Millionenstrafen: Asus & Co. zwangen Händler zu höheren Preisen

Eu, Europa, Europäische Union, Flagge, EU-Flagge Bildquelle: Nicolas Raymond / Flickr
Die Wettbewerbskommission der Europäischen Union hat eine ganze Reihe von Computer- und Elektronikherstellern jüngst mit Strafen in Höhe von insgesamt mehr als 110 Millionen Euro belegt, weil diese Online-Händler dazu zwangen, feste oder zumindest bestimmte Mindestpreise für ihre Produkte anzusetzen. damit verstießen die Firmen allesamt gegen das Wettbewerbsrecht. Wie die EU-Kommission mitteilte, wurden sowohl der Computerhersteller Asus, als auch der HiFi-Spezialist Denon & Marantz und die auf Unterhaltungselektronik spezialisierten Anbieter Philips und Pioneer mit Strafen belegt. Sie wurden in vier getrennten Verfahren verurteilt, nachdem die Ermittlungen der Kommission ergaben, dass die Firmen Druck auf Online-Händler ausübten, um bestimmte feste oder Mindestpreise zu erzielen.

Mit aufwendigen Überwachungs-Tools gegen Preissenkungen

Die Firmen sollen die sogenannte "Resale Price Maintenance" betrieben haben, bei der sie die Möglichkeiten der Online-Händler zur Festlegung eigener Preise einschränkten. Dies betraf Notebooks, Audio- und Videogeräte sowie Küchenhilfen. Asus wurde die höchste Strafe aufgebrummt, so dass der taiwanische PC-Hersteller nun ganze 63,5 Millionen Euro an die EU zahlen soll.

Philips muss seinerseits fast 30 Millionen Euro berappen, während Pioneer und Denon & Marantz mit jeweils 10,1 bzw. 7,7 Millionen Euro Strafe davonkamen. Beim Versuch, beliebte Produkte der betroffenen Hersteller zu vergleichsweise niedrigeren Preisen zu vertreiben, hätten die Online-Händler bei der sogenannten "Price Maintenance" mit Drohmaßnahmen der Hersteller rechnen müssen, so die EU.

Höheres Preisniveau durch unterdrückten Wettbewerb

Die Firmen haben dem Vernehmen nach "aufwendige Überwachungswerkzeuge" eingesetzt, um die Preisgestaltung im Einzelhandel genau nachzuvollziehen und schnell zu reagieren, sobald Preisnachlässe verzeichnet wurden. Durch ihr Einschreiten hätten die Firmen den preislichen Wettbewerb zwischen den Händlern eingeschränkt und letztlich höhere Preise zu Ungunsten der Kunden erzwungen, heißt es weiter.

Asus soll dieses Vorgehen in der Zeit von 2011 bis 2014 in Deutschland und Frankreich eingesetzt haben, wobei davon vor allem Displays und Notebooks betroffen waren. Bei Denon & Marantz setzte man in der Zeit von 2011 bis 2015 in Deutschland und den Niederlanden auf eine solche Taktik, während Philips in Frankreich von 2011 bis 2013 aktiv gewesen sein soll.

Im Fall von Pioneer sollen die Eingriffe in die Preisgestaltung der Händler nach Überwachung ihrer Preisfestlegungen von 2011 bis 2013 in diversen europäischen Ländern stattgefunden haben - inklusive Deutschland. Außerdem soll Pioneer auch den grenzübergreifenden Vertrieb seiner Produkte von einem EU-Land an Kunden in ein anderes Mitgliedsland behindert haben. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager kommentierte, dass das Verhalten der Firmen nach hiesigem Recht schlichtweg illegal sei und man durch die Strafen versuche, die Kunden in der EU aktiv zu schützen. Eu, Europa, Europäische Union, Flagge, EU-Flagge Eu, Europa, Europäische Union, Flagge, EU-Flagge Nicolas Raymond / Flickr
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