Klimaschutz: Geplante Kapazität für CO2-Einlagerung wächst
Weltweit wurden im Jahr 2024 rund 38.600 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid emittiert. Die Technologie zur Abscheidung und Einlagerung des Treibhausgases steht angesichts dieser enormen Menge noch ganz am Anfang und hat derzeit kaum einen spürbaren Effekt.
Geplantes Speichervolumen steigt
Das jährliche Speichervolumen von Anlagen zur Einlagerung von CO2 wächst. Lagen die weltweiten Kapazitäten über alle Projektphasen hinweg im Jahr 2023 bei 362 Millionen Tonnen, stiegen sie auf 513 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr. Aktuell erreichen sie einen Wert von 522 Millionen Tonnen. Hierbei summieren sich Vorhaben von der frühen Planung über den Bau bis zum Betrieb. Die Menge des seit 1996 permanent entfernten Gases beläuft sich auf über 400 Millionen Tonnen.Aktive Anlagen binden wenig Gas
Den Planungen steht ein geringerer operativer Betrieb gegenüber. Wie eine Auswertung von Statista veranschaulicht, entfernen 132 kommerzielle Anlagen momentan 68 Millionen Tonnen jährlich. Die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, kurz CCS (Carbon Capture and Storage), leistet somit gegenwärtig keinen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Laut Statista ist die Technologie im direkten Verhältnis zur Emissionsmenge nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zuletzt beliefen sich die globalen Emissionen auf über 35.000 Millionen Tonnen pro Jahr.Nordamerika und Asien dominieren
Die Speichereinrichtungen konzentrieren sich auf bestimmte Regionen. In den USA arbeiten 50 Projekte im laufenden Betrieb. Darauf folgen China mit 27 sowie Kanada mit zwölf Standorten. Innerhalb von Europa sind aktuell 15 Systeme im Einsatz, wobei sich fünf davon in Norwegen befinden. Deutschland verfügt momentan über keine arbeitende Anlage. Es befinden sich allerdings einige Vorhaben in der Planungsphase.
Quelle: Statista