Personennahverkehr: Deutschlandticket zieht kaum ÖPNV-Neulinge an
10 Millionen Mal soll sich das Deutschlandticket seit seinem offiziellen Start am 1. Mai 2023 laut Angaben des Branchenverbands Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) verkauft haben. Obwohl das Angebot einen weiteren Anreiz zum Umstieg auf den ÖPNV bieten soll, scheint das Ticket vor allem von denjenigen genutzt zu werden, die sich ohnehin bereits im öffentlichen Nahverkehr bewegen.
Das für 49 Euro erhältliche Ticket steht allerdings auch aus zahlreichen Lagern in der Kritik. So sei der Preis gerade für finanziell weniger gut gestellte Deutsche kaum erschwinglich. Der Vorgänger, das 9-Euro-Ticket, sei im Juni, Juli und August laut VDV etwa 52 Millionen Mal verkauft worden. Weiterhin stelle die digital-first-Strategie bei der Ausstellung der Tickets eine Barriere für Bürger ohne entsprechende Endgeräte beziehungsweise adäquate Nutzungskompetenz dar. Dem will das VDV mit der Ausgabe von bis zu 30 Millionen Chipkarten entgegenwirken. Dieser Plan wird allerdings durch den andauernden Chipmangel und den Krieg in der Ukraine erschwert, weswegen vorübergehend auch Papiertickets ausgegeben werden. VDV-Präsident Ingo Wortmann versicherte allerdings, dass dies "spätestens bis Jahresende überall gelöst" sei.
"Regelrechter Run"?
VDV-Zahlen zufolge soll die Hälfte der genutzten Deutschlandtickets auf Umwandlungen von beziehungsweise Umstieg aus bestehenden Abos entfallen. Weitere 43 Prozent hätten den ÖPNV bereits mit Einzel- oder außerhalb von Abos erworbenen Monatskarten genutzt. Lediglich 700.000 Tickets, umgerechnet also sieben Prozent, wären von Deutschen erworben worden, die vorher nicht regelmäßig ÖPNV-Angebote genutzt hätten. Trotzdem spricht Bundesverkehrsminister Volker Wissing am 21. Mai gegenüber der ARD von einem "regelrechten Run" auf das Ticket, zwei Millionen Neuabos seien zwischen dem 1. Mai und dem Interviewzeitpunkt bereits abgeschlossen worden.Das für 49 Euro erhältliche Ticket steht allerdings auch aus zahlreichen Lagern in der Kritik. So sei der Preis gerade für finanziell weniger gut gestellte Deutsche kaum erschwinglich. Der Vorgänger, das 9-Euro-Ticket, sei im Juni, Juli und August laut VDV etwa 52 Millionen Mal verkauft worden. Weiterhin stelle die digital-first-Strategie bei der Ausstellung der Tickets eine Barriere für Bürger ohne entsprechende Endgeräte beziehungsweise adäquate Nutzungskompetenz dar. Dem will das VDV mit der Ausgabe von bis zu 30 Millionen Chipkarten entgegenwirken. Dieser Plan wird allerdings durch den andauernden Chipmangel und den Krieg in der Ukraine erschwert, weswegen vorübergehend auch Papiertickets ausgegeben werden. VDV-Präsident Ingo Wortmann versicherte allerdings, dass dies "spätestens bis Jahresende überall gelöst" sei.
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