Windows 10: Festplattenplatz sparen mit CompactOS

Windows, Windows 10, Speicherplatz, Komprimierung, Semper, CompactOS Windows, Windows 10, Speicherplatz, Komprimierung, Semper, CompactOS
Das NTFS-Dateisystem unterstützt eine Komprimierung, mit der sich ab Windows XP Dateien platzsparend auf der Festplatte unterbringen lassen. Erreichbar ist diese Funktion etwa über den Windows Explorer, wenn Sie ein Laufwerk auswählen und im Kontextmenü zunächst die Eigenschaften öffnen und dann "Laufwerk komprimieren, um Speicherplatz zu sparen" markieren. Damit wird dann der komplette Datenträger komprimiert. Dateien und Programme lassen sich auch weiterhin wie gewohnt starten und müssen nicht vom Nutzer zuvor manuell entpackt werden, wie es zum Beispiel beim Einsatz von ZIP-Archiven der Fall wäre.

Windows 10 komprimieren

Windows 10 bietet jedoch noch eine andere Möglichkeit zur Komprimierung, bei der dann lediglich das Betriebssystem selbst gepackt wird. Hintergrund für diese neue Funktion ist, dass Windows 10 auf möglichst vielen Geräten zum Einsatz kommen soll - also auch auf jenen, die nur wenig Speicherplatz zur Verfügung haben.

Möchten Sie die Komprimierung des Betriebssystems aktivieren, müssen Sie zunächst die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten starten (die entsprechende Funktion finden Sie nach einem Rechtsklick auf den Start-Button). Anschließend geben Sie den Befehl compact.exe /CompactOS:always ein. Daraufhin wird Windows 10 dann komprimiert, was je nach System einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Um den Vorgang wieder rückgängig zu machen, geben Sie compact.exe /CompactOS:never ein. Mit dem Befehl compact.exe /CompactOS:query sehen Sie, ob die Komprimierung derzeit aktiv ist oder nicht.

Ist eine Komprimierung sinnvoll?

Ob eine Komprimierung von Windows 10 sinnvoll ist, lässt sich nicht grundsätzlich beantworten. Durch die Komprimierung werden die Dateien des Betriebssystems kleiner. Dies spart Platz auf der Festplatte, zudem können die Dateien so schneller gelesen werden. Beim Zugriff auf die Dateien müssen diese allerdings temporär entpackt werden, was das System auslasten kann. Nutzen Sie beispielsweise eine langsame Festplatte und eine schnelle CPU, könnte sich durch die Komprimierung jedoch ein spürbarer Geschwindigkeitszuwachs bemerkbar machen.

CompactOSCompactOSCompactOSCompactOSCompactOSCompactOS

Dieses Video empfehlen
Kommentieren41
Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Mich täte ja ein vorher/nachher vergleich interessieren.
Irgendwie vermag ich es trotz i7 & SSD nicht selbst testen..
 
@Savoury: Im normalen Alltagsbetrieb merkt man nichts davon. Eventuell mit einen Benchmark, welches genau auf die komprimierten Dateien ausgerichtet ist. Aber so habe ich da nie etwas wirklich bemerkt. Und das etwas merklich schneller geworden ist, konnte ich da auch nicht feststellen.

Aber wirklich Sinn macht das nur, wenn man eine 16GB o. 32GB SSD hat. Schon ab 64GB macht das aus meiner Sicht eigentlich keinen Sinn mehr.
 
@DK2000: Mich würde aber speziell die Bedarfsdifferenz interessieren, also vom Speicherplatz.
 
@Savoury: Was ist eine Bedarfsdifferenz? Wenn du allerdings wissen willst, wie das Verhältnis von gepackten zu umgepackten Dateien ist, es ist 2:1 wenn nur das OS komprimiert wird.
 
@Savoury: Bei mir auf dem Testsystem sind es mittlerweile gut 3.5 GB, welche eingespart werden. Ist nicht die Welt.
 
Da stellt sich mir die Frage ob sich die temporären Dateien vom Entpacken auch wieder selbstständig löschen.
Überhaupt, bei den SSD Preisen ist das doch überhaupt nicht mehr nötig. Inzwischen gibt es für rund 100.-€ ganze 480GB. Fürs Datengrab ne Magnetplatte 2TB für 60.-€.
 
