Umfrage zu Politik im Netz: Frauen äußern sich seltener als Männer

In allen 32 untersuchten Ländern äußern sich weibliche Befragte seltener zu politischen Themen im Netz als männliche. Die Differenz zwischen den Geschlechtern bei Likes oder Kommentaren liegt bei bis zu 13 Prozentpunkten.

Unterschiede bei der Beteiligung

In Deutschland geben 24 Prozent der männlichen Befragten an, im letzten Monat politische Ansichten im Netz geteilt zu haben. Bei den weiblichen Befragten sind es 16 Prozent. Ähnliche Werte weisen die USA auf, wo 24 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen entsprechende Kommentare hinterlassen. Auch in Spanien beträgt der Anteil 24 Prozent bei den Männern und 18 Prozent bei den Frauen.

Den höchsten Anteil an politisch aktiven Befragten verzeichnen die Philippinen mit 42 beziehungsweise 34 Prozent. Am unteren Ende der Skala befindet sich Japan. Dort äußern sich nur zehn Prozent der männlichen und fünf Prozent der weiblichen Befragten zu politischen Themen. Auch in China liegt die Quote mit 17 und zehn Prozent vergleichsweise niedrig.

Einflussfaktor Herkunft

Die Daten stammen aus den Consumer Insights von Statista, wofür zwischen Oktober 2025 und September 2026 pro Land 1000 bis 8600 Personen von 18 bis 64 Jahren befragt wurden. Besonders gering fällt die Differenz in Italien aus, wo 20 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen online mitdiskutieren.

In Ländern wie Südafrika und Brasilien liegt die Beteiligung generell höher. In Südafrika stehen 38 Prozent bei den Männern 26 Prozent bei den Frauen gegenüber, in Brasilien sind es 36 und 27 Prozent. Die größte Abweichung zeigt sich in Indonesien, wo 36 Prozent der Männer und 23 Prozent der Frauen online politisch aktiv sind. Laut dem Bericht gilt eine gleich große Differenz auch für Malaysia.
Umfrage zu Politik im Netz: Frauen äußern sich seltener als Männer Quelle: Statista
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