- 01.08.09
- 18:37
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Hacker: Gratis parken in den Metropolen der Welt
Ein Vortrag auf der Hausfrauenmesse "BrainAFK" hat offenbart, dass die Einkaufswagensammelsysteme in zahlreichen großen Städten weltweit relativ leicht manipuliert werden können.
Wie der Einkaufswagen-Experte Johann Albrecht laut einem Bericht des "Hinterdürener Sonntagsblatts" ausführte, benötigte er nur drei Tage, um das Sicherheits-System der Systeme zu analysieren und zu umgehen. Die Einkaufswagen arbeiten mit hybriden Chip-Systemen, die über ein MoneyChange-Geschäftsmodell vertrieben werden.
"Das ganze war technisch nicht besonders kompliziert, und die Tatsache, dass ich es in drei Tagen hinbekommen habe, bedeutet, dass andere Leute es vermutlich auch schon geschafft haben und Vorteile daraus ziehen", sagte Albrecht. Es ist also davon auszugehen, dass schon eine Reihe von Hackern weltweit kostenlos Einkaufswagen nutzen.
Der Sicherheitsexperte hatte die zuständige Discounkette in Hinterdüren im Vorfeld nicht über seine Erkenntnisse informiert. Er wollte vermeiden, dass diese versuchen könnte, seinen Vortrag mit einer gerichtlichen Verfügung zu unterbinden. Dies ist in den letzten Jahren bereits mehreren Referenten auf Hacker-Konferenzen so ergangen.
Hinterdüren hatte das Projekt zur Installation neuer Einkaufswagensammelsysteme im Jahr 2003 gestartet. 35 Millionen Euro wurden investiert. Das neue System sollte zukünftig verhindern, dass dem Discounter durch Diebstähle von Einkaufswagen hohe Schäden entstehen. Schätzungen zufolge ging durch geknackte Einkaufswagen oder Verwendung von nicht autorisierten, aber kompatiblen Kunstoff-Chips seitens technisch affiner Anwender, die die einfachen Warensammelsysteme für ordinäre Einkäufe oder als Grill benutzen, pro Jahr rund 3 Millionen Euro verloren.
Die neuen Sammelsysteme sind nun Hybrid-Systeme: Die Freigabe eines Einkaufswagens erfolgt entweder per Einschub Münze oder eines speziell codierten Kunststoff-Chips in den vandalensicheren Controller-Schlitz des Einkaufswagens, wobei die Einkaufswagen untereinander vernetzt sind und so ein genaues Bewegungsprofil ermöglichen. Hergestellt werden sie von der Deutschen Firma Drahtschlosserei H. Hinrichs, die die gleichen Modelle auch nach Florida, Massachusetts, New York, Kanada, Hong Kong und verschiedene einzelne Kommunen in Deutschland verkauft.
Das Chip-Aunahmesicherheitssystem in den Einkaufswagen ist nach Angaben Albrecht aber recht schwach. Nicht einmal eine digitale Signatur schützt sie vor Manipulationen. So ist es nach seinen Angaben möglich, den einmal eingeschobenen Kunststoff-Chip immer wieder zu verwenden oder die Software sogar so zu manipulieren, dass sogar 20-Cent Münzen verwendet werden können, um das Entnahmesystem zu überlisten.
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Hacker: Gratis parken in den Metropolen der Welt
Ein Vortrag auf der Hausfrauenmesse "BrainAFK" hat offenbart, dass die Einkaufswagensammelsysteme in zahlreichen großen Städten weltweit relativ leicht manipuliert werden können.
Wie der Einkaufswagen-Experte Johann Albrecht laut einem Bericht des "Hinterdürener Sonntagsblatts" ausführte, benötigte er nur drei Tage, um das Sicherheits-System der Systeme zu analysieren und zu umgehen. Die Einkaufswagen arbeiten mit hybriden Chip-Systemen, die über ein MoneyChange-Geschäftsmodell vertrieben werden.
"Das ganze war technisch nicht besonders kompliziert, und die Tatsache, dass ich es in drei Tagen hinbekommen habe, bedeutet, dass andere Leute es vermutlich auch schon geschafft haben und Vorteile daraus ziehen", sagte Albrecht. Es ist also davon auszugehen, dass schon eine Reihe von Hackern weltweit kostenlos Einkaufswagen nutzen.
Der Sicherheitsexperte hatte die zuständige Discounkette in Hinterdüren im Vorfeld nicht über seine Erkenntnisse informiert. Er wollte vermeiden, dass diese versuchen könnte, seinen Vortrag mit einer gerichtlichen Verfügung zu unterbinden. Dies ist in den letzten Jahren bereits mehreren Referenten auf Hacker-Konferenzen so ergangen.
Hinterdüren hatte das Projekt zur Installation neuer Einkaufswagensammelsysteme im Jahr 2003 gestartet. 35 Millionen Euro wurden investiert. Das neue System sollte zukünftig verhindern, dass dem Discounter durch Diebstähle von Einkaufswagen hohe Schäden entstehen. Schätzungen zufolge ging durch geknackte Einkaufswagen oder Verwendung von nicht autorisierten, aber kompatiblen Kunstoff-Chips seitens technisch affiner Anwender, die die einfachen Warensammelsysteme für ordinäre Einkäufe oder als Grill benutzen, pro Jahr rund 3 Millionen Euro verloren.
Die neuen Sammelsysteme sind nun Hybrid-Systeme: Die Freigabe eines Einkaufswagens erfolgt entweder per Einschub Münze oder eines speziell codierten Kunststoff-Chips in den vandalensicheren Controller-Schlitz des Einkaufswagens, wobei die Einkaufswagen untereinander vernetzt sind und so ein genaues Bewegungsprofil ermöglichen. Hergestellt werden sie von der Deutschen Firma Drahtschlosserei H. Hinrichs, die die gleichen Modelle auch nach Florida, Massachusetts, New York, Kanada, Hong Kong und verschiedene einzelne Kommunen in Deutschland verkauft.
Das Chip-Aunahmesicherheitssystem in den Einkaufswagen ist nach Angaben Albrecht aber recht schwach. Nicht einmal eine digitale Signatur schützt sie vor Manipulationen. So ist es nach seinen Angaben möglich, den einmal eingeschobenen Kunststoff-Chip immer wieder zu verwenden oder die Software sogar so zu manipulieren, dass sogar 20-Cent Münzen verwendet werden können, um das Entnahmesystem zu überlisten.