Smarte Sicherheitstechnik: Deutschland liegt im Ländervergleich hinten

Wenn es um smarte Sicherheitstechnik wie vernetzte Kameras oder Rauchmelder geht, liegen deutsche Haushalte im internationalen Vergleich im unteren Feld. Lediglich 27 Prozent der Befragten besitzen derartige Anlagen zur Gebäudesicherheit.

Internationale Vorreiter

Den Spitzenplatz unter elf ausgewählten Staaten belegt China, wo 47 Prozent der Befragten entsprechende Geräte im Haushalt haben. Großbritannien folgt mit 40 Prozent auf dem zweiten Rang. Ebenfalls überdurchschnittliche Werte weisen Australien mit 38 und die USA mit 37 Prozent auf. Dicht hintereinander reihen sich Frankreich, Spanien und Italien mit Verbreitungsquoten zwischen 34 und 30 Prozent ein.

Schlusslichter in Europa und Asien

Noch seltener als in der Bundesrepublik sind digitale Sicherheitslösungen in der Schweiz mit 24 und in Finnland mit 21 Prozent anzutreffen. Den letzten Platz der Auswertung belegt Japan, wo lediglich ein Zehntel der Befragten derartige Systeme besitzt. Die Angaben basieren auf Erhebungen zwischen Juli 2025 und Juni 2026 bei Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren.

Sorgen um die Privatsphäre

Die Zahlen geben laut einer Auswertung von Statista ausschließlich Auskunft über den Besitz im Haushalt. Sie erlauben keine direkten Schlüsse auf die Zahl der installierten Geräte oder das tatsächliche Schutzniveau einzelner Gebäude. Für Anbieter könnten die teils niedrigen Ausstattungsquoten auf Potenzial für zusätzliche Haushalte hindeuten.

Eine Garantie für eine künftige Nachfrage ist das jedoch nicht. Entscheidend ist, ob Verbraucher solche Anschaffungen dauerhaft nutzen wollen. In Deutschland haben viele Menschen Vorbehalte gegen Smart-Home-Produkte. Rund ein Viertel der Befragten befürchtet demnach, durch intelligente Geräte von Dritten ausspioniert zu werden.
Smarte Sicherheitstechnik: Deutschland liegt im Ländervergleich hinten Quelle: Statista
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