Kurztest zum Xiaomi Redmi Pro - Günstiges Phone mit zehn Kernen

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Das Redmi Pro ist eines der aktuellen Smartphones des chinesischen Herstellers Xiaomi. Für einen Preis von rund 200 Euro erhalten Käufer ein hochwertig verarbeitetes Gerät mit Dual-Kamera, Unibody-Gehäuse und leistungsstarker Hardware. Unser Kollege Daniil Matzkuhn hat das Smartphone ausprobiert und seine Eindrücke in einem Hands-on-Video festgehalten.

Gute Verarbeitung

Das Gehäuse des Xiaomi Redmi Pro besteht vollständig aus Aluminium. Die Oberfläche auf der Rückseite ist nicht matt, sondern gebürstet. Dadurch ist diese nicht allzu anfällig für Fingerabdrücke, allerdings muss man leichte Abzüge hinsichtlich der Rutschfestigkeit hinnehmen.

Das 5,5 Zoll große AMOLED-Display hat eine Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln. Der Bildschirm liefert gute Blickwinkel, leider verfärben sich weiße Flächen leicht bläulich, wenn man das Smartphone zur Seite kippt. Die Helligkeit ist in Ordnung, könnte aber besser sein. Unterhalb des Displays befindet sich eine Home-Taste, die außerdem als Fingerabdrucksensor fungiert.

Als Prozessor kommt ein Helio X25 mit stattlichen zehn Kernen zum Einsatz, die mit jeweils 2,5 GHz getaktet sind. Unterstützt wird die CPU von 4 GB RAM, außerdem wurden 128 GB interner Speicher verbaut. Dieser lässt sich mittels Micro-SD-Karte erweitern, alternativ kann der Steckplatz auch für eine zweite SIM-Karte genutzt werden. Zu beachten gilt, dass das LTE Band 20 vom Smartphone nicht unterstützt wird. Der Akku hat eine Kapazität von 4050 mAh und dürfte somit eine Nutzungszeit von bis zu drei Tagen ermöglichen.

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Dual-Kamera auf der Rückseite

Die Dual-Kamera auf der Rückseite löst mit 13 respektive 5 Megapixeln auf, wobei der "kleinere" Sensor für das Sammeln von Tiefeninformationen dient. Dadurch wird es möglich, auch nach dem Fotografieren noch den Fokus zu verändern. Videos nimmt das Redmi Pro in FullHD auf. Bei schlechten Lichtverhältnissen macht sich allerdings der fehlende optische Bildstabilisator schnell bemerkbar. Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln auf, leider konnte die Farbqualität im Selfie-Modus nicht überzeugen.

Als Betriebssystem ist Android 6.0 vorinstalliert. Dieses ist durch die MIUI stark angepasst. Wer das Smartphone importiert, sollte außerdem eine Custom ROM installieren, um so eine deutsche Benutzeroberfläche und die Google Apps zu erhalten, da diese ansonsten fehlen.

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Brauch man wirklich 10 Kerne für Android-Geräte? Diese werden mit großer Sicherheit nicht ausgenutzt, weder system- noch app-seitig.
 
@wingrill9: Tatsächlich würden so viele Kerne in einem android Gerät kaum Sinn ergeben, wären sie dazu gedacht die Leistung zu steigern. Sind sie aber nicht. Es handelt sich bei diesen Kernen um ein Energiesparfeature.

Eingeführt wurde das ganze vor ARM und big.little Design genannt. Vorliegend trifft jedoch eher big.middle.little.lonely zu. Im wesentlichen geht es dabei im Grunde darum mehrere CPUs auf einen Chip zu tun, die jeweils verschiedene Rechenleistung und Stromverbrauch mitbringen. Durch die Software wird dann entschieden welcher Cluster wann zum Einsatz kommt. Vergleichbar ist das ganze mit einer Gangschaltung, für jede Last einen Gang.

Beim Helio X25 gibt es drei solcher Cluster, zwei Vierkerner und ein Doppelkerner. Am leistungsstärksten ist erstaunlicherweise der Doppelkerner. Hinzu kommt noch ein Elfter Kern, der erstaunlicherweise von den Marketing Abteilungen ignoriert wird und lediglich dazu dient Hintergundprozesse abzuwickeln, sodass die restlichen Kerne vollständig abschalten können.

