Exklusiv-Interview: Media Center Edition 2004

05.10.2003 09:25 
Unsere guten Kantakte waren uns oft sehr hilfreich, so wie dieses Mal. Vor einigen Tagen hat Microsoft die Media Center Edition (2004) von Windows XP veröffentlicht. Windows XP Media Center Edition 2004 macht den PC zum Zentrum des digitalen Wohnzimmers der Zukunft: ausgestattet mit spezieller Hardware erlauben Media Center PCs den einfachen und komfortablen Zugriff auf alle digitalen Medienangebote


Wir hatten exklusiv die Möglichkeit mit einem der Mitarbeiter aus Redmond (USA) ein Interview zu führen. Wir haben den Namen entfernt und durch den Kürzel STE (Software Test Engineer) ersetzt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim lesen.


Olcay Buyan
Olcay@WinFuture.de


Olcay:
Guten Morgen

STE : Hey :)

Olcay: Na gut, fangen wir mal an :)

STE : Ok

Olcay: Was war Ihre Aufgabe bei Microsoft im MCE 2004 Team?

STE : Ich war als Software Test Engineer tätig. In der Windows Media Division: DVD, Timeshifting, Analog TV Gruppe.

STE : Wir waren im Gebäude 50.

STE : Auf dem Redmond Campus

Olcay: Welche Funktionen nahmen am meisten Zeit in Anspruch? Wir haben oft gehört das bei der Entwicklung Probleme mit dem europäischen EPG-System (EPG -> Electronic Program-Guide) entgegen gekommen sind. Stimmt das?

STE : Naja, die PAL-Systeme waren recht hartnäckig. Wir haben extra Kabel in unsere Labore gezogen. Da die PAL-Signale von Europa und Asien anders sind, mussten wir diverse TV-Karten unterschiedlich testen.

STE : Der Teletext in Europa war ebenfalls eine Herausforderung. So brauchten wir eine weitere extra Zuführung in unser Labor um dies ebenfalls genauestens zu testen.

STE : Außerdem hatten wir ein Problem mit DirectX 9.0b. Nach dem Upgrade auf DirectX 9.0b funktionierten die TV-Karten (PAL) nicht mehr richtig.

STE : Der Fehler war der kstvtune.ax, aber ein Patch wurde schon veröffentlicht, welcher das Problem behebt.

Olcay: Hattet Ihr Probleme die Ihr eigentlich nicht erwartet habt?

STE : Eine ganze Weile lang hatten wir ein großes Problem mit Pixela TV-Karten, welche in großen Maßen in Japan verkauft wurden. Die Pixela TV-Karte verwendeten das NTSC-J-Signal, also brauchten wir das NTSC-J-Signal im Labor nur um das Problem zu finden. Ein Pixela Mitarbeiter flog den weiten Weg nach Redmond (USA) zu uns, um dieses Problem zu lösen.

STE : Viele neue DVD-Decoder machten uns unnötig Probleme. Zum Beispiel das Zoomen bei der Wiedergabe oder die zeitversetzte Wiedergabe funktionierte nicht mehr korrekt, also mussten wir diese Fehler beseitigen.

STE : Slow-Motion (Langsame Wiedergabe) wurde wegen dem Fehler mit der zeitversetzten Wiedergabe komplett aus der MCE 2004 entfernt.

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