Alle Jahre wieder: Ver.di droht mit Streik, Amazon nicht beeindruckt

Amazon, Gewerkschaft, Streik, Verdi Bildquelle: Hubert Thiermeyer/ver.di
In gut einem Monat ist Heiligabend und die Weihnachtszeit wird traditionell durch Adventskränze, Beleuchtung und die Streikdrohung der Gewerkschaft Ver.di gegen Amazon eingeläutet. Auch in diesem Jahr ist es soweit, Ver.di holt rechtzeitig die Streikkeule aus dem Sack. Ob sich der Versandhändler davon dieses Jahr beeindrucken lässt, ist aber fraglich.
Aktuell findet bei Amazon die Cyber-Monday-Woche statt, damit bereitet sich der Versandhändler Amazon auf den Black Friday und den darauffolgenden erwähnten Cyber Monday vor. Entsprechend viele Blicke sind auf das US-Unternehmen gerichtet. Es ist deshalb sicherlich kein Zufall, dass die Gewerkschaft Ver.di ausgerechnet jetzt ihre alljährliche Streikdrohung an Medien verschickt.

Aufstand oder Aufständchen?

Ver.di bezeichnet die seit 2013 laufenden Tarifkonflikte als "Aufstand bei Amazon" - ob es diesen tatsächlich gibt oder ob das nicht vielleicht doch eher nur Wunschdenken der Gewerkschaft ist, sei einmal dahingestellt. Der für den Versand- und Onlinehandel zuständige Ver.di-Funktionär Thomas Voß meinte jedenfalls (via Handelsblatt), dass man die Aktionen in den kommenden Wochen noch ausweiten wird: "Wir haben noch einiges vor."

Die Kritik prallt an Amazon aber seit jeher ab. Man verweist auf 12.000 festangestellte Mitarbeiter und darauf, dass man ein wichtiger Arbeitgeber für die Regionen sei. Laut Amazon-Angaben betragen die Einstiegslöhne in allen deutschen Logistikzentren umgerechnet mindestens 10,30 Euro brutto pro Stunde. Damit sei man ein "fairer Arbeitgeber", da die Löhne am oberen Ende dessen lägen, was in vergleichbaren Jobs bezahlt wird, schreibt das Unternehmen auf seinem Logistik-Blog. Dieser Basislohn sowie Zusatzleistungen gelten auch für Saisonkräfte, so Amazon.

Ver.di denkt dennoch nicht daran, lockerzulassen. Viele sehen darin aber inzwischen eine Art PR-Maßnahme, da Amazon das prominenteste Ziel der Branche ist. Denn so mancher ist der Meinung, dass die Gewerkschaft damit die öffentliche Aufmerksamkeit sucht, statt sich auf andere (schlimmere) schwarze Schafe zu konzentrieren.

Amazon Prime: Welche Vorteile das Premium-Angebot bringt Amazon Prime 30 Tage lang kostenlos testen Die täglichen Blitzangebote in der bewährten WinFuture-Übersicht Amazon, Gewerkschaft, Streik, Verdi Amazon, Gewerkschaft, Streik, Verdi Hubert Thiermeyer/ver.di
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren44
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Amazons Aktienkurs in Euro

Amazon Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

Kindle Oasis im Preis-Check

Derzeit keine Angebote im Preisvergleich

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden