Desktop-PC berechnet Pi auf 2,7 Billionen Stellen

Forschung & Wissenschaft Dem französischen Programmierer Fabrice Bellard ist es gelungen, weitere Nachkommastellen der Zahl Pi zu berechnen. Dafür brauchte er keinen Supercomputer, sondern nur einen Desktop-PC. Der bisherige Rekord stammt aus dem August 2009. Der japanische Mathematik-Professor Daisuke Takahashi hatte Pi damals auf 2,577 Billionen Stellen genau berechnet. Bellard steigerte die Genauigkeit nun auf fast 2,7 Billionen Stellen: 2.699.999.990.000 Ziffern hinter dem Komma sind nun exakt bestimmt.

Um allein die errechnete Zahl abzuspeichern, benötigte Bellard in seinem Rechner weit mehr als 1 Terabyte Speicherplatz. Einen praktischen Nutzen dürfte eine solch präzise Darstellung von Pi kaum mehr haben. Bei der Arbeit handelt es sich hauptsächlich um das Bewältigen einer mathematischen Herausforderung.

Bisher wurden solche Forschungen auf teuren Supercomputern ausgeführt. Bellard erreichte sein Ergebnis nun aber mit einem gut ausgestatteten Linux-PC. Dieser verfügte über eine Core i7-CPU von Intel mit 2,93 Gigahertz Taktung, 6 Gigabyte RAM und 7,5 Terabyte Festplattenplatz. Parallel waren neun weitere PCs 34 Stunden lang damit beschäftigt, die Ergebnisse der Berechnung zu verifizieren.
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