Speziell für Gamer: Linksys bringt Router mit Paket-Priorisierung

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Der Netzwerkausrüster Linksys hat pünktlich zur Spielemesse Gamescom einen neuen Home-Router präsentiert, der speziell für Gamer entwickelt worden sein soll. Das dafür gedachte Kern-Feature nennt sich "Killer Networking Engine" und stellt im Grunde eine Paket-Priorisierung dar.

Die Algorithmen in der Router-Firmware des WRT32X sollen hier dafür sorgen, dass bestimmte Daten - insbesondere die von Online-Games - mit höchster Priorität verarbeitet und weitergereicht werden. Linksys will auf diese Weise die Latenzen um bis zu 77 Prozent reduzieren können. Voraussetzung ist allerdings die Verwendung einer kompatiblen Schnittstelle im Client-Rechner. Diese kann entweder über spezielle Killer-Netzwerkkarten eingebaut werden oder steht in einigen Gaming-Systemen von Alienware, MSI und Razer bereits von Haus aus zur Verfügung.

Ansonsten handelt es sich um einen gut ausgestatteten, aber recht normalen, aktuellen Home-Router. Unterstützt werden WLAN-Verbindungen bis zum Standard 802.11ac, wobei entsprechend sowohl auf 2,4 als auch auf 5 Gigahertz gefunkt wird. Am Gerät findet man fünf Gigabit-Ethernet-Ports (4 nach Innen und eine nach Außen), einen USB 3.0-Port und einen kombinierten eSATA-/USB-2.0-Anschluss.
Linksys WRT32X Linksys WRT32X Linksys WRT32X
Bearbeitet werden die Aufgaben durch einen Dual-Core-Prozessor, der mit 1,8 Gigahertz getaktet ist. Verschlüsselte WLAN-Verbindungen werden auf Basis von WPA2 unterstützt. Weiterhin bietet der Router selbst die Möglichkeit, Datenverbindungen über PPTP oder IPSec-Passthrough als VPN zu tunneln.

Mit der mitgelieferten Firmware lässt sich der WRT32X komplett über den Browser konfigurieren. Wer möchte, kann allerdings auch auf ein eigenes Betriebssystem umsteigen. Linksys unterstützt die Verwendung des Open Source-Systems OpenWRT. Laut Linksys soll der neue Router ab Oktober ausgeliefert werden und rund 330 Euro kosten.
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Sowas gibts schon lange... nennt sich QOS und ist in guten Routern seit Jahren zu finden.
AQM wäre auch noch zu erwähnen.
Den Buffer-Bloat wird aber auch dieses "Spielzeug" kaum wirksam unterbinden - das geht nur mit QOS - vorausgesetzt es ist "richtig" eingestellt...
 
@Zonediver: was ist der große unterschied zum avm 7590, der linksys kostet 330€. Lohnt sich der Mehrpreis? Ich frage nur, weil ich es nicht weiß.
 
@Cihat: Das kann ich leider nicht beantworten, da ich seit Jahren einen IPFire benutze.
Der läuft auf einem 4-Kerner mit 4GB RAM, kostete 324.- und braucht 10W.
Von daher ist der Preis von 330.- für nur 2 Kerne schon alleine überzogen. Von den fehlenden Funktionen will ich garnicht erst anfangen...
 
@Zonediver: Was ist das für eine Hardware für 324 EUR? IPFire ist an sich ja nur die Software.
 
@Chosen_One:

Case: Cooltek C2 ITX
Board: Asrock Q1900M
CPU: Intel Celeron J1900
RAM: 4GB Corsair Value Select DDR3-1333 CL9-9-9-24
SSD: Intel 535; 120GB
WAN: Intel i210-T1 PCIe x1
LAN: Intel i210-T1 PCIe x1
Netzteil: 80W-PicoPSU und 12V/80W-Netzteil
Verbrauch: 9,5-10,6W gemessen am 230V-Eingang des Netzteils
 
@Zonediver: und wie bindet man da analoge Telefone via voip an? Leider habe ich keine ahnung von asterisk, sonst hätte ich das schon lange gemacht.
 
@tetam: Garnicht - das macht bei mir das Kabel-Modem von UPC - das hat 2 Anschlüsse für analoge Telefone.
 
@Zonediver: Damit hast du eine schicke Firewall, die sicherlich schneller, flexibler und weitaus besser administrierbar ist.
Einen WLAN-AP brauchst du aber auch noch, um auf Augenhöhe zu vergleichen.
Aber dein Aufbau gefällt mir persönlich um einiges besser als diese Raumschiffe, wenn dein Aufbau auch nicht für den Ottonormalnutzer geeignet ist.
 
@Chosen_One: Ich hab 4 APs in Betrieb - die hängen im Netzwerk - da muß es nicht die Firewall sein.
Der J1900 ist etwas "overpowered" und reicht locker aus, um 1GB/s problemlos zu routen.
Ich hab das damals wegen QOS und AQM gemacht. Normale Geräte bieten das nicht. Die Hardware hab ich erst kürzlich erneuert, weil der 1-Kern Atom doch schon etwas schwach auf der Brust war ;-)
Und die Beiden Server-NICs sorgen für niedrige Latenzen - das ist wirklich gut ;-)
 
@Zonediver: verstehe ich das richtig, du hast das Kabelmodem und dahinter in kaskade die ipfire? Aber ipfire ist doch ne firewall, oder? Und kein router oder router os? Oder ist ipfire auch zusätzlich noch ein router os? Denn das wäre für mich total interessant. Nach eigener cloud, suchmaschine und proxy, wäre ein router eine tolle Ergänzung.
 
@tetam: IPFire ist nicht nur eine Firewall, sondern auch ein Router. Das Kabel-Modem ist nur ein Modem ohne Router-Funktion ;-)

Zusatz-Info:
In dem System lassen sich bis zu 4 Netzwerk-Anschlüsse realisieren:

WAN (rot)
LAN (grün)
WLAN (blau) - sofern man das WLAN vom LAN trennen möchte
DMZ (orange)

Das Q1900M bietet eine Onboard-NIC und 3x PCIe x1 Slots für 3 zusätzliche Netzwerkkarten.
 
@Zonediver: ok ich will das mal testen, kann ich dich kontaktieren wenn ich auf probleme stosse?
 
@tetam: Ja klar
 
@tetam: Hey, welche Netzwerkkarten verwendest du?
 
@Zonediver: Hey welche Netztwerkkarten verwendest Du?
 
@tetam: Hey, wer lesen kann, ist klar im Vorteil! >> siehe Oben!
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