Natur ohne Mobilfunk ist zu gefährlich:
Wandern für Studenten verboten
Die Entmündigung durch eine selbst auferlegte Abhängigkeit von Technologie nimmt teils immer bizarrere Formen an. So dürfen Studenten, die sich im fast hundert Jahre alten Wanderclub der Penn State University zusammengefunden haben, nicht mehr hinaus in die Natur, weil dort keine Mobilfunkabdeckung gegeben ist.
Das Erholen vom Studienalltag in Wald und Gebirge ist nach Ansicht der Verantwortlichen für Risikomanagement aus der Universitätsverwaltung viel zu gefährlich. Die Eltern zahlen immerhin hohe Beiträge, damit ihre Sprösslinge nicht nur gut ausgebildet, sondern auch gehegt und gepflegt werden. Aktivitäten, bei denen Gruppen von jungen Leuten gemeinsam in abgelegene Regionen pilgern, um die Natur zu erleben und in denen sie nicht mal mehr per Mobilfunk direkt erreichbar sind, werden als zu hohes Risiko empfunden.
Eigentlich hatte der Penn State Outing Club für die Zukunft diverse weitere Wanderungen und Kajak-Touren geplant. Diese fallen nun aber bald flach, berichtet die Pittsburgh Post-Gazette. Die Termine des laufenden Semesters wird man wohl noch durchführen können, für die folgende Zeit sieht es aber düster aus. Die Organisatoren sind nun vor allem damit beschäftigt, mit den zuständigen Gremien darüber zu verhandeln, in welchem Rahmen es zukünftig überhaupt noch möglich sein soll, das Club-Leben aufrechtzuerhalten.
Vorausgegangen war dem eine Entscheidung der Student Affairs and Risk Management-Abteilung der Penn State. Ohne die derzeitigen Mitglieder des Outing Clubs, der eine der ältesten noch existierenden Organisationen in studentischer Selbstverwaltung ist, auch nur mal anzusprechen, wurden die Aktivitäten erst einmal untersagt. Betroffen sind auch die Studentengruppen, die sich mit Höhlenforschung und Tauchen beschäftigen. Keine Sicherheitsrisiken sehen die Verantwortlichen hingegen bei Aktivitäten wie Schießen mit Bogen und Feuerwaffen oder beim Boxen - denn dies findet offenbar alles in Gebieten mit Mobilfunkabdeckung statt.
Eigentlich hatte der Penn State Outing Club für die Zukunft diverse weitere Wanderungen und Kajak-Touren geplant. Diese fallen nun aber bald flach, berichtet die Pittsburgh Post-Gazette. Die Termine des laufenden Semesters wird man wohl noch durchführen können, für die folgende Zeit sieht es aber düster aus. Die Organisatoren sind nun vor allem damit beschäftigt, mit den zuständigen Gremien darüber zu verhandeln, in welchem Rahmen es zukünftig überhaupt noch möglich sein soll, das Club-Leben aufrechtzuerhalten.
Auch Taucher betroffen
"Dieser Club hat so viele einzelne Menschen über die Jahre hinweg auf so positive Weise beeinflusst", heißt es in einer Stellungnahme. Daher bittet man ältere und ehemalige Mitglieder, die erlebten Geschichten aufzuschreiben. Diese sollen dann auch als Argumente in den weiteren Verhandlungen zum Einsatz gebracht werden.Vorausgegangen war dem eine Entscheidung der Student Affairs and Risk Management-Abteilung der Penn State. Ohne die derzeitigen Mitglieder des Outing Clubs, der eine der ältesten noch existierenden Organisationen in studentischer Selbstverwaltung ist, auch nur mal anzusprechen, wurden die Aktivitäten erst einmal untersagt. Betroffen sind auch die Studentengruppen, die sich mit Höhlenforschung und Tauchen beschäftigen. Keine Sicherheitsrisiken sehen die Verantwortlichen hingegen bei Aktivitäten wie Schießen mit Bogen und Feuerwaffen oder beim Boxen - denn dies findet offenbar alles in Gebieten mit Mobilfunkabdeckung statt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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