Yellow Submarine: Boaty McBoatface startet zu seiner ersten Mission

Als vor einiger Zeit die Suche nach einem Namen für das neueste Polar-Forschungsschiff Großbritanniens gesucht wurde, verursachte der Fehlschlag in der Öffentlichkeits-Arbeit einige Aufregung. Doch nun hat die Sache doch noch ein versöhnliches Ende gefunden.
Forschungsschiff, Boaty McBoatface, NERC
NERC

NERC-Polarforscher
Um die Aufmerksamkeit auf die wissenschaftlichen Missionen des neuen Schiffes zu lenken, hatte man die Idee, den Namen über eine Online-Umfrage zu ermitteln. Als die meisten Stimmen hier nun auf den Vorschlag "Boaty McBoatface" kamen, ruderte man allerdings zurück. Dem Natural Environment Research Council (NERC) war offenbar nicht ganz wohl dabei, eine solche Bezeichnung für eine 250-Millionen-Euro-Investition zu verwenden. Insofern endete das Ganze erst einmal in einem absoluten Fehlschlag in der Öffentlichkeits-Arbeit.

Um die interessierte Öffentlichkeit nicht ganz zu verprellen, fand man zumindest noch Ersatz. Und dieser ist nicht gerade der Schlechteste. Der Name "Boaty McBoatface" steht nun an den Seiten eines Yellow Submarine - was den gemeinen Briten durchaus sehr zufrieden stellen dürfte. Das unbemannte U-Boot gehört zur Ausstattung des Forschungsschiffes, das nun unter dem Namen "RRS Sir David Attenborough" zur ersten Mission in die Antarktis aufbricht.

Tief unter dem Eis

Das U-Boot ist eine komplette Neuentwicklung und kann komplett autonom unter dem Eis tauchen und Daten sammeln. Es ist außerdem in der Lage, in Tiefen von bis zu 6.000 Metern vorzudringen, wohin nur wenige menschliche Systeme regelmäßig kommen um Forschung zu betreiben. Die gesammelten Daten lassen sich drahtlos bereits während der Tauchfahrt an das Mutterschiff übermitteln.

Auf seiner ersten Mission wird Boaty McBoatface in die Orkney-Passage hinabtauchen. Diese befindet sich zwischen den Inseln nördlich der antarktischen Halbinsel. In Tiefen von bis zu 3.500 Meter wird das Boot Messungen zu Strömungen und Turbulenzen anstellen, die mehr Erkenntnisse darüber liefern sollen, wie sich die globale Erwärmung auf die Ozeane niederschlägt.
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