Pipi-Power im Großeinsatz:
Musik-Festival verwandelt Urin in Strom
In wenigen Tagen startet das Glastonbury Festival im Südwesten Englands. Die große Open-Air-Veranstaltung bietet in diesem Jahr nicht nur Musikern eine Bühne, sondern auch der Wissenschaft. In diesem Jahr soll erstmals Strom aus dem Urin der Festival-Gäste unter anderem für Licht und Info-Beleuchtung erzeugt werden.
Stromherstellung aus Urin ist dabei ein verhältnismäßig alter Hut. Schon vor über zehn Jahren entwickelten Forscher einsatzfähige Geräte, die beim Kontakt mit Urin Strom erzeugten. Nun geht es aber um einen Großeinsatz der Technologie und zeitgleich darum, die Scheu vor der Technik abzubauen, berichtet die UK-News-Seite Metro (via Futurezone). Denn Stromproduktion durch Urin ist noch weit entfernt vom Bekanntheitsgrad zum Beispiel regenerativer Energien wie Wind und Wasser.
Das Großprojekt wurde im übrigen von dem Bristol Bioenergy Centre (BBiC), einer Abteilung der "University at the West of England" für das Musikfestival geplant und umgesetzt. Deren Chef freut sich über die Plattform, die er in diesem Jahr bei dem Glastonbury-Festival mit seinen Studenten bekommen wird. Neben dem Musik-Programm gibt es in Glastonbury traditionell viel Rahmenprogramm mit sozialen und kulturellen Anleihen, unter anderem von Greenpeace und Oxfam. Das dabei etwas schiefgehen wird, ist unwahrscheinlich. Die Uni hatte schon in den beiden Vorjahren die Technik in kleinem Umfang zum Festival gebracht.
Siehe auch: Pee Power: Wissenschaftler entwickeln stromerzeugende Toilette
1.000 Liter Pipi pro Festivaltag
Beim Glastonbury Festival kommen nun zwei Systeme zum Einsatz. Eine große in Reihe geschaltete Anlage mit 40 Toiletten soll genügend Strom liefern, um die Info-Tafeln auf dem Gelände mit Strom zu versorgen. Dazu gibt es ein zweites System, welches zudem noch Strom für Smartphones liefern soll. Man rechnet dabei mit mindesten 1.000 Litern Pipi pro Festivaltag.Bill & Melinda Gates Foundation
Die Technik-Entwicklung für den Groß-Einsatz wurde unterstützt durch die Bill & Melinda Gates Foundation. Die Stiftung will in Kürze ein weiteres Groß-Projekt für Urin-Verstromung in Uganda starten.Das Großprojekt wurde im übrigen von dem Bristol Bioenergy Centre (BBiC), einer Abteilung der "University at the West of England" für das Musikfestival geplant und umgesetzt. Deren Chef freut sich über die Plattform, die er in diesem Jahr bei dem Glastonbury-Festival mit seinen Studenten bekommen wird. Neben dem Musik-Programm gibt es in Glastonbury traditionell viel Rahmenprogramm mit sozialen und kulturellen Anleihen, unter anderem von Greenpeace und Oxfam. Das dabei etwas schiefgehen wird, ist unwahrscheinlich. Die Uni hatte schon in den beiden Vorjahren die Technik in kleinem Umfang zum Festival gebracht.
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