Ob es nun tatsächlich drei Cluster brauchte und nicht wie bei de meisten anderen APUs zwei gereicht hätten kann ich nicht abschließend beurteilen, aber ich nehme auf jeden fall an, dass die Marketingabteilung da mitgeredet hat.

Grundlegend ist es jedoch bei nahezu allen Handys das gleiche, es gibt eine kleine CPU für Whatsapp und Co und eine große für Games und 4K Videos und dergleichen. Manchmal ist es 2+2, 4+2, oder 4+4 und manchmal eben wie hier 4+4+2+1.
Häufig genug aber sind jeweil die Doppelkerner, wie hier auch, die leistungsstärksten in der Reihe, womit sich auch die Frage erübrigt ob die Anzahl der Kerne bei einem android Handy irgendetwas über die Leistungsfähigkeit aussagt.
 
@okidokay: Das ist der erste sinnvolle Kommentar, den ich zum Thema "Tausendkerner und deren Nutzen in der praktischen Anwendung" gelesen habe und sollte in die Kommentarsektion jeden Posts automatisch eingefügt werden, sobald das vollkommen unqualifizierte und ungerichtete Gebelfer bezüglich der Anzahl der Kerne einsetzt. Danke!
 
@ubersoldat: kann ich nur zustimmen...
 
@okidokay: Danke für aufschlussreiche Info! Und du meinst, dass die Software das auch von Haus aus unterstützt? Das denke ich eher nicht.
 
@wingrill9: Softwareseitig wird der dazugehörige Scheduler ähnlich Treibern im normalen Computerbereich von Mediatek direkt bereitgestellt (Corepilot 3.0) und insofern er von Xiaomi richtig implementiert wurde (wovon auszugehen ist, ansonsten würde das Gerät nämlich vermutlich gar nicht funktionieren) wird das auch unterstützt.
Man mag sich über das Marketing was mit den vielen Kernen betrieben wird aufregen, denn für die eigentliche Rechenleistung sind sie unerheblich, aber abseits solcher Betrachtungen, ergeben sie aus technischer Sicht durchaus Sinn.
 
Etwas irritierend einen neuen Handytest zu sehen, wenn das Gerät in der schnelllebigen Handysparte schon über ein halbes Jahr auf dem Markt ist und Vergleiche dann schon langsam anfangen zu hinken. Ich hatte mir das Gerät im August zugelegt und bin nach wie vor sehr zufrieden. Die Leistung ist hervorragend. Es knickt nie ein, wird heiß oder sonst irgendwie negativ aufällig. Der große Akku ist ein Segen. Das Display ist etwas dunkel. An hellen sonnigen Sommertagen ist selbst im Schatten schwer etwas zu erkennen. Das Displayglas ist hart, sehr glatt und super abweisend gegenüber allem. Es wurde nicht für den europäischen Markt konzipiert, was bedeutet: kein LTE Band 20 und keine offizielle Firmware mit deutscher Sprache. Wer mit Englisch leben kann oder selbst alternative Firmware (z. B. von xiaomi.eu) verwenden möchte, macht mit dem Gerät kein Fehlgriff. Bin immer noch begeistert.
 
@Ferrum: gibts fürs pro noch nicht miui 8 mit Deutsch? Hab das redmi 3s, da gibts seit miui 8 offiziell Deutsch, zudem hab ich dank international version auch Band 20. Super Handy.
 
@garryb: Nein. Gibt es nicht: http://en.miui.com/download-304.html

Das offizielle Statement lautete einmal, dass eine internationale Firmware (mit deutscher Sprache) erst dann erstellt wird, wenn das Gerät in Indien auf den Markt kommt. Da dort aus lizenzrechtlichen Gründen kein Mediatek-Prozessor verwendet wird (stattdessen i. d. R. Snapdragon), wird es für die aktuell erhältlichen Mediatek-Geräte auch weiterhin keine internationale Firmware mit deutscher Sprache geben. Und eine Snapdragon-Version für Indien ist bisher nach wie vor nicht veröffentlicht worden.

Aber wie gesagt: Wer sich nicht davor scheut, kann sich ja eine andere Firmware draufmachen.
 
Habe nun schon seit längerer Zeit das Xiaomi Redmi Note 3 und kann nur sagen, dass dies das Beste Smartphone ist, welches ich je hatte und ich hatte wirklich schon viele (z.B. Samsung (mehrere); HTC (mehrere) usw.) und keines kommt da mit, alleine schon wegen dem Akku (4050mAh) und auch die Performance ist Top !!!
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