Massenentlassungen bei IBM Deutschland - jeder 7. muss gehen
Die Wirtschaftswoche berichtet über einen geplanten drastischen Stellenabbau bei IBM Deutschland. Demnach sollen in den kommenden zwei Jahren rund 3.000 Stellen gestrichen werden. Offiziell bestätigt ist die Meldung von IBM noch nicht, aber die Gewerkschaft Verdi hat sich schon eingeschaltet.
2.500 Entlassungen sollen bereits feststehen, erklärte der Verdi-Beauftragter Bert Stach. Das Ende der Fahnenstange sei das aber nicht. Stach ist Mitglied des Aufsichtsrats von IBM Deutschland und hat in einem exklusiven Gespräch mit der "WirtschaftsWoche" Details zum Stellenabbau verraten. Stach befürchtet drastische Einschnitte zu Beginn des kommenden Jahres.
Der Stellenrückgang bei IBM ist in den vergangen Jahren spürbar. 2009 waren es noch 21.100 Angestellte, mittlerweile sollen es nur noch 16.500 sein. Der erneute Stellenabbau würde jeden siebten Mitarbeiter treffen.
Zwei Sparten betroffen
Jeweils 1000 bis 1200 Stellen sollen bei Global Business Solutions sowie der Outsourcingsparte Global Technology Solutions wegfallen, schreibt die WiWo. Ausbleibendes Wachstum und rückläufige Gewinne hätte die IBM-Spitze zu dem drastischen Schritt verleitet. Der Europäische Betriebsrat des Unternehmens soll bereits über die Maßnahmen in Kenntnis gesetzt worden sein, heißt es. Eine Stellungnahme wollte IBM Deutschland zu den Gerüchten noch nicht abgeben.Schließung der IBM EAS
Dafür mischt sich Verdi schon lautstark ein. Die Gewerkschaftsvertreter befürchten zudem - das ist aber noch nur Spekulation - dass der Stellenabbau vor allem durch betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen wird. Von sozialverträglichen Regelungen sei man in den Verhandlungen noch weit entfernt. Offiziell hatte IBM bereits die Abwicklung der IBM Deutschland Enterprise Application Solutions (kurz EAS) angekündigt. Die Schließung des Tochterunternehmens geht dabei mit betriebsbedingten Kündigungen einher. Die Einzelheiten dazu hatte IBM bereits vor rund zehn Tagen bei seiner Sitzung des Aufsichtsrates durchsickern lassen. "Die Schließung der IBM EAS könnte als Blaupause für die verschärften Personalmaßnahmen ab 2016 dienen", erklärte Verdi-Vertreter Stach gegenüber der WiWo.Der Stellenrückgang bei IBM ist in den vergangen Jahren spürbar. 2009 waren es noch 21.100 Angestellte, mittlerweile sollen es nur noch 16.500 sein. Der erneute Stellenabbau würde jeden siebten Mitarbeiter treffen.
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