ForwardX: Brave Koffer folgen ihrem Herrchen überall hin

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Große Events wie die CES bieten keineswegs nur den bekannten Marken, die sich einen teuren Messestand leisten können, eine Chance, Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch kleinere Entwickler finden mit ihren Entwicklungen immer wieder einen Platz auf diesen Veranstaltungen. Das ist diesmal beispielsweise bei der chinesischen Firma ForwardX der Fall, die mit den inzwischen hinlänglich bekannten Fähigkeiten von Bildanalyse-KIs ein sehr praktisches Problem lösen möchte.

Das Unternehmen arbeitet an Koffern, die sich selbstständig in ihrer Umgebung orientieren und ihrem Besitzer folgen können. Komplett neu ist die Idee natürlich nicht. Es gab auch in der Vergangenheit schon Reiseutensilien, die von Motoren angetrieben wurden und hinter ihrem Besitzer herfuhren. Das konnte sich allerdings noch nicht in größerem Stil durchsetzen, da die Systeme ziemlich stur waren und recht schlecht selbst mit auftretenden Problemen umgehen konnten.
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Ein Armband als Backup

Das soll sich mit dem neuen ForwardX-Koffer ändern. Dieser kann seine Umgebung über eine Kamera mit 180-Grad-Optik und Radarsensoren erfassen. Ein KI-System im Inneren wertet die aufgenommenen Informationen aus. Die Hauptaufgabe besteht hier natürlich darin, den Besitzer anhand diverser Körpermerkmale wiederzuerkennen und ihm zu folgen. Falls der Eigner mal aus dem Sichtbereich verschwindet, steht als Alternative noch eine Funkpeilung zu seinem Armband zur Verfügung, anhand dessen der Koffer seinen Weg findet.

Ansonsten beobachtet das System natürlich auch seine Umgebung, um vernünftig zum Ziel zu kommen. Das bedeutet natürlich, dass man nicht anderen Reisenden, die den Weg kreuzen, in die Beine fährt. Der Koffer, dessen Räder mit kleinen Elektromotoren ausgestattet sind, soll in solchen Fällen rechtzeitig anhalten und sich eine neue, freie Passage suchen. Die Prototypen auf der CES funktionieren gelegentlich schon ganz gut, es ist aber auch zu erkennen, dass die Entwickler noch einiges tun müssen.

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Schreien die auch um Hilfe wenn sie jemand entführen will?
 
Nette Spielerei aber meiner Meingung nach kaum praxistauglich. Allein das Extragewicht der Batterie dürfte bei den straffen Limits der Airlines bezgl. Gepäckgewicht ein echtes Problem sein. Außerdem ist es an den meisten Flughäfen so voll, dass der Koffer ziemlich oft stehen bleiben dürfte und sein "Herrchen" somit schnell aus den Augen verliert. Außerdem dürfte die Elektronik auch einigermaßen sensibel sein, was bei dem Umgang des Verladepersonals mit dem Gepäck am Flughafen schnell zum Problem werden könnte. Insgesamt sehe ich viel mehr neue Probleme, als er eigentlich lösst.
 
@Compadrito: Muss man ihn halt an die Leine nehmen ;-)
 
@Compadrito: zumal man auch bei jeder Stufe selbst nachhelfen muss zb beim überqueren der Straße oder auf der Rolltreppe. Ganz ehrlich, so viel Aufwand ist es nun nicht einen Rollkoffer hinter sich her zuziehen...
 
Akkulaufzeit? Oder Akkurollzeit?
 
Irre ich mich oder war der Koffer am Ende des Videos eher unartig? Und muss man ihn mit Leckerlies belohnen wenn er was richtig macht?
 
Ein Traum für Diebe... Sobald die ersten Sicherheitslücken bekannt sind hat man eine super Ausrede... Wie - nein ich wollte den Koffer nicht klauen... Der Koffer verfolgt mich schon die ganze Zeit...
 
Die Teile werden sich in bestimmten kreisen sicher keiner besonderen Beliebtheit erfreuen.
Da will man irgendwo geschmeidig sein Köfferchen plazieren um ein 1a Feuerwerk aufzuführen,
da wäre es aber suboptimal wenn das teil einen dann verfolgt ;)
 
Da wird man mittlerweile überall gebeten sein Gepäck eng am Körper zu tragen und keinesfalls unbeaufsichtigt stehen zu lassen, und dann soll man darauf vertrauen, daß das Gerät einem selbst in Menschentrauben (wie es halt nun einmal auf Flughäfen und Bahnhöfen sein kann) 1. folgt 2. nicht geklaut wird 3. nicht plötzlich verloren geht, stehenbleibt und gleich 'ne Räumung auslöst und 4. auch noch bei jedem noch so kleinen Hindernis doch noch tragen?

Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, daß das Gerät tatsächlich genutzt werden wird. Jedenfalls nicht häufiger als einmal.
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