Umfrage zu KI-Finanz-Tools: Deutsche zeigen sich zurückhaltend

Bei KI-basierten Finanz-Tools zeigt sich hierzulande Zurückhaltung. Lediglich 34 Prozent der Befragten in Deutschland sind offen dafür, entsprechende Anwendungen etwa für die Budget- oder Investitionsplanung zu nutzen.

Ländervergleich bei der Finanzplanung

Während sich Anwender in der Bundesrepublik bei Finanz-Tools auf Basis von Künstlicher Intelligenz zurückhalten, sieht die Lage im englischsprachigen Raum anders aus. In Großbritannien äußern viele Befragte Offenheit für derartige Software. Gemeint sind damit Werkzeuge für die Budgetierung, Investitionen oder die allgemeine Finanzplanung. Konkret liegt die Zustimmung dort bei 48 Prozent. In den USA gaben 46 Prozent der Befragten an, offen für die Nutzung solcher Tools zu sein.

Ein Blick auf die demografischen Daten offenbart zudem eine Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. Unter den deutschen Männern zeigen sich 40 Prozent aufgeschlossen gegenüber KI-basierten Anwendungen. Bei den Frauen fällt der Wert mit 28 Prozent geringer aus. Das Muster wiederholt sich international: In Großbritannien überwiegt das männliche Interesse mit 53 zu 44 Prozent, in den Vereinigten Staaten steht es 51 zu 41 Prozent.

Unterschiedliche Risikobereitschaft

Die Daten stammen von Statista. Für die Erhebung wurden zwischen Januar und September 2026 in jedem untersuchten Land rund 2000 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren befragt. Dass die Akzeptanz bei weiblichen Befragten geringer ausfällt, könnte laut dem Unternehmen damit zusammenhängen, dass Frauen entsprechende Werkzeuge als risikoreicher wahrnehmen.

Studien zur Risikobereitschaft haben in vielen Fällen gezeigt, dass Männer im Durchschnitt eher finanzielle Risiken eingehen als Frauen. Diese Ergebnisse könnten laut Statista auch erklären, warum Männer wesentlich häufiger Kapitalbeteiligungen und Kryptowährungen besitzen oder nutzen.
Umfrage zu KI-Finanz-Tools: Deutsche zeigen sich zurückhaltend Quelle: Statista
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