Stationäre Apotheken: Immer weniger Menschen kaufen lokal ein
Immer weniger Menschen besorgen sich ihre Medikamente vor Ort. Innerhalb weniger Jahre sank der Anteil der lokalen Käufer auf 53 Prozent. Der klassische Einkaufsweg verliert damit deutlich an Reichweite.
In den Jahren 2023 und 2024 lag die Vor-Ort-Nutzung bei jeweils 63 Prozent, bevor sie 2025 auf 58 Prozent zurückging. Die jährliche Befragung umfasste jeweils zwischen 2000 und 4700 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren.
Die Gründe für die Schließungen sind vielschichtig. Versandapotheken und digitale Bestellwege können vor allem bei planbaren oder nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten Marktanteile gewinnen, das E-Rezept erleichtert solche Abläufe. Gleichzeitig schwächt sich die wirtschaftliche Basis vieler Betriebe ab. Die Vergütung für rezeptpflichtige Arzneimittel hält nur begrenzt mit den steigenden Kosten für Personal, Miete und Energie Schritt. Hoher Aufwand durch Bürokratie und Dokumentation belastet die Betriebe zusätzlich.
Abwärtstrend der vergangenen Jahre
Der Blick auf die Entwicklungen zeigt einen Rückgang der Kundschaft in klassischen Apotheken. Während 2019 noch 73 Prozent der Befragten stationär einkauften, sank der Wert 2020 auf 70 Prozent und fiel im Folgejahr auf 67 Prozent. Nach einem leichten Anstieg auf 68 Prozent im Jahr 2022 setzte sich der Abwärtstrend fort.In den Jahren 2023 und 2024 lag die Vor-Ort-Nutzung bei jeweils 63 Prozent, bevor sie 2025 auf 58 Prozent zurückging. Die jährliche Befragung umfasste jeweils zwischen 2000 und 4700 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren.
Wirtschaftlicher Druck
Das veränderte Kaufverhalten trägt zum Rückgang der Apotheken in Deutschland bei, wie Statista verdeutlicht. Die Zahl der Niederlassungen schrumpft und erreichte 2025 mit 16.601 Standorten den niedrigsten Wert seit Ende der 1970er-Jahre. Die steigende Zahl an Schließungen führte dazu, dass zwischen 2018 und 2023 mehr als zwei Millionen Menschen längere Wege in Kauf nehmen mussten. Knapp 500.000 Patienten bewältigten sogar erheblich größere Entfernungen.Die Gründe für die Schließungen sind vielschichtig. Versandapotheken und digitale Bestellwege können vor allem bei planbaren oder nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten Marktanteile gewinnen, das E-Rezept erleichtert solche Abläufe. Gleichzeitig schwächt sich die wirtschaftliche Basis vieler Betriebe ab. Die Vergütung für rezeptpflichtige Arzneimittel hält nur begrenzt mit den steigenden Kosten für Personal, Miete und Energie Schritt. Hoher Aufwand durch Bürokratie und Dokumentation belastet die Betriebe zusätzlich.
Quelle: Statista