ARD-Experten fordern Aus für Jugendschutz-Filter
Peinlich, peinlich – ARD und ZDF stützen ihre Pressemitteilung auf Falschinformationen:
- Es gibt von den Betreibern anerkannter Jugendschutzprogramme längst auch Jugendschutzprogramme für Smartphones (“Child Protect” von Vodafone und JusProg e.V. für Android und “Surfgarten” von der Deutschen Telekom für iPhone und iPad – jeweils kostenfrei nutzbar für Kunden aller Telefonprovider, Download in den jeweiligen App-Stores)
- Es ist schlicht juristisch falsch, dass “entwicklungsgefährdende” Inhalte wegen der Jugendschutzprogramme keine Altersverifikation mehr brauchen. Diese Inhalte sind nach § 4.1 (absolut verboten) und 4.2 (z.B. einfache Pornografie) weiterhin entweder unzulässig oder nur hinter einem strengen Altersverifikationssystem (AVS) in Deutschland erlaubt. Die sogenannte Privilegierung durch die Anerkennung von Jugendschutzprogrammen bezieht sich lediglich auf “entwicklungsbeeinträchtigende” Inhalte (§ 5 JMStV). Das sind deutlich schwächere Inhalte, die übrigens in allen anderen Ländern der EU und des westlichen Kulturkreises für Kinder aller Altersstufen legal zugänglich sind.
- ARD und ZDF finden, die Jugendschutzprogramme würden den Eltern nur Sicherheit vorgaukeln. Tatsächlich gaukeln jedoch ARD und ZDF den Eltern und auch der Politik Sicherheit vor, wenn sie den Tatort ab 20 Uhr in die Mediathek stellen und so tun als sei das effektiver Jugendschutz – aber Kinderpornos, Pornovideotheken, Uncut-Videos, Gewalt-Spiele etc. aus dem Ausland sind weiterhin mit nur einem Klick im Kinderzimmer. Übrigens gibt es nicht mal eine Sprachbarriere: Youporn schaltet automatisch auf Deutsch und die Uncut-Inhalte gibt es aus Österreich.
Meinungen soll ja jeder haben wie er will, aber wenigstens die wichtigsten Fakten sollten doch stimmen in so einer Pressemitteilung der Öffentlich-Rechtlichen.
ARD und ZDF täten jedenfalls gut daran, statt mit Fehlinfos gegen Jugendschutzprogramme zu schießen, um die eigene für Millionen von Euros (warum auch immer so teuer) installlierte Sendezeitbeschränkung zu rechtfertigen, sich aktiv für die Verbreitung von Jugendschutzprogrammen einzusetzen. Dann brauchen sie auch nicht mehr über mangelnde Verbreitung maulen.
Medienpädagogische Erziehung und als technische Unterstützung der Eltern, Schulen etc. gute Jugendschutzprogramme – etwas Effektiveres gibt es derzeit nicht zum Schutz der Kinder und Jugendlichen im weltweiten Internet.
P.S. Und falls sich jemand wieder Sorge um Zensur macht: Eltern haben bei JSP alle Entscheidungen in der Hand. Sie können installieren, deinstallieren und selbst White- und Blacklisten führen, die die Einstellungen der JSP-Betreiber überschreiben. JSP sind ein kostenloses Angebot für Eltern, keine Pflicht. Wer lieber ständig neben seinem Kind sitzt oder das Thema anders (z-B. in Gesprächen) angeht, der kann, darf und soll das gern so tun!
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ARD-Experten fordern Aus für Jugendschutz-Filter
Peinlich, peinlich – ARD und ZDF stützen ihre Pressemitteilung auf Falschinformationen:
- Es gibt von den Betreibern anerkannter Jugendschutzprogramme längst auch Jugendschutzprogramme für Smartphones (“Child Protect” von Vodafone und JusProg e.V. für Android und “Surfgarten” von der Deutschen Telekom für iPhone und iPad – jeweils kostenfrei nutzbar für Kunden aller Telefonprovider, Download in den jeweiligen App-Stores)
- Es ist schlicht juristisch falsch, dass “entwicklungsgefährdende” Inhalte wegen der Jugendschutzprogramme keine Altersverifikation mehr brauchen. Diese Inhalte sind nach § 4.1 (absolut verboten) und 4.2 (z.B. einfache Pornografie) weiterhin entweder unzulässig oder nur hinter einem strengen Altersverifikationssystem (AVS) in Deutschland erlaubt. Die sogenannte Privilegierung durch die Anerkennung von Jugendschutzprogrammen bezieht sich lediglich auf “entwicklungsbeeinträchtigende” Inhalte (§ 5 JMStV). Das sind deutlich schwächere Inhalte, die übrigens in allen anderen Ländern der EU und des westlichen Kulturkreises für Kinder aller Altersstufen legal zugänglich sind.
- ARD und ZDF finden, die Jugendschutzprogramme würden den Eltern nur Sicherheit vorgaukeln. Tatsächlich gaukeln jedoch ARD und ZDF den Eltern und auch der Politik Sicherheit vor, wenn sie den Tatort ab 20 Uhr in die Mediathek stellen und so tun als sei das effektiver Jugendschutz – aber Kinderpornos, Pornovideotheken, Uncut-Videos, Gewalt-Spiele etc. aus dem Ausland sind weiterhin mit nur einem Klick im Kinderzimmer. Übrigens gibt es nicht mal eine Sprachbarriere: Youporn schaltet automatisch auf Deutsch und die Uncut-Inhalte gibt es aus Österreich.
Meinungen soll ja jeder haben wie er will, aber wenigstens die wichtigsten Fakten sollten doch stimmen in so einer Pressemitteilung der Öffentlich-Rechtlichen.
ARD und ZDF täten jedenfalls gut daran, statt mit Fehlinfos gegen Jugendschutzprogramme zu schießen, um die eigene für Millionen von Euros (warum auch immer so teuer) installlierte Sendezeitbeschränkung zu rechtfertigen, sich aktiv für die Verbreitung von Jugendschutzprogrammen einzusetzen. Dann brauchen sie auch nicht mehr über mangelnde Verbreitung maulen.
Medienpädagogische Erziehung und als technische Unterstützung der Eltern, Schulen etc. gute Jugendschutzprogramme – etwas Effektiveres gibt es derzeit nicht zum Schutz der Kinder und Jugendlichen im weltweiten Internet.
P.S. Und falls sich jemand wieder Sorge um Zensur macht: Eltern haben bei JSP alle Entscheidungen in der Hand. Sie können installieren, deinstallieren und selbst White- und Blacklisten führen, die die Einstellungen der JSP-Betreiber überschreiben. JSP sind ein kostenloses Angebot für Eltern, keine Pflicht. Wer lieber ständig neben seinem Kind sitzt oder das Thema anders (z-B. in Gesprächen) angeht, der kann, darf und soll das gern so tun!