Festplattenpreise verharren auf einem hohen Niveau

Festplatte, Hdd, Platter Bildquelle: Alpha six / Flickr
Obwohl sich die Lage auf dem Festplatten-Markt langsam entspannt und ein Teil der von der Flutkatastrophe des vergangenen Herbstes in Thailand angerichteten Schäden wieder behoben ist, verharren die Preise für die Speichermedien bisher auf einem hohen Niveau.
Bei der Flut wurden zahlreiche Produktionsstätten zerstört oder beschädigt, was zu einer Verknappung des Angebots führte. Im vierten Quartal 2011 waren die Preise in Deutschland daraufhin um fast 40 Prozent angestiegen. Im wichtigen Segment der internen und externen 3,5-Zoll-Festplatten haben sich die Preise sogar nahezu verdoppelt.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2012 sind die Festplattenpreise nun um lediglich 2 Prozent gesunken und verharrten damit faktisch auf dem Niveau des Vorquartals. Basis der Angaben sind Berechnungen des Preisvergleichsportals Guenstiger.de im Auftrag des IT-Branchenverbandes BITKOM. In die Analyse ist die Preisentwicklung von 2.671 Festplatten im ersten Quartal des laufenden Jahres eingegangen.

Nach Angaben der Anbieter werde das alte Produktionsniveau spätestens im September wieder hergestellt - fast ein Jahr nach dem Hochwasser. Nach der Flutkatastrophe waren im vierten Quartal 2011 die weltweiten Auslieferungen von Festplatten um 30 Prozent im Vergleich zum Vorquartal eingebrochen. Aus Thailand kommt rund ein Viertel der weltweiten Festplattenproduktion.

"Trotz einer im Durchschnitt kaum spürbaren Preisbewegung der Festplattenpreise gab es in den vergangenen Monaten bei einzelnen Modellen extreme Ausschläge nach oben und nach unten", so Dieter Kempf, Präsident des BITKOM. Verbraucher sollten daher die Preise für bestimmte Modelle beobachten sowie die Angebote von Einzelhändlern und Online-Shops vergleichen.

Spürbare Auswirkungen auf die Preise für Computer haben sich aus der Entwicklung allerdings nicht ergeben. "Wegen des scharfen Wettbewerbs können die PC-Hersteller höhere Bezugspreise für einzelne Komponenten kaum an die Kunden weitergeben", erklärte Kempf.

Man rechnet damit, dass die Festplattenpreise im Jahresverlauf tendenziell sinken werden. Fraglich ist allerdings, ob sie wieder das niedrige Niveau von vor der Flut erreichen, da die Produzenten hohe Summen in die Wiederherstellung ihrer Anlagen investieren, was die Preise nach oben treibt. Nach Analystenschätzungen müssen die Anbieter dafür rund eine Milliarde US-Dollar aufbringen. Zudem sind infolge der Flut auch die Preise für Komponenten von Zulieferern gestiegen, die ebenfalls von der Katastrophe betroffen waren.

WinFuture Preisvergleich: Festplatten Festplatte, Hdd, Platter Festplatte, Hdd, Platter Alpha six / Flickr
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