Cortex-R52: Neuer ARM führt kritischen Code in eigenem Bereich aus

Prozessor, Chip, Arm, Gpu Bildquelle: ipal GmbH
Der Chipdesigner ARM baut schon einmal für Zeiten vor, in denen Mobilgeräte keine Boom-Anwendungen mehr sind, sondern das Wachstum aus anderen Bereichen geholt werden muss. Dem soll der neue Cortex-R52-Prozessor dienen, dessen Architektur besonders sicherheitskritische Probleme unterstützt.
Über mehrere Jahre haben die Entwickler des britischen Unternehmens an dem Design gearbeitet, das nun fertiggestellt wurde. Jetzt wurden die ersten Vorlagen an den französisch-italienischen Chiphersteller STMicroelectronics übergeben, der die ersten Prototypen und Kleinserien produzieren soll, die dann Entwicklern zur Verfügung gestellt werden.

Die Architektur des Cortex-R52 ermöglicht es, dass besonders sicherheitskritischer Code in einem komplett eigenen Bereich verarbeitet wird. Das soll sicherstellen, dass dieser nicht in Konflikt mit anderen Codes kommen kann und im Zweifelsfall auch dann weiterläuft, wenn aufgrund von Fehlern Programme abstürzen.


Sicher anhalten trotz Absturz

Sieht man sich die Einsatzbereiche an, für die der Chip entwickelt wurde, wird schnell klar, dass man solch ein Feature unbedingt haben möchte: ARM will den Cortex-R52 beispielsweise in autonomen Fahrzeugen, in medizinischem Equipment und in Industrierobotern platzieren. In einem Auto ist es durchaus günstig, wenn Kernmodule im abgeschotteten Hardware-Bereich zumindest noch für eine geordnete Bremsung sorgen, falls andere Software-Komponenten den Rest der Bord-Firmware lahmlegen.

Das Feature soll aber nicht nur generell die Sicherheit verschiedener Systeme kräftig steigern. Laut ARM lassen sich mit dem Cortex-R52 auch neue Codes schneller zur Marktreife bringen. Immerhin ermöglicht die Auslagerung kritischer Routinen in den abgetrennten Bereich eine insgesamt weniger komplexe Architektur der gesamten Software, was die Erlangung von Sicherheitszertifizierungen beschleunigt. Und nebenbei konnten die Chip-Designer die Leistung des Cortex-R52 gegenüber vorhergehenden Produkten aus der R-Serie um rund 35 Prozent steigern, hieß es.

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