@bebe1231: Jetzt müsstest du uns nur noch erklären, wie du diese 480 GB SSD und die 2 TB Magnetplatte als Datengrab beispielsweise ins Tablet bekommst... ;)
 
@RebelSoldier: Nimm deinen Tower und leg ihn Quer, zack hast du ein Tablet. *gg*
 
@bebe1231: Aber nur Big Tower! Muss ja 16:9 sein ;D
 
@RebelSoldier: da gibts aber heutzutage aber auch sd karten jenseits der 100 Gb die man in die meisten tabs stecken kann, ausser bei Ipads.
 
@bebe1231: da gibts keine temporären Dateien, das wird on-the-fly beim Lesen gemacht. Wär ja schrecklich langsam auf HDDs, stattdessen wirds bei jeder halbwegs komprimierbaren Datei schneller, solange man nicht eine schnelle HDD mit sehr alter CPU kombiniert (wie du ja auch in der News hättest lesen können).
 
@Link: Das funktioniert nicht mit HDDs, nur mit SDD, eMMC etc. Microsoft hat auch bei der Vorstellung davon gewarnt, CompactOS auf mechanischen Datenträgern zu aktivieren (falls es denn überhaupt noch geht).
 
@DK2000: ist das nicht die normale NTFS-Kompriemierung, die da auf den Windows-Ordner angewendet wird (gegen die sich die neueren Windowsversionen sonst etwas wehren)?
 
@Link: Nein. Das ist eine transparente Kompriemierung auf ganz unterster Stufe, welche nur Systemdateien betrifft. Man bekommt davon nichts mit, ob sie aktiviert ist oder nicht. Deswegen muss man ja mit dem Befehl compact.exe prüfen, ob sie aktiviert ist oder nicht. Ansonsten sieht man davon nichts. Die 'alte' NTFS-Komprimierung existiert parallel dazu. Die hat aber mit CompactOS nichts zu tun.
 
@DK2000: Um es mal zu ergänzen. Mit Windows 8 konnte man das System als ein WIMBoot Image nutzen. Das war vor allem sinnvoll auf Geräten mit 8 oder 16GB Flash. CompactOS vereint die Vorteile ohne die Nachteile auf günstigen Tablets und Stick PCs. Für "richtige" PCs ist das nichts. Etwas ausführlicher hättet ihr die Funktion schon noch beschreiben können!
http://www.anandtech.com/show/9676/windows-10-feature-focus-compactos
 
@xexex: CompactOS mag vielleicht nicht so sinnig für richtige PC's mit genügend Speicherplatz sein. Aber die neuen Komprimierungsverfahren haben es in sich. Ist die Hardware auch nur halbwegs aktuell für eine schnelle Dekomprimierung, kann man ohne Leistungseinbußen Speicherplatz sparen. Davon hat man bei SSD's ja eher selten unendlich zur Verfügung.

Bei einer Windows 10 VM ist mir das ganze Verfahren schon positiv aufgefallen wo ich es nicht nur an dem OS darin angewendet habe, sondern auf die ganze virtuelle Festplatte. Natürlich von innen heraus, also mit dem Gastsystem. Über das Hostsystem wäre das nicht ratsam. Bei richtigen Systemen wäre auch davon abzuraten. Aber innerhalb einer VM scheint es sogar die Leistung positiv zu beeinflussen.

In anderen Szenarien ist es aber auch so praktisch. Am heftigsten ist es mir bei dem Spiel Paragon aufgefallen. Den Speicherplatz welchen dieses Spiel verbraucht beträgt 21,9 GB, wenn ich mit dem richtigen Befehl einen bestimmten Ordner komprimiere benötigt es nur noch 4,81 GB Speicherplatz. Die Ladezeiten und dergleichen scheinen unverändert zu sein.

Das kann also je nach Szenario sogar richtig was bringen und sogar darüber entscheiden wie viel man auf der SSD speichern kann.

---

Falls es jemanden interessiert... Die Eingabeaufforderung muss als Administrator gestartet, und folgende Befehle sind anzuwenden:

Für Verzeichnisse:
compact /c /s:"X:\Beispiel\Verzeichnis" /EXE:LZX

Für Dateien:
compact /c /EXE:LZX "X:\Beispiel\Datei.tmp"

Man sollte noch erwähnen das man diese Art der Komprimierung nur auf Dateien anwenden sollte die in der Regel nur ausgelesen werden, da es sonst negative Auswirkungen auf die Leistung haben könnte. Am besten ist es nur die Dateien zu behandeln die den Speicherplatz besonders negativ beeinflussen.

