Microsoft-Forscher bauen VR-Controller mit haptischem Feedback

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Eine Gruppe von Microsoft-Forschern arbeitet daran, die "virtuelle Realität" fühlbar zu machen. Auf der User Interface Software and Technology Conference 2016 zeigt das Team seine unter den Namen NormalTouch und TextureTouch entwickelten Prototypen für Geräte, die Formen, Oberflächen und Strukturen von virtuellen Objekten simulieren und haptisch spürbar machen sollen.

Twitter-Nutzer und Microsoft-Spezi @h0x0d machte als Erster auf die Videos und Forschungspapiere aufmerksam, die von dem Team um den HoloLens-Miterfinder Hrvoje Benko auf der UIST 2016 vorgestellt werden. Ziel des Vorhabens der Mitarbeiter von Microsoft Research ist es, Controller zu entwicklen, die die Form von VR-Objekten simulieren, indem sie auf verschiedene Arten Kräfte auf die Finger des Nutzers wirken lassen.

NormalTouch nutzt eine von vier Trägern gestützte Plattform, auf die der Nutzer den Finger legt, um die Form von Objekten zu simulieren. Die Träger werden individuell von Servomotoren bewegt, so dass sich Höhe, Position und Ausrichtung der Plattform verändern. Nutzt der Anwender den NormalTouch-Controller in Verbindung mit einem VR-Headset kann er so Objekte "berühren" wobei der Controller ihm vorgaukelt, welche Form das in Virtual Reality betrachtete bzw. berührte Objekt hat.

Beim TextureTouch-Konzept handelt es sich ebenfalls um einen vom Nutzer in die Hand zu nehmenden Controller, auf den man seinen Finger auflegt. Statt einer flexibel bewegbaren Plattform kommen hier aber insgesamt 16 einzeln gesteuerte Pins zum Einsatz, die in einer 4x4 Matrix die Unterlage für den Finger des Nutzers bilden. Berührt der Nutzer in der VR-Umgebung eine Oberfläche, heben und senken sich die Pins unter dem Finger vollkommen individuell.

Durch die Bewegegung der Pins wird der Finger mit einer gewissen "Auflösung" stimuliert, um so bei Bedarf die Struktur virtueller Objekte fühlbar zu machen. Wie gut das Ganze in der Realität funktioniert, muss sich natürlich erst noch zeigen. Dass Microsoft sich mit Hardware-Controllern für VR-Anwendungen auseinandersetzt, ergibt angesichts von Produkten von HoloLens durchaus Sinn. Noch steckt die Forschung aber offensichtlich in den Kinderschuhen, schließlich sind die jetzt gezeigten Controller sehr frühe Prototypen und weit vom Massenmarkt entfernt.

Bei der Umsetzung von NormalTouch und TextureTouch greifen die Microsoft-Forscher auf eine breite Palette von Hardware zurück, darunter neben diversen PCs auch aufwändige Motion-Tracking-Technik, mit deren Hilfe die Position der Controller im Raum bestimmt wird. Als VR-Headset dient in diesem Fall ein Oculus DK2.
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