- 16.08.14
- 21:11
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AdBlocker: So beeinflussen die Anti-Werbe-Programme das Netz
Dieser Effekt ist ja jetzt nichts neues, auch wenn die ganze Geschichte mit "Ende des Internets, wie wir es kennen" sicher völlig übertrieben ist. Dass AdBlocker für die Betreiber von Web-Seiten (unter Umständen sogar existenz-)bedrohlich sind, sollte aber soweit allen klar sein.
Aber es hat schließlich einen Grund, warum so viele Leute einen AdBlocker installiert haben. Ich nehme als Beispiel mal genau diese Seite hier, wenn ich sie als normaler nicht eingelogger Nutzer aufrufe. Wenn ich AdBlock Edge und Disconnect deaktiviere, dauert der Seitenaufruf ewig und beim Scrollen ruckelt die Seite, die PopUps beim Hovern der grünen Links nerven beim Lesen genau wie das achterbahnfahrende Telekom-Model an der Seite. Und ich würde meinen Rechner nun wirklich nicht als leistungsschwach bezeichnen, da er schließlich Spiele und FullHD-Videos ohne Probleme bewältigt. Von den Trackern will ich erst gar nicht anfangen, auch wenn die auf Winfuture vielleicht noch ganz harmlos und nötig sind.
Ich selbst bin gar nicht so sehr gegen Werbung, aber sobald es mich nervt und ich die Möglichkeit habe, es zu blocken, dann tue ich das. Gegen gut gemachte Werbung habe ich nichts. Ich habe mir extra ein kleines Greasemonkey-Skript geschrieben, das Videos von bestimmten Youtubern auf die Ausnahmeliste von Adblock leitet.
Wie also kann man das Problem lösen? Es braucht ein anderes Werbekonzept. Werbung, die sich gut eingliedert in den Kontext, maximal auf GIF-Ebene animiert ist, zum Content passt und weder die Ladezeit noch die allgemeine Performance einer Seite beeinflusst. Mir ist klar, dass es schwierig ist, an solche Werbung ranzukommen, die dann wahrscheinlich auch schlecht bezahlt ist, aber das liegt in der Hand der Seitenbetreiber.
Wenn zudem alle dagegen sind, dass die Werbung geblockt wird, dann solte man dafür sorgen, dass man die Werbung technisch nicht blocken kann. Ich rede dabei nicht von irgendwelchen Skripten, die allen AdBlock-Nutzern den Zutritt zur Seite verwehren. Ich denke eher an Werbe-Einbindung, die von den üblichen Adblock-Techniken nicht erfasst wird. Soll heißen: Kein Nachladen von externen Seiten, keine Platzierung in eindeutig nach Werbung klingenden divs und technische Gleichsetzung von Inhalt und Werbung. Das ist scher ein ungewöhnlicher Weg, den nicht alle Werbekunden bereit sind zu gehen, aber noch mal: Das ist das Ding der Seitenbetreiber.
Ein Beispiel, das ich gut fand: Es gab mal die Web-Seite eines lokalen Radio-Senders, der seinen gesamten Seitenhintergrund als Werbefläche vermietet hat und im Inhaltsbereich immer kleine Bereiche frei gelassen hat, sodass die Werbung durchschimmerte. Die Werbung war ein ganz normales Bild, das man zwar wahrnimmt, das aber nicht stört. Alle 30 Sekunden wurde das Bild per Überblendung ausgetauscht, sodass eine andere Variante zu sehen war. Diesen Wechsel hat man als Leser kaum wahrgenommen, bis man den geänderten Werbeinhalt gesehen hat.
Und sonst bleibt noch das (zugegebenermaßen heikle) Thema Sponsored Stories. Das wird zwar oft mit Schleichwerbung gleichgesetzt, aber mit einer vernünftigen Auszeichnung finde ich diese Werbeform sehr angenehm. Es hat den positiven Effekt, dass es wirklich interessant sein kann, wenn sich der Werbekunde und der Seitenbetreiber Gedanken darüber gemacht haben, ob die Werbung auf die Seite passt oder nicht. t3n macht das seit einiger Zeit und fährt damit ganz gut.
Ich bitte das Ganze als wirklich konstruktive Kritik zu erstehen.
