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Langsames Ende: Auch Dropbox streicht den Windows XP-Support

@SunnyMarx: Dieser Standpunkt ist extrem arrogant, denn die Gründe, weiterhin XP zu benutzen, können sehr verschiedene sein. Der Zeitaufwand für die Migration kann in manchen Fällen hunderte von Arbeitsstunden bedeuten. Sie sollten ein bisschen Ihre Fantasie einsetzen. Was macht beispielsweise jemand, der in ein oder zwei Jahren sowieso in Rente gehen möchte... soll er jetzt noch seine XP-Systeme updaten? Oder was machen diejenigen, die noch im Besitz eines Windows XP-Netbooks sind, das sich nicht updaten lässt (bis zum Erscheinen von Windows 8 wurden diese rege verkauft). Et cetera et cetera. Firefox gibt es weiterhin in der neuesten Version für Win XP.

Der Drang zu Sicherheitsupdates hat ja heutzutage geradezu schon ideologische Züge. Ideologien haben grundsätzlich das Problem, dass sie die Wirklichkeit vereinfachen und nur eine kleine Gruppe von Argumenten oder Interessen als gültig erklären. Natürlich sind Sicherheitsbelange wichtig, aber man muss im Einzelfall immer abwägen. Außerdem finde ich es nicht gut, dass XP-Benutzer ja fast schon als rücksichtslos oder assozial abgestempelt werden, weil sie "das Internet unsicherer machen". Es reicht.

Für einen großen Teil der XP-Benutzer mag ja zutreffen, dass sie allein aus Gründen der Faulheit kein Upgrade durchführen, aber man sollte sich vor pauschalisierenden Aussagen oder allgemeinen Verboten hüten. Ein Verbot würde ALLE treffen und damit muss man immer vorsichtig sein.

PS: Zu dem Kommentar meines Vorredners, der meinte, dass schon 50 Euro für ein OS-Upgrade für manche Leute zu viel sind - mal ernsthaft, es geht um viel, viel mehr als die läppischen 50 Euro für die Softwarelizenz. Es geht um die Bezahlung von dutzenden Arbeitsstunden, ein Upgrade geht in die Tausende. Oder um die Investition eigener, unbezahlter Arbeitszeit.

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