Gebraucht-Software-Prozess: Rückschlag für Microsoft
@uechel: Ich denke, Dein Besipiel geht am Problem komplett vorbei. Lizenzierung ist ein komplexes Thema und Dein Beispiel passt nicht. Klar kannst Du Teile einzeln verkaufen, auch einzelne Teile aus Volumenverträgen, aber wenn Du diese Teile veränderst verstösst Du gegen Schutzrechte. Wenn Du ein Fahrzeug z.B. in bestimmten wesentlichen Bereichen veränderst, musst Du auch ALLE Logos des urspründlichen Herstellers entfernen (wenn Du meinetwegen einen BMW in wesentlichen Teilen umbaust, darf nirgendwo mehr BMW drauf stehen), da dieses Fahrzeug in den Haupkomponenten dann nicht mehr den Herstellerbedingungen entspricht, es ist dann kein BMW mehr.
Wenn Du also aus einer Einzellizenz eine Volumenlizenz machst, die ja wesentlich mehr Rechte beinhaltet, dann ist das eine Raubkopie oder eine nicht existierende Lizenz. Was meinst Du wohl, warum Volumenlizenzen beim Erstkauf teurer sind als Einzellizenzen? Cross-Language-Recht, Downgrade-Recht, Re-Imaging, Softwareverteilungs-Recht, usw. Das hast Du bei Einzellizenzen alles nicht! Wir haben gebrauchte Lizenzen gekauft und ich sage Dir, da musst Du schon genau schauen, was Du bekommst. Warum sollte ich nicht alle Unterlagen (Vertrags-, Lizenz-, Autorisierungs- und/oder Beitrittsnummern, Vorbesitzer, Deinstallationserklärung usw.) bekommen, wenn ich dafür bezahle? Oder würdest Du ein Auto kaufen, ohne zu wissen, wer das vorher besessen hat, ohne ID-Nr. ohne Brief?
Außerdem vernichtet ein Notar Unterlagen nach einem festgelegten Zeitraum, in Deutschland sind das meine ich 7 Jahre. Was ist denn danach mit Deiner Lizenz? Wie willst Du dann nachweisen, dass die echt sind? Wenn Du Brötchen kaufst, muss das ja auch kein Notar bestätigen, also wo ist der Sinn einer notariellen Bestätigung? Warum legt man nicht offen, wo die Lizenzen herkommen? Wenn Du alle Daten beim Lizenzkauf bekommst, dann kannst Du diese auch jederzeit ordentlich wieder verkaufen. Am besten mal die Referenzenliste durchgehen, die Kunden anrufen und fragen, wie die Audits denn so gelaufen sind :-)
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Gebraucht-Software-Prozess: Rückschlag für Microsoft
@uechel: Ja genau: "grundsätzlich" ist das wichtige Wort in der Story, da kommen jedoch noch einige "aaaaber". Außerdem hat dieses Recht natürlich nicht nur usedSoft.
Das Thema geht jetzt schon wochenlang durch´s Netz. Einer schreibt vom anderen ab, aber wenige recherchieren wirklich. Angefangen hat das mit einem Urteil vom November 2007, das jetzt erst rechtskräftig wurde. Da war Gegenstand eine Mahnsache, also ein zahlungsunwilliger Kunde. Top PR, Respekt! Es sieht nämlich so aus, als wäre auch das ein Sieg gegen MS.
Die einstweilige Verfügung von MS gegen usedSoft ist doch nur ein Nebenschauplatz und dabei geht es auch um die Formulierung: " Volumenlizenzen... ohne Wenn und Aber..." Der obige Bericht ist also stark gekürzt. "Ohne Wenn und Aber" kann man Volumenlizenzen sicher nicht verkaufen. Auch ein Auto kannst Du nicht "ohne Wenn und Aber" verkaufen, um bei dem Beispiel zu bleiben.
Das Urteil zum eigentlichen Prozess kann man auf den usedSoft Seiten runterladen.
Wer wirklich mehr wissen will solte sich unbedingt mal die offiziellen Aussagen zu gerbrauchter Software der BSA anschauen: http://w3.bsa.org/germany/presse/newsreleases/20080403-germanypr.cfm
Also: Thema verfehlt? Nee glaube nicht.
@stefanvonlauenstein: Du scheinst hier auch schon Deine Erfahrungen gemacht zu haben und ich stimme Dir voll und ganz zu. Ist auch nicht schwer mal bei Google nachzuschauen und mit ein wenig Nachdenken kommt man schnell dahinter, was hier läuft. Hier rührt jemand kräftig die Werbetrrommel. Was ist denn, wenn festgestellt wird, dass die Lizenzen nicht gültig sind? Da ist erstmal der Käufer dran.
Denke, es wird Zeit, dass das mal ordentlich geregelt wird. Ein richtiger Prozess muss her, nicht so ein Larifari eV Geplänkel. Ich konnte außer dieser Geschichte nichts finden, wo wirklich mal ein Prozess gegen Microsoft geführt wurde. Mal ist es ein Händler, mal ein säumiger Kunde. Einzelfallentscheidungen.
Gebraucht-Software-Prozess: Rückschlag für Microsoft
@uechel: Ich denke, Dein Besipiel geht am Problem komplett vorbei. Lizenzierung ist ein komplexes Thema und Dein Beispiel passt nicht. Klar kannst Du Teile einzeln verkaufen, auch einzelne Teile aus Volumenverträgen, aber wenn Du diese Teile veränderst verstösst Du gegen Schutzrechte. Wenn Du ein Fahrzeug z.B. in bestimmten wesentlichen Bereichen veränderst, musst Du auch ALLE Logos des urspründlichen Herstellers entfernen (wenn Du meinetwegen einen BMW in wesentlichen Teilen umbaust, darf nirgendwo mehr BMW drauf stehen), da dieses Fahrzeug in den Haupkomponenten dann nicht mehr den Herstellerbedingungen entspricht, es ist dann kein BMW mehr.
Wenn Du also aus einer Einzellizenz eine Volumenlizenz machst, die ja wesentlich mehr Rechte beinhaltet, dann ist das eine Raubkopie oder eine nicht existierende Lizenz. Was meinst Du wohl, warum Volumenlizenzen beim Erstkauf teurer sind als Einzellizenzen? Cross-Language-Recht, Downgrade-Recht, Re-Imaging, Softwareverteilungs-Recht, usw. Das hast Du bei Einzellizenzen alles nicht! Wir haben gebrauchte Lizenzen gekauft und ich sage Dir, da musst Du schon genau schauen, was Du bekommst. Warum sollte ich nicht alle Unterlagen (Vertrags-, Lizenz-, Autorisierungs- und/oder Beitrittsnummern, Vorbesitzer, Deinstallationserklärung usw.) bekommen, wenn ich dafür bezahle? Oder würdest Du ein Auto kaufen, ohne zu wissen, wer das vorher besessen hat, ohne ID-Nr. ohne Brief?
Außerdem vernichtet ein Notar Unterlagen nach einem festgelegten Zeitraum, in Deutschland sind das meine ich 7 Jahre. Was ist denn danach mit Deiner Lizenz? Wie willst Du dann nachweisen, dass die echt sind? Wenn Du Brötchen kaufst, muss das ja auch kein Notar bestätigen, also wo ist der Sinn einer notariellen Bestätigung? Warum legt man nicht offen, wo die Lizenzen herkommen? Wenn Du alle Daten beim Lizenzkauf bekommst, dann kannst Du diese auch jederzeit ordentlich wieder verkaufen. Am besten mal die Referenzenliste durchgehen, die Kunden anrufen und fragen, wie die Audits denn so gelaufen sind :-)