AmazonTube: Eskaliert der Streit mit Google/YouTube in Konkurrenz?

Amazon, Streaming, Amazon Prime, Amazon Instant Video Bildquelle: Amazon
Beim Handelskonzern Amazon hat man offenbar für den Fall vorgesorgt, dass sich der aktuelle Streit mit Google nicht beilegen lässt: Zumindest die Datenbank für Markenrechte deutet an, dass man bei dem Unternehmen durchaus gewillt ist, notfalls einen eigenen Konkurrenten zur dominierenden Video-Plattform YouTube aufzubauen. Schon vor einiger Zeit hat Amazon zwei Markennamen angemeldet, die für ein solches Projekt eingesetzt werden könnten. Die entsprechenden Unterlagen wurden vom Marken- und Patentamt der USA kürzlich veröffentlicht. Sowohl "Amazontube" als auch "Opentube" wurden auf den Handelskonzern aus Seattle registriert.

Solche Namensregistrierungen können zuweilen auch schlicht Platzhalter sein - für den Fall des Falles. Doch dass es hier um mehr geht, wird beispielsweise dadurch deutlich, dass die Anmeldung der Marken zeitlich relativ dicht mit der Entscheidung Googles zusammenfällt, keine YouTube-Inhalte auf den Amazon Echo Show auszuliefern. Und das Assistenzsystem mit Display ist dadurch letztlich deutlich im Wert gemindert, wenn sich kein Content des größten Videoangebotes überhaupt abspielen lässt.


Auch Domains sind registriert

Aus den Beschreibungen für die Produktbereiche, die von den Markennamen abgedeckt werden sollen, wird auch deutlich, dass es sich um eine Plattform für das Videostreaming handelt. Amazon hat auch schon Domains registriert, die mit den Marken in Verbindung stehen: AlexaOpenTube.com, AmazonAlexaTube.com und AmazonOpenTube.com sind schon im Besitz des Unternehmens - wobei diese wohl eher angemeldet worden sind, damit sie nicht von Dritten registriert werden.

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass es bisher noch niemandem gelungen ist, YouTube ernsthaft etwas entgegenzusetzen. Andere Plattformen sind entweder in Nischen erfolgreich oder bereits wieder vom Markt verschwunden. Und selbst mit der Marktmacht Amazons wäre es wohl schwierig mehr zu schaffen - dies wäre dann doch schon eher Facebook zuzutrauen. Insofern könnte die Anmeldung der Marken auch schlicht einfach nur eine drohende Geste in Richtung Googles sein.

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