sondern von allen Internetplattformen, die durch die Zahl ihrer Nutzer für die Werbetreibenden interessant werden könnten. Highfield nennt Facebook als eine dieser Plattformen.
Apples iTunes und ganz besonders Googles YouTube sind aber auch Plattformen, die einem einfallen könnten. Diese beiden Unternehmen besitzen zudem mehr Geld und KnowHow als Facebook.
Ganz sicher hat Microsoft auch Ideen, wie man durch Fesselung an MS der Fesselung an Facebook, YouTube und Co. entgehen kann.