Microsoft verbannt "anstößige Inhalte" & droht mit Account-Löschung
Mit einer Anpassung seiner Nutzungsbedingungen hat Microsoft klargestellt, dass in seinen Diensten keine "anstößigen Inhalte" zugelassen sind. Der Konzern behält sich das Recht vor, die Einhaltung dieser Regel auch durch eine Untersuchung von privaten Daten zu überprüfen. Bei Verstößen droht der Konzern mit Löschung von Accounts inklusive des Verlusts von eventuellen Werten.
Wie Corbett beschreibt, habe Microsoft mit einer Anpassung seines "Verhaltenskodex" nach eigener Aussage klargestellt, dass "die Nutzung von anstößiger Sprache und unangebrachte Aktivitäten untersagt sind". Der Konzern beschreibt weiter, dass ein Verstoß gegen diesen Kodex - beispielsweise bei der Nutzung des Xbox-Service - in einem zeitweiligen Ausschluss oder kompletten Bann des Accounts enden kann. "Dazu zählt auch das Verwirken von Lizenzen und Xbox-Gold-Mitgliedszeit sowie Verlust von Guthaben, das mit dem Account verbunden ist", so der Konzern laut Corbett.
Corbett stellt hier die Frage, wie Microsoft die Einhaltung dieser Regeln überprüfen will, und findet ebenfalls in den Nutzungsbedingung eine Antwort: "Wenn wir angebliche Verletzungen dieser Bedingungen untersuchen, behält sich Microsoft das Recht vor, ihre Inhalte zu überprüfen, um das Problem zu lösen", so der Konzern. Wie Corbett kritisiert, erlaube es diese "unkonkrete Formulierung" Microsoft "ungehemmt zu zensieren, wenn es gerade passt". In einer ersten Reaktion hat zumindest Mike Ybarra, Microsoft Corporate Vice President für Gaming mitgeteilt, dass sich an der aktuellen Vorgehensweise im Bezug auf Xbox Live nichts ändern werde.
Microsoft sichert sich das umfassende Recht, gegen "Anstößiges" vorzugehen
Für normale Nutzer ist es immer noch sehr schwer bei der Anpassung von Nutzungsbedingungen wirklich genau zu verstehen, welche Folgen die Änderungen wirklich haben. Bei der genauen Untersuchung der neuen Nutzungsbedingungen von Microsoft, die für Skype, Office 365, OneDrive, Xbox Live und viele weitere Dienste gelten, fühlt sich der Menschenrechtsaktivist Jonathan Corbett aber jetzt dazu veranlasst, die Alarmglocken zu läuten.Wie Corbett beschreibt, habe Microsoft mit einer Anpassung seines "Verhaltenskodex" nach eigener Aussage klargestellt, dass "die Nutzung von anstößiger Sprache und unangebrachte Aktivitäten untersagt sind". Der Konzern beschreibt weiter, dass ein Verstoß gegen diesen Kodex - beispielsweise bei der Nutzung des Xbox-Service - in einem zeitweiligen Ausschluss oder kompletten Bann des Accounts enden kann. "Dazu zählt auch das Verwirken von Lizenzen und Xbox-Gold-Mitgliedszeit sowie Verlust von Guthaben, das mit dem Account verbunden ist", so der Konzern laut Corbett.
Kritiker sieht Möglichkeit für ungehemmte Zensur und tiefen Eingriff in den Datenschutz
Wie der Aktivist bei der weiteren Untersuchung feststellt, regelt Microsoft die Einordnung von "anstößigen Inhalten" dabei sehr allgemein. Demnach ist es untersagt, die Dienste des Unternehmens zu nutzen, um "unangebrachte Inhalte zu teilen". Der Konzern listet hier als Beispiele "Nacktheit, Brutalität, Pornograpie, anstößige Sprache, drastische Gewaltdarstellungen oder kriminelle Aktivitäten".
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