AstraNet - Internet über Satellit - Teil II

12.02.2005 14:52 
Teil II: Nachdem wir bereits vor einiger Zeit den ersten Teil unserer AstraNet (Internet über Satellit) Review veröffentlicht haben, folgt nun hiermit der Zweite. Lesen Sie nachfolgend alles zum Thema "Der erste Kontakt", "Geschwindigkeit" und über das heikle Thema "Fair Use Policy (FUP)". Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf Ihre Feedback in unserem Forum.

Der erster Kontakt
Nun kommt natürlich der große Moment. Wie wird der erste Startversuch verlaufen? Also, Browser gestartet - das Verbindungssignal ist grün – und „verbinden“ angewählt. Das Modem zeigt Aktivitäten, eine weitere LED leuchtet – und ist schon wieder aus. Mehrere Versuche verlaufen so und werden mit der Meldung quittiert dass kein Antwortsignal vorliegt.

Offenbar hat mein Modem Probleme, die ISDN-Verbindung aufzubauen. Ich wechsle den Provider. In der Software müssen dazu Name, Passwort und Einwahlnummer geändert und gespeichert werden. Auch der zweite Versuch führt zum selben Ergebnis. Was ist zu tun? Nun nähere ich mich auf allen Vieren der dunklen Ecke hinter meinem Schreibtisch wo schon der verstaubte Kabelberg auf mich wartet. Mir ist nämlich eingefallen, dass ich verschiedene ISDN-Verbraucher über einen Verteiler an meine TEA-Dose angeschlossen habe. Der Zweitcomputer im Nachbarzimmer soll ja schließlich auch ins Internet können und ein zusätzliches Anschlusskabel für den Firmen-Laptop liegt auch immer bereit. Und was ist eigentlich das dritte Kabel hier? Ach, jetzt wird erst einmal der gesamte Verteiler eliminiert. Die Telefonanlage und das neue Modem werden direkt mit der TEA-Dose verbunden und ein weiterer Startversuch unternommen. Es funktioniert – „Die Modemverbindung ist hergestellt“ lautet die einfache wie beruhigende Meldung.

Die Geschwindigkeit
Zuerst ein bisschen surfen. Also www.winfuture.de aufgerufen und etwas rumgestöbert. Der Bildaufbau erfolgt zügig. Eine News mit 68 Kommentaren ist ruckzuck verfügbar. Nun der Wechsel auf eine andere Seite. Auch hier ist ein zügiges arbeiten möglich. Man merkt aber auch, dass hier weite Wege zurückgelegt werden. Hat man eine neue Anforderung rausgeschickt, braucht es doch einen Moment, bis eine Reaktion erfolgt. Wenn man bedenkt, dass die Antwort ja erst zum Satelliten und wieder zurück muss, verwundert das eigentlich nicht.

Wie schnell ist die Verbindung nun wirklich? Da ich kein Tool entdecken kann, welches mir dazu eine Information liefern könnte, starte ich einfach den Download einer etwas größeren Datei. Dazu logge ich mich bei Microsoft ein und lade das Servicepack 2 zu Windows XP herunter. Schon der Verbindungsaufbau zu der sonst doch etwas „zähen“ Microsoft-seite geht zügig, aber die Downloadgeschwindigkeit ist der Hammer. Immerhin ist es wochentags abends und ich lade die Datei in einer knappen halben Stunde! Die Geschwindigkeit liegt durchweg zwischen 100 und 140 kB/s. Einfach fantastisch! So geht das nun den ganzen Abend und so manche interessante Datei landet auf meinem Rechner. Wozu ich mit ISDN die ganze Nacht gebraucht hätte, dauert jetzt eine viertel Stunde. Zu ersten Mal ist meine Skepsis der blanken Freude gewichen – endlich eine vernünftige Internetverbindung.

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