Guten Abend!
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AdBlocker: So beeinflussen die Anti-Werbe-Programme das Netz
Dieser Effekt ist ja jetzt nichts neues, auch wenn die ganze Geschichte mit "Ende des Internets, wie wir es kennen" sicher völlig übertrieben ist. Dass AdBlocker für die Betreiber von Web-Seiten (unter Umständen sogar existenz-)bedrohlich sind, sollte aber soweit allen klar sein.
Aber es hat schließlich einen Grund, warum so viele Leute einen AdBlocker installiert haben. Ich nehme als Beispiel mal genau diese Seite hier, wenn ich sie als normaler nicht eingelogger Nutzer aufrufe. Wenn ich AdBlock Edge und Disconnect deaktiviere, dauert der Seitenaufruf ewig und beim Scrollen ruckelt die Seite, die PopUps beim Hovern der grünen Links nerven beim Lesen genau wie das achterbahnfahrende Telekom-Model an der Seite. Und ich würde meinen Rechner nun wirklich nicht als leistungsschwach bezeichnen, da er schließlich Spiele und FullHD-Videos ohne Probleme bewältigt. Von den Trackern will ich erst gar nicht anfangen, auch wenn die auf Winfuture vielleicht noch ganz harmlos und nötig sind.
Ich selbst bin gar nicht so sehr gegen Werbung, aber sobald es mich nervt und ich die Möglichkeit habe, es zu blocken, dann tue ich das. Gegen gut gemachte Werbung habe ich nichts. Ich habe mir extra ein kleines Greasemonkey-Skript geschrieben, das Videos von bestimmten Youtubern auf die Ausnahmeliste von Adblock leitet.
Wie also kann man das Problem lösen? Es braucht ein anderes Werbekonzept. Werbung, die sich gut eingliedert in den Kontext, maximal auf GIF-Ebene animiert ist, zum Content passt und weder die Ladezeit noch die allgemeine Performance einer Seite beeinflusst. Mir ist klar, dass es schwierig ist, an solche Werbung ranzukommen, die dann wahrscheinlich auch schlecht bezahlt ist, aber das liegt in der Hand der Seitenbetreiber.
Wenn zudem alle dagegen sind, dass die Werbung geblockt wird, dann solte man dafür sorgen, dass man die Werbung technisch nicht blocken kann. Ich rede dabei nicht von irgendwelchen Skripten, die allen AdBlock-Nutzern den Zutritt zur Seite verwehren. Ich denke eher an Werbe-Einbindung, die von den üblichen Adblock-Techniken nicht erfasst wird. Soll heißen: Kein Nachladen von externen Seiten, keine Platzierung in eindeutig nach Werbung klingenden divs und technische Gleichsetzung von Inhalt und Werbung. Das ist scher ein ungewöhnlicher Weg, den nicht alle Werbekunden bereit sind zu gehen, aber noch mal: Das ist das Ding der Seitenbetreiber.
Ein Beispiel, das ich gut fand: Es gab mal die Web-Seite eines lokalen Radio-Senders, der seinen gesamten Seitenhintergrund als Werbefläche vermietet hat und im Inhaltsbereich immer kleine Bereiche frei gelassen hat, sodass die Werbung durchschimmerte. Die Werbung war ein ganz normales Bild, das man zwar wahrnimmt, das aber nicht stört. Alle 30 Sekunden wurde das Bild per Überblendung ausgetauscht, sodass eine andere Variante zu sehen war. Diesen Wechsel hat man als Leser kaum wahrgenommen, bis man den geänderten Werbeinhalt gesehen hat.
Und sonst bleibt noch das (zugegebenermaßen heikle) Thema Sponsored Stories. Das wird zwar oft mit Schleichwerbung gleichgesetzt, aber mit einer vernünftigen Auszeichnung finde ich diese Werbeform sehr angenehm. Es hat den positiven Effekt, dass es wirklich interessant sein kann, wenn sich der Werbekunde und der Seitenbetreiber Gedanken darüber gemacht haben, ob die Werbung auf die Seite passt oder nicht. t3n macht das seit einiger Zeit und fährt damit ganz gut.
Ich bitte das Ganze als wirklich konstruktive Kritik zu erstehen.
Guten Abend!