Bis das Kupfer platzt: DSL-Pionier will Terabit-Durchsatz schaffen

Internet, Daten, Netzwerk, Router, Dsl, Kabel, Ethernet Bildquelle: secretlondon123 / Flickr
Einer der Pioniere der DSL-Technologie gibt eurem Netzbetreiber neue Argumente an die Hand, warum es weiterhin nicht zwingend erforderlich ist, eine Glasfaser bis in eure Wohnung zu verlegen. Er will in der Lage sein, demnächst Terabit-Bandbreiten über die dünnen Kupfer-Leitungen der alten Telefonnetze zu pressen.
Das entsprechende Forschungsprojekt stellte John Cioffi, der in den 1980er Jahren das ursprüngliche DSL entwickelte, heute laut einem Bericht der EETimes auf der G.fast Summit in Paris vor. Um die Terabit DSL (TDSL)-Technologie realisieren zu können, sollen Signale in den Frequenzen zwischen 50 und 600 Gigahertz durch die Kupfer-Adern übertragen werden. Damit das auch nur ein halbwegs realistisches Ziel ist, reicht es allerdings längst nicht mehr, das Kabel selbst als Medium für die Übertragung der Informationen zu verwenden.

Cioffi nimmt vielmehr Anleihen an der MIMO-Technologie, mit der mehrere Funkverbindungen über einzelne Antennen parallel übertragen und anschließend zusammengefasst werden. Nachdem er sich 60-Gigahertz-MIMO an der Universität von New York angeschaut hat, wollte er das Grundkonzept auch für Kabelverbindungen heranziehen.


Am Kabel entlang funken

In der folgenden Zeit, so berichtete Cioffi, habe er mit vielen akademischen Forschern und auch mit Übertragungs-Spezialisten bei Apple und Huawei gesprochen. Im Ergebnis stehen nun erste erfolgreiche Simulationen für TDSL. Hier dienen die Kupferleitungen selbst eher als Antenne, während das Trägermedium selbst die Luft in den winzigen Zwischenräumen zwischen den einzelnen Fasern einer Kupferleitung ist. Die Trägerwelle läuft hier an der Oberfläche des Drahtes entlang.

Zumindest die theoretischen Überlegungen zu der Technik kommen zu dem Schluss, dass sich auf eine Distanz von bis zu 100 Metern eine Bandbreite von einem Terabit pro Sekunde realisieren lassen sollte. Dann allerdings fällt der Durchsatz wieder massiv ab. Bei einer Entfernung von bis zu 300 Metern sollen aber zumindest noch 100 Gigabit pro Sekunde erreicht werden, bei 500 Metern dann 10 Gigabit pro Sekunde. Das wäre durchaus noch einmal eine signifikante Verbesserung zu den aktuellen Vectoring-Technologien.

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