MateBook X: Hands-On & erster Eindruck zu Huaweis erstem Laptop

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Huawei hat mit dem Matebook X sein erstes Ultra-Thin-Notebook vorgestellt, das mit seiner extrem kompakten Bauweise eine Alternative zu Premium-Laptops wie dem Apple MacBook (Pro) oder auch dem Lenovo Yoga 710S bilden soll. Man kombiniert die Grundlagen eines klassischen Clamshell-Designs mit einigen modernen Kniffen, so dass ein für so manchen Kunden wohl durchaus attraktives Paket entsteht, das aber auch ein paar Schwächen aufweist.

Huawei will komplettes Mobilitäts-Portfolio anbieten

Zwar überascht es zunächst, dass Huawei nun überhaupt Notebooks anbieten will, doch der Konzern begründet den - wenn auch zunächst eher vorsichtigen - Einstieg in diesen hart umkämpften Markt mit dem Wunsch, seinen Kunden ein vollständiges Portfolio aller in ihrem Alltag verwendeten mobilen Geräte bieten zu wollen. Nach dem im letzten Jahr erschienenen MateBook der ersten Generation wird die Produktpalette deshalb nun aufgefächert, wobei das Huawei MateBook X wohl heute die größte Aufmerksamkeit verdient hat.

Die sehr schmalen Ränder des mit Gorilla Glass abgedeckten Non-Touch-Displays wussten bei unserer ersten Gelegenheit, Hand anzulegen, durchaus zu beeindrucken, auch wenn sie wohl eher gut sechs statt wie während der Präsentation versprochen nur 4,4 Millimeter breit sind. Das Panel selbst ist mit seiner bei 13 Zoll Diagonale anliegenden Auflösung von 2160x1440 Pixeln im 3:2-Format auf den Medienkonsum im Internet ausgelegt, auch wenn sich bei Videos im 16:9-Format ober- und unterhalb des eigentlichen Inhalts schwarze Balken ergeben.

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Die Farben wirkten auf dem Bildschirm auf den ersten Blick kräftig, wobei die Helligkeit durchaus noch etwas höher und die Blickwinkelabhängigkeit geringer sein könnten. Dass man hier überhaupt eine Glasabdeckung verwendet, gleichzeitig aber auf einen Touchscreen verzichtet, ist wohl auf den Wunsch zurückzuführen, mit dem MateBook X design-bewusste Kunden anzusprechen, die sonst zu einem MacBook greifen würden. Natürlich reflektiert der Bildschirm dementsprechend stark, so dass die Lesbarkeit im Freien und hellen Innenräumen etwas leiden dürfte.

Leistung satt, aber hält die PCM-Kühlung mit?

Performance dürfte das MateBook X mit dem in der deutschen Version ausschließlich erwarteten Intel Core i5-7200U, den acht Gigabyte RAM und der 256 GB fassenden SSD durchaus ausreichend bieten. Wie gut die Kühlleistung des mit Phase-Change-Konzept passiv auf Temperatur gehaltenen Notebooks letztlich ist, ist natürlich noch offen. Benchmarks oder andere Belastungstests waren während der Hands-On-Zeit auf dem Launch-Event natürlich noch nicht möglich.

Bei den Ports gibt sich Huawei wegen dem Ziel möglichst geringer Bauhöhe leider sehr knauserig, sind doch nur zwei USB Type-C-Anschlüsse vorhanden, von denen einer jeweils zum Laden verwendet werden kann. Immerhin wird ab Werk grundsätzlich eine Docking-Station mitgeliefert, der allerdings ein Kartenleser fehlt. Beim Sound sieht es hingegen umso besser aus, denn die Dolby Atmos Lautsprecher waren sogar in der extrem lauten Umgebung auf dem Launch-Event noch gut hörbar. Auch auf maximaler Lautstärker gab es kein "Zerreißen" des Klangs und das Notebook konnte sogar etwas Bass liefern.

Gut verarbeite, Verwindungssteifigkeit könnte höher sein

Was die Qualität der Konstruktion beim MateBook X angeht, so wirkt das Gerät auf den ersten Blick sehr hochwertig, wobei sich der untere Teil bei den in Berlin gezeigten Vorseriengeräten noch recht stark verwinden ließ. Dies führte dazu, dass das Trackpad manchmal einrastete, wenn das Gerät mit einer Hand gehalten wurde - ein Phänomen, das aber auch bei diversen anderen Notebooks auftritt. Die Tastatur wirkt mit ihren großen Tasten etwas gewöhnungsbedürftig, hatte aber einen weichen und dennoch klaren Anschlag und ließ sich allgemein sehr gut Betippen. Beim Trackpad setzt Huawei auf eine Glasoberfläche, die sich angenehm anfühlte und gut auf Eingaben reagierte - wenn die Software des Demo-Geräts nicht gerade ausstieg.

Akku mit 41,4 Wattstunden Kapazität

Was die Laufzeit angeht, so lässt sich bisher natürlich nur wenig sagen, doch immerhin konnten wir in Erfahrung bringen, dass das Huawei MateBook X mit einem 41,4 Wattstunden großen Akku ausgerüstet ist. Damit bewegt sich das Gerät auf einem in seiner Größenklasse üblichen Niveau, das aufgrund der extrem flachen Bauhöhe von nur 12,5 Millimetern aber doch beeindruckt. Letztlich sind die von Huawei genannten 10 Stunden maximale Laufzeit bei der Videowiedergabe per WLAN wohl nur mit komplett abgedunkeltem Display möglich. Im Alltag sollten aber dennoch gut sechs Stunden ohne weiteres drin sein.

Insgesamt scheint Huawei mit dem MateBook X ein durchaus interessanter erster Wurf in Sachen Notebooks zu gelingen, auch wenn noch einige Fragen bleiben. Das Gerät machte zunächst einen guten Eindruck, so dass zu hoffen bleibt, dass man die Verwindungssteifigkeit bis zur Verfügbarkeit Ende Juni noch in den Griff bekommt und die Preise recht schnell fallen - mit 1399 Euro ist das erste Huawei-Notebook für den deutschen Markt nämlich trotz ordentlicher Ausstattung keineswegs billig.
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1.400 Euro für ein Laptop von einem Hersteller, der noch gar keinen Namen in der PC-Branche hat? Mutig! Abgesehen davon geht mir der ständige Versuch, die Geräte noch dünner zu bekommen, auf den Keks. Ordentlicher Tastenhub ist durch nichts zu ersetzen. Und eine 1-Megapixel-Kamera ist kalter Kaffee. Alles in allem - "Danke für nichts, Huawei".
 
@Qemm386: Naja immerhin haben Sie schon einen Namen im Mobilen Segment und wenn das Kühlsystem auch noch tut was es soll könnte es für viele schon recht interessant werden.
Tastenhub ist noch immer Geschmacksache, da ist es wie bei Displays jedem selbst überlassen was ihm lieber ist.
Ich bevorzuge z.b. kurze Wege und Spiegelnde Displays. Die neue MacBook Tastatur ist für mich deutlich angenehmer als jede Mechanische.
 
@Qemm386: Finde ich auch etwas teuer für einen Hersteller, der eigentlich immer recht günstige Geräte anbietet.
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