Hinzu kommt das es scheinbar nicht direkt Rückgängig zu machen ist. Es gibt zwar einen Befehl dafür (einfach "/c" in den oben genannten Befehlen mit "/u" ersetzen), nur der dekomprimiert die Dateien leider nicht. Als kleinen Workaround kann man die Dateien, bzw Ordner aber einfach an eine andere Stelle kopieren. Die Kopien sind dann nicht mehr komprimiert. Löscht man also dann die komprimierten Originaldateien und schiebt die Kopien zurück zum Original hat man den vorherigen Zustand auch wieder hergestellt
 
@Tanyyya: "CompactOS mag vielleicht nicht so sinnig für richtige PC's mit genügend Speicherplatz sein. Aber die neuen Komprimierungsverfahren haben es in sich."

Du lässt eine wichtige Sache außer acht! Die meisten SSD Controller komprimieren die Daten selbständig. Da kann eine Komprimierung der Daten durch das System schnell kontraproduktiv sein.
 
@Tanyyya: Danke für Deine für mich sehr interessanten Ausführungen. Muß ich glatt mal in einer VM ausprobieren
 
@DK2000: Falsch, das ist NTFS Komprimierung.
Man kann auch einfach von Hand den Windows Ordner komprimieren.

https://technet.microsoft.com/en-us/library/bb490884.aspx?f=255&MSPPError=-2147217396

Geht als mit HDD, SSD und jedem anderen Device das mit NTFS formatiert ist.

Bei dem Dedup Hack von Server 2016 to Windows 10 ist das was anderes und es arbeitet extrem effektiv.
 
@Guili2000: Nur das es nicht die Standard-NTFS Komprimierung ist, da einerseits die Dateien nicht als komprimiert angezeigt werden und man nach Aktivierung von CompactOS nach wie vor die NTFS Komprimierung aktivieren kann (auch für die Dateien, welche bereits durch CompactOS komprimiert sind).

Die Technik, welche da dahinter steckt, setzt zwar auf die NTFS Komprimierung auf, aber sie ist da doch etwas tiefer im System verankert, so dass man davon praktisch gar nichts mitbekommt.
 
@DK2000: Doch funktioniert mit normaler HDD, habe es an und keine Probleme. Warum sollte es bei HDD für Probleme sorgen ?
 
@Lon Star: Sorry, war mein Fehler. Habe ich da mit WIMBOOT verwechselt. Hiier gibt es das Problem mit mechanischen Datenträgern. Bei CompactOS ist das nicht der Fall.
 
@bebe1231: Wozu temporäre Dateien? Die komprimierte Datei wird gelesen und dann im RAM dekomprimiert. Alles andere wäre ja total dämlich.

Und die Zielgruppe sind hier eben KEINE Desktop Rechner, sondern kleine Laptops, Convertibles oder Tablets, die eben nicht hunderte GB haben.
 
@Draco2007: "....Beim Zugriff auf die Dateien müssen diese allerdings temporär entpackt werden, was das System auslasten kann...."
Wenn damit der RAM gemeint ist soll es ja recht sein, geht aber aus dem Text nicht eindeutig hervor.
 
@bebe1231: Ok sagen wirs so, für einen Softwareentwickler ist das offensichtlich =)
 
@Draco2007: Dann mal danke für die Aufklärung. ;-)
 
@bebe1231: Wenn es nicht auf den RAM bezogen wäre dann wäre der Geschwindigkeitsvorteil ja weg. Du müsstest die Datei lesen(komprimiert), Dekomprimieren und auf die langsame Platte schreiben, und dann wieder von der Platte lesen. Das wäre dann ja dreifacher Zugriff auf die Festplatte den man ja möglichst kurz halten möchte.
 
@bebe1231: Für das dekomprimieren ist CPU+RAM da und die dekomprimierten Daten werden direkt so weitergeleitet als hätte man sie direkt eingelesen. Wenn die Hardware in deinem PC also nicht älter wie 10 Jahre ist, solltest du in der Regel nicht mal was davon merken das da erst Daten dekomprimiert werden bevor diese genutzt werden. Also du würdest es nicht mal sehen wenn du die CPU-Auslastung und dergleichen beobachtest. Von daher hat man da wohl kaum etwas zu befürchten. ^^
 
Da ich ein Tablet mit Windows 10 betreibe und insgesamt nur 32 GB Speicherplatz zur Verfügung habe, wovon am Ende, wenn Windows clean und nur ein paar Programme installiert wurde, gerade so 14 bis 15 GB übrig bleiben, dachte ich, ich versuche das mal. Hat auch geklappt, aber dadurch konnte ich gerade mal rund 1 GB rausholen. Das war mir zu wenig. Deswegen habe ich das wieder rückgängig gemacht. Und nun habe ich den Salat. Windows fährt nicht mehr hoch. Der Bootscreen kommt, danach bleibt alles schwarz. Nix geht mehr. Habe alles mögliche versucht. Z.b System Wiederherstellung usw. Letzten Endes musste ich das Tablet zurücksetzen.
Warum ich das überhaupt ausprobiert hatte werden sich jetzt einige fragen... Nun ja, durch den geringen internen Speicher ist es mir nicht möglich, Windows über das Update oder anderweitig upzugraden. Jedes mal also, wenn ein Upgrade von Windows 10 verfügbar ist, muss ich mir ein USB Stick mit der aktuellsten Build von Windows 10 fertig machen und Windows 10 neu (clean install) installieren. Das war beim letzten großen Upgrade schon der Fall. Wie soll man auch sonst upgraden, wenn Windows mindestens 16 GB freien Speicher verlangt fürs Upgrade, aber durch den geringen internen Speicher keine 16 GB Speicher mehr zur Verfügung stehen? Verkehrte Welt...
 
DoubleSpace ist wieder da ;)
 
@toco: Das war auch mein erster Gedanke...
 
Irgendwie finde ich die Überschrift schon etwas daneben, schließlich soll laut dem Video dieser Vorgang schon seit Windows XP funktionieren.
Muß man Leute die Win10 ignorieren jetzt auch noch unnötig bei Tips und Tricks behindern?
 
Der Sprecher im Video oben hat Double- und DriveSpace in MS-DOS 5.x bzw. MS-DOS 6.x+ vergessen - damit konnte man auch ganze Laufwerke komprimieren. Es war aber höllisch gefährlich.
 
@divStar:
Hat er doch erwähnt.
Das was er nicht erwähnt hat, dass es schon sehr lange vorher solche Programme von Drittherstellern gab, die die ganzen Festplatte komprimieren konnten.
Das musste ich damals auf ie harte Tour erfahren, als ich mir einen Rechner mit 80 MB HDD gekauft habe und, als ich die mal formatierte, sie plötzlich nur noch 40 MB hatte. ;)
 
Habe jetzt an 3 PCs mit "compact.exe /CompactOS:query" getestet ... Oh wunder überall aktiv! ohne das ich da jemals was selbst aktiviert hätte.
 
@Shitfukker: So hier mal aus einer MS Hilfe:
"Wenn sich beim Update auf Windows 10 zeigt, dass das Gerät für Compact OS geeignet ist, dann wird es automatisch aktiviert"
Im Prinzip sollte es also bei der Mehrheit Standardmäßig aktiv sein!
 
@Shitfukker: Ist bei mir auch aktiv:
C:\WINDOWS\system32>compact.exe /CompactOS:query
Das System weist den Komprimierungszustand auf und verbleibt in diesem Zustand,
sofern er nicht von einem Administrator geändert wird.
 
@Shitfukker: Mir erzählt meine Kiste: "Das System weist keinen Komprimierungszustand auf, da Windows festgestellt hat, dass er nicht vorteilhaft für dieses System ist."

Ist aber auch ein i7 mit 256er-SSD, die noch nicht mal halb gefüllt ist, da hätte es mich auch etwas gewundert, wenn das was bringen sollte.
 
@Shitfukker: Windows 10, Neuinstallation: "Das System weist keinen Komprimierungszustand auf, kann aber bei Bedarf komprimiert werden."
 
Originalvideo von Sempervideo schon vom 2.10.2016 https://youtu.be/NmgfIhkDbgU
Muten oder löschen anderer Beiträge ist Meinungsfreiheit, aber hey Landes AGB´s ist euch egal...
Zum Thema: also mein HP Laptop profitiert ungemein davon bei 32 GB Flashspeicher........ Passt grad mal das System drauf ;(
 
@awwwp1987: Was ist ein "Landes AGB´s"?

Und viel wichtiger: Was willst du uns mit deinen ersten beiden Zeilen sagen?
Kommentar abgeben Netiquette beachten!