WLAN auf Bahnhöfen: Die Unterschiede sind ungewöhnlich extrem

Wer mit der Deutschen Bahn reist, muss nicht nur immer noch in vielen Zügen auf eine WLAN-Anbindung verzichten. Auch in den Bahnhöfen sieht es mit der Hotspot-Versorgung nicht besonders gut aus - wenn man von drei Ausnahme-Regionen absieht.

Es scheint ein wenig so, als seien die Digitalisierungs-Pläne des Bahn-Vorstandes lediglich in drei Regionen angekommen oder wären in allen anderen Bundesländern in irgendeiner Ablage hängengeblieben. Denn in Hamburg stehen auf Nahezu allen Bahnhöfen WLAN-Verbindungen zur Verfügung (96,4 Prozent). Und auch Schleswig-Holstein und Hessen sind mit 80,3 und 78,4 Prozent ziemlich gut dabei.

In allen anderen Bundesländern liegt der Anteil der mit WLAN-Hotspots ausgestatteten Bahnhöfe und Haltepunkte hingegen im einstelligen Prozentbereich. Fünf Bundesländer - Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schlusslicht Brandenburg - liegen sogar noch unter der 2-Prozent-Marke. Der Bundesweite Durchschnitt liegt somit bei gerade einmal 12 Prozent.

Ziel sind 100% bis Jahresende

Ob es angesichts dieser Zahlen zu schaffen ist, bis zum Jahresende auf allen Bahnhöfen kostenloses WLAN für die Fahrgäste bereitzustellen, wie es die Ankündigung vom Februar vorsah, darf durchaus bezweifelt werden. Allerdings sind die Zahlen noch aus dem April und wurden der FDP-Bundestagsfraktion so von der Bundesregierung mitgeteilt. Aktuellere Daten gibt es wohl nicht.

"An viel zu vielen Haltepunkten sind Zugreisende vom Zugang zum WLAN abgeschnitten. Hier muss sehr schnell etwas passieren, damit Zugreisende an allen Bahnhöfen und Haltepunkten über WLAN kostenfrei und zuverlässig ins Internet kommen", erklärte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. Denn die Möglichkeit, unterwegs bequem ins Internet zu kommen, ist eine wesentliche Frage für die Wettbewerbsfähigkeit im Personentransport.
Quelle: Allianz pro Schiene
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