Smartphones: Patentlizenzen kosten ebenso viel wie Komponenten
Das bestehende Patent-System ist im Bereich der Smartphones inzwischen so weit auf die Spitze getrieben worden, dass es die Wirtschaftlichkeit der Herstellung entsprechender Produkte durchaus in Frage stellen kann. Das zeigt eine Untersuchung von Fachanwälten.
Für diese wurden weitgehend alle öffentlich verfügbaren Informationen darüber zusammengetragen, welche Lizenzkosten Smartphone-Hersteller bereits erbringen und was zusätzlich in den zahlreichen laufenden Gerichtsverfahren gefordert wird. Im Ergebnis zeigt sich, dass die hier anfallenden Kosten einen sehr großen Anteil am einzelnen Produkt haben.
Die Autoren der Studie kommen daher zu dem Schluss, dass die Lizenzkosten inzwischen auf einem so hohen Niveau angekommen sind, dass sie es sehr schwer machen, mit Smartphones überhaupt Geld zu verdienen. Dies könne letztlich dazu führen, dass potenzielle neue Anbieter davor zurückschrecken, in diesen Bereich zu investieren und den Wettbewerb anzuheizen.
Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der Patente, die derzeit im Smartphone-Markt eine Rolle spielen, auf etwa eine Viertel Million. Viele davon wurden von den großen Herstellern angesammelt, die es dann schaffen, über gegenseitige Lizenzverträge mit anderen wiederum einen guten Teil der eigenen Kosten zu deckeln. Wer allerdings nicht selbst über ein ausreichend großes Patentportfolio verfügt, steht hingegen im Regen.
Und angesichts der Dynamik, mit der der Smartphone-Markt wächst, sind die zahlreichen Patenthalter natürlich auch bemüht, hier ein möglichst großes eigenes Stück vom Kuchen abzubekommen. "Der Bankräuber Willie Sutton soll einmal gesagt haben, er habe Banken ausgeraubt, weil dort ja das Geld ist - so machen es die Besitzer von Smartphone-Patenten auch", heißt es in der Studie.
Bis zu 120 Dollar
Laut der Untersuchung summieren sich die Patent-Lizenzen bei einem Smartphone, das für 400 Dollar verkauft wird, heute auf bis zu 120 Dollar pro Gerät. Damit sind diese Kosten fast ebenso hoch, wie die der benötigten Komponenten, die sich bei einem Mobiltelefon in dieser Preisklasse zwischen 120 und 150 Dollar bewegen.Die Autoren der Studie kommen daher zu dem Schluss, dass die Lizenzkosten inzwischen auf einem so hohen Niveau angekommen sind, dass sie es sehr schwer machen, mit Smartphones überhaupt Geld zu verdienen. Dies könne letztlich dazu führen, dass potenzielle neue Anbieter davor zurückschrecken, in diesen Bereich zu investieren und den Wettbewerb anzuheizen.
Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der Patente, die derzeit im Smartphone-Markt eine Rolle spielen, auf etwa eine Viertel Million. Viele davon wurden von den großen Herstellern angesammelt, die es dann schaffen, über gegenseitige Lizenzverträge mit anderen wiederum einen guten Teil der eigenen Kosten zu deckeln. Wer allerdings nicht selbst über ein ausreichend großes Patentportfolio verfügt, steht hingegen im Regen.
Und angesichts der Dynamik, mit der der Smartphone-Markt wächst, sind die zahlreichen Patenthalter natürlich auch bemüht, hier ein möglichst großes eigenes Stück vom Kuchen abzubekommen. "Der Bankräuber Willie Sutton soll einmal gesagt haben, er habe Banken ausgeraubt, weil dort ja das Geld ist - so machen es die Besitzer von Smartphone-Patenten auch", heißt es in der Studie.
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