Roadmap: ARM will x86-Chips bald in Sachen Leistung übertrumpfen
Die Chipschmiede ARM Limited will mit ihren sparsamen, aber immer leistungsfähigeren CPU-Architekturen bald der x86-Konkurrenz das Fürchten lehren. Die jüngste Generation der vor allem in Smartphones verwendeten Chips soll es bereits mit Intels letztjährigen Prozessoren aufnehmen können. Ab 2019 bzw. 2020 will man Intel dann tatsächlich in Sachen Performance hinter sich lassen.
ARM hat heute eine Roadmap für die kommenden Jahre veröffentlicht und dabei deutlich gemacht, dass man Intel (und damit auch AMD) fest im Visier hat, wenn es darum geht, möglichst leistungsstarke CPU-Architekturen zu bieten, die obendrein auch noch hocheffizient arbeiten. Als Beispiel für seine Ebenbürtigkeit verwies ARM jedoch auf einen Intel-Chip, der schon seit 2017 in Geräten wie dem Surface Pro von Microsoft seinen Dienst tut.
ARM sieht Cortex-A76-Architektur auf Augenhöhe mit Intel 'Skylake'
Konkret verglich ARM seine auf der Computex 2018 präsentierte Cortex-A76-Architektur mit Taktraten von bis zu 3,0 Gigahertz mit dem Intel Core i5-7300U, der maximal 2,6 Gigahertz erreicht. In Sachen Single-Core-Performance - also bei der Leistung einzelner Kerne - sei man aktuell bereits gleichauf, so ARM. Dabei diente allerdings nur ein einzelnes, auf Integer-Berechnungen ausgelegtes Benchmark (SPEC CINT2006) als Grundlage für die Marketing-Aussagen.
Außerdem ist zu bedenken, dass wir es hier mit einem 15-Watt-SoC für Ultrabooks und andere mobile PC-Plattformen zu tun haben, nicht etwa mit den deutlich stärkeren Desktop-Plattformen. Hinzu kommt, das ARM die zuletzt erschienenen, vierkernigen Intel Core-Prozessoren der 8. Generation gekonnt außen vor ließ. Trotzdem hat ARM durchaus einige Argumente, was die Schließung der Performance-Lücke gegenüber x86-Chips angeht.
'Deimos' und 'Hercules' sollen x86-Prozessoren angreifen
Für die nähere Zukunft kündigte ARM zwei neue Architekturen an, die Intels Chips dann noch deutlicher übertrumpfen sollen. Konkret stellte man "Deimos" für das Jahr 2019 und "Hercules" für das Jahr 2020 in Aussicht. Diese sollen dann tatsächlich Performance der "Laptop-Klasse" bieten, aber eben deutlich effizientere Chips für mobile Geräte zulassen.
Dass ARM überhaupt zum ersten Mal in seiner Geschichte eine vorausschauende CPU-Roadmap veröffentlicht, macht bereits deutlich, wie groß das Vertrauen in die neuen Technologien ist. Während Intel noch immer damit kämpft, überhaupt echte 10-Nanometer-Prozessoren zu fertigen und zu liefern, kommen in diesem Jahr bereits erste 7-Nanometer-Chips auf ARM-Basis auf den Markt, wobei die Fertigung in diesem Fall wohl bei TSMC in Taiwan erfolgt.
Für Smartphones bedeutet dies, dass man bald echte "Laptop-Leistung" in der Hosentasche mit sich herumtragen kann, während die ARM-basierten Windows-10-PCs spätestens mit dem Snapdragon 855 bzw. Snapdragon 1000 einen kräftigen Performance-Boost erleben dürften.
ARM sieht Cortex-A76-Architektur auf Augenhöhe mit Intel 'Skylake'
Konkret verglich ARM seine auf der Computex 2018 präsentierte Cortex-A76-Architektur mit Taktraten von bis zu 3,0 Gigahertz mit dem Intel Core i5-7300U, der maximal 2,6 Gigahertz erreicht. In Sachen Single-Core-Performance - also bei der Leistung einzelner Kerne - sei man aktuell bereits gleichauf, so ARM. Dabei diente allerdings nur ein einzelnes, auf Integer-Berechnungen ausgelegtes Benchmark (SPEC CINT2006) als Grundlage für die Marketing-Aussagen.
Außerdem ist zu bedenken, dass wir es hier mit einem 15-Watt-SoC für Ultrabooks und andere mobile PC-Plattformen zu tun haben, nicht etwa mit den deutlich stärkeren Desktop-Plattformen. Hinzu kommt, das ARM die zuletzt erschienenen, vierkernigen Intel Core-Prozessoren der 8. Generation gekonnt außen vor ließ. Trotzdem hat ARM durchaus einige Argumente, was die Schließung der Performance-Lücke gegenüber x86-Chips angeht.
'Deimos' und 'Hercules' sollen x86-Prozessoren angreifen
Für die nähere Zukunft kündigte ARM zwei neue Architekturen an, die Intels Chips dann noch deutlicher übertrumpfen sollen. Konkret stellte man "Deimos" für das Jahr 2019 und "Hercules" für das Jahr 2020 in Aussicht. Diese sollen dann tatsächlich Performance der "Laptop-Klasse" bieten, aber eben deutlich effizientere Chips für mobile Geräte zulassen.
Dass ARM überhaupt zum ersten Mal in seiner Geschichte eine vorausschauende CPU-Roadmap veröffentlicht, macht bereits deutlich, wie groß das Vertrauen in die neuen Technologien ist. Während Intel noch immer damit kämpft, überhaupt echte 10-Nanometer-Prozessoren zu fertigen und zu liefern, kommen in diesem Jahr bereits erste 7-Nanometer-Chips auf ARM-Basis auf den Markt, wobei die Fertigung in diesem Fall wohl bei TSMC in Taiwan erfolgt.
Für Smartphones bedeutet dies, dass man bald echte "Laptop-Leistung" in der Hosentasche mit sich herumtragen kann, während die ARM-basierten Windows-10-PCs spätestens mit dem Snapdragon 855 bzw. Snapdragon 1000 einen kräftigen Performance-Boost erleben dürften.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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