Gedächtnis: Studie legt negativen Einfluss von Mobiltelefonie nahe

Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Bildquelle: Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
Der Einfluss, den Smartphones auf den Menschen haben könnten, ist aktuell Gegenstand vieler Untersuchungen. Eine neue Studie aus der Schweiz legt jetzt nahe, dass sich die Nutzung von Mobiltelefonen auf die Gedächtnis­leistung von Jugendlichen auswirken kann. Die Forscher betonen aber, dass man bei der Untersuchung solcher Phänomene erst am Anfang steht.

Wie wirkt sich die Handy-Nutzung auf den Kopf aus

Auch wenn die Forschungsgruppe des "Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts" (TPH) in ihrer aktuellen Studie zum Zusammenhang von Handytelefonieren und der Gedächtnisleistung ihre Ergebnisse noch sehr vorsichtig formuliert, meint das Team um Forschungsleiter Martin Röösli einen ersten Schluss ziehen zu können. Die Ergebnisse der Untersuchung legen demnach nahe, dass das elektromagnetische Feld des Handys auf die Gedächtnisleistung des Nutzers einen Einfluss haben könnten.
Infografik: Wissenswertes über HandysWissenswertes über Handys
Bei der Studie haben sich die Macher dabei auf Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren konzentriert, insgesamt konnten 700 Teilnehmer für die Untersuchung gewonnen werden. Zu Beginn wurde dabei in einem ersten Test ein Basiswert für die Gedächtnisleistung ermittelt. Im Anschluss war es den Forschern dann möglich, anhand der Daten von Mobilfunkbetreibern die Dauer der geführten Telefonate über ein Jahr aufzuzeichnen.

Genau hier geht die Untersuchung auch einen Schritt weiter als viele der bisher angestellten Studien in diesem Gebiet. Wie die Macher laut heise ausführen, verließen sich Forscher oft auf die Aussagen der Teilnehmer zu ihrer Nutzung, diese würden aber meist viel zu niedrig angegeben. Die Teilnehmer der aktuellen Studie mussten lediglich angeben, an welchem Ohr sie ihr Gerät beim Telefonieren halten.

Nach einem Jahr nicht ganz klar

Nach einem Jahr wurde dann der Test zur Ermittlung der Gedächtnisleistung wiederholt. Wie die Forscher formulieren, liefern die Ergebnisse einen Hinweis darauf, dass häufiges Telefonieren die Gedächtnisleistung negativ beeinflussen könnte. Im sogenannten figuralen Gedächtnistest waren bei Teilnehmern, die ihr Telefon rechts hielten, schlechtere Ergebnisse registriert worden - für Forschungsleiter Röösli dadurch zu erklären, dass hier die entsprechenden Hirnareale liegen.

Die Forscher betonen, dass nicht auszuschließen ist, dass andere Faktoren das Ergebnis verfälscht haben könnten und man hier lediglich am Anfang der Forschung in diesem Gebiet stehe. Die Ergebnisse der Untersuchung stehen auf der Homepage des Instituts zum Download bereit und werden in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives veröffentlicht. Man darf gespannt sein, wie sich die Forschung hier weiter entwickelt. Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Künstliche Intelligenz, Ki, Gehirn, Denken, Kopf Saad Faruque (CC BY-SA 2.